Millionen Mailkonten geknackt: Was Sie zum Datenklau wissen sollten

Millionen Mailkonten geknackt: Was Sie zum Datenklau wissen sollten

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Auf der Internetseite sicherheitstest.bsi.de kann die E-Mailadresse geprüft werden.

von Nora Jakob

16 Millionen Benutzerkonten wurden gehackt, sagte die oberste Behörde für die IT-Sicherheit (BSI). Heute wird bekannt, dass das BSI davon seit Dezember Kenntnis hatte. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) selbst hält den Diebstahl von rund 16 Millionen Online-Benutzerdaten für eine "schwerwiegende Bedrohung". Es sei in diesem Fall nämlich nicht nur, eine Infizierung von Rechnern, sondern der Diebstahl der kompletten digitalen Identität, wie BSI-Präsident Michael Hange dem Berliner "Tagesspiegel" vom Mittwoch sagte. Ähnliche Fälle habe es gegeben, aber die Dimension sei beachtlich. Nun musste die Behörde eingestehen, dass der Daten-Klau bereits seit Dezember bekannt war. Nach und nach werden noch weitere Details bekannt - die wichtigsten Fragen und Antworten.

Kann ich feststellen, ob die Zugangsdaten für mein E-Mail-Konto geklaut wurden?

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Ja, das können Sie. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat auf der Webseite sicherheitstest.bsi.de eine Website eingerichtet auf der Nutzer ihre E-Mailadresse eingeben können. Sind sie betroffen, bekommen sie vom BSI eine Mail zugesendet, ob das E-Mailkonto gehackt wurde. Erhalten Sie keine Nachricht, ist ihre E-Mailadresse nicht betroffen. Aufgrund des riesigen Ansturm der Anfragen, war die Seite schon nach kurzer Zeit nicht mehr erreichbar. Bis zum Mittwoch hat das BSI bereits 8,5 Millionen Anfragen bearbeitet, darunter waren 750.000 Betroffene. Das BSI behält Ihre E-Mailadresse übrigens nicht, sondern generiert einen sogenannten Hash-Code mit dem sich feststellen lässt, ob die E-Mailadresse betroffen ist. An die wird eine generierte E-Mailadresse geschickt und sie dann vom Webserver gelöscht.

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Quelle: rtr

Was kann ich machen, wenn ich betroffen bin?

Mit einem Virenschutzprogramm sollten Sie nach der Schadsoftware suchen und diese dann entfernen. Außerdem sollten alle Passwörter geändert werden, inklusive der Zugänge zu Onlineshops oder sozialen Netzwerken. Bislang ist nämlich nicht bekannt, dass die gefundenen Datensätze nur auf gekaperte E-Mailkonten hindeuten. Viele Internet-Nutzer gebrauchen dieselbe Kombination aus Passwort und E-Mailadresse für andere Seiten. Wer damit also einen Dienst knackt, kann sich leicht Zugang zu weiteren Profilen schaffen.

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