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Mobile Bezahlsysteme: Handyriesen schmieden ungewöhnliche Allianz

von Andreas Menn

Netzbetreiber wie Deutsche Telekom und Vodafone nehmen den Kampf mit Google um einen Milliardenzukunftsmarkt auf. Eine ungewöhnliche Allianz soll das Bezahlen per Handy endlich alltagstauglich machen.

mobile bezahlsysteme, handy Quelle: AP
mobile bezahlsysteme, handy Quelle: AP

Handybezahlsysteme gelten als die nächste Goldgrube im mobilen Internet. Durch die Übernahme der Motorola-Mobilfunksparte wird Google erst recht zu einem wichtigen Spieler. Aber auch die deutschen Netzbetreiber drängen auf den Markt – gerade noch rechtzeitig.

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Lange starrten deutsche Mobilfunkmanager über den Atlantik. Gäste im O-Neill’s Pub in San Francisco, erfuhren sie, legten in diesem Frühjahr kein Bargeld mehr auf den Tresen, um ihr Guinness zu bezahlen. Das Handy reichte als Geldbörse. Ein Funkchip, den das US-Startup Bling Testnutzern aufs Handy klebte, verständigte sich mit den Kassen des Pubs und anderer Geschäfte in der Stadt. Blitzschnell war die Rechnung beglichen.

Während in den USA viele Testkunden und in Ländern wie Japan oder Kenia mehr als Hundert Millionen Menschen im Alltag mit dem Handy zahlen, galt die Technik in Deutschland lange als Spielerei. Doch seit nahezu im Wochentakt Unternehmen wie Google, Paypal, MasterCard und Visa neue mobile Bezahlsysteme präsentieren, ist es nun auch in Deutschland zu einer ungewöhnlichen Allianz gekommen.

Die drei Mobilfunkanbieter Telekom, Vodafone und O2 haben sich verbündet, um unter dem Namen Mpass ein Handybezahlsystem zu starten, wie es die Pub-Besucher in San Francisco schon kennen: Kunden von Schnellrestaurants, Handelsketten und Drogeriemärkten können vom ersten Quartal kommenden Jahres an mit jeder Art Handy zahlen, sofern sie einen speziellen Aufkleber mit einem Funkchip auf ihr Telefon kleben.

Schon seit 2009 können Mpass-Kunden in einigen Internet-Shops per SMS zahlen – nun soll das System den Einzelhandel erobern: Supermarktkunden halten ihr Handy mit dem Mpass-Sticker dann zum Bezahlen an ein Lesegerät, um sich mittels einer Funknachricht zu identifizieren. Ein Internet-Server prüft die Daten und sendet dann einen Zahlencode via SMS zum Handy. Wenn der Kunde den Code in das Lesegerät tippt, ist die Zahlung bestätigt.

8 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 27.10.2011, 12:07 Uhrgerrit2

    Test2

  • 27.10.2011, 12:04 Uhrgerrit2

    Test

  • 25.08.2011, 00:40 UhrDer digitale Wurm

    ich zahle nur bar und nehme nur bares. Nur bares ist Wares.

    Die Digitalisierung hat Nachteile. Das Umlaufgeld ist nur eine hauchdünne Decke im Vergleich zu dem, was als bits und bytes auf den Konten liegt. Dummbürger probiert natürlich alles, das irgendwie nach Digital ausschaut. Verursacht, wie erwähnt, lange Warteschlangen und oft genug spuckt die Karte kein Geld aus, oder bleibt einfach stecken im Automaten.

    Sollten die banken crashen und die Geldausgabe stocken, könnte bargeld einen ungeahnten Höhenflug antreten. Zumindest für eine gewisse Zeit. Und dieses Zeitfenster könnte ausreichen, sich einen besseren Status zuzulegen.

    ich halte die Theorie der inflation für eine Märe. Rechnet man nämlich mal nicht nur den Preisauftrieb des Warenkorbs, sondern den digitalen Schuldenberg dagegen, dann haben wir eine exorbitante Deflation. Der Wirtschaftsluß ist erkauft mit Staatsanleihen und Rettungsschirmen!

    Die Wirtschaft stockt. Sie kriegt kein frisches blut, denn Megakonzerne zerdrücken alles, das sich ihnen in den Weg stellt. Sie schmoren sozusagem im eigenen Saft. Alles unter einem Dach ist wie der Versuch einer Selbstbefruchtung.

    Und last, but not least, erdrückt mich mein Markt mit Sonderangeboten aus dem hochpreisigen Produktbereich. Kaum wer geht dort einkaufen ohne Sonderpreisliste.

    Und schließlich freut sich die Verkäuferin so nett, wenn ich ein paar Scheine zücke.
    bargeld abheben und bunkern. Seine Stunde kommt. Denn bargeld lacht!

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