ThemaManagement

alles zum Thema

Mobile Computing: Die besten Programme für das Überall-Büro - Seite 2

Mobile Computing: Die besten Programme für das Überall-Büro

2

Und für die junge Generation, die ganz selbstverständlich Online-Freundschaften pflegt, hat Microsoft kürzlich eine Facebook-Version seiner Office-Programme kreiert. Damit können die Mitglieder des sozialen Netzwerks gemeinsam an Texten, Reisekostentabellen oder Seminarfolien arbeiten und sich dabei per Direktnachricht oder Online-Chat unterhalten.

Im Internet findet man mittlerweile webbasierte Kollaborationssoftware für nahezu alle Aufgaben kreativer Büroarbeiter: Mit Mind-Mapping-Tools wie Webspiration oder Gliffy können zum Beispiel Werbefilmer ihre Ideen in bunten Kästchen und Symbolen festhalten und dann grafisch sortieren und strukturieren.

Es gibt sogar Portale, die sich eigens auf die Bewertung von Dokumenten spezialisiert haben, zum Beispiel Cozimo oder Octopz. Dort können Medienbüros, Architekten und andere Kreative ihre Texte, Grafiken oder Videos ihrem Auftraggeber zur Freigabe vorlegen. Der wiederum kann Kommentare in die Bilder kritzeln oder Verbesserungsvorschläge danebenschreiben.

Wer es strukturierter mag, sollte sich Projektmanagement-Portale wie Basecamp oder 5pm ansehen. Hier können Teamarbeiter gemeinsam Termine planen, Zeitpläne entwerfen und Arbeitsabläufe für ganze Projekte organisieren. Und weil sich niemand alle Namen von entfernten Kollegen oder Geschäftspartnern merken kann, sind manche Online-Projektplaner wie Colaab oder Grouply nach dem Muster sozialer Netze wie Facebook aufgebaut. So sieht man gleich am Profilfoto, mit wem man es zu tun hat, und kann in manchem Nutzerprofil auch Lebenslauf und Arbeitsschwerpunkte nachschlagen.

Manche der Programme, die inzwischen in Büros, Internet-Cafés und Flughafen-Wartehallen ganz selbstverständlich genutzt werden, kosteten noch vor wenigen Jahren mehrere Tausend Euro. Dank neuer Leasing-Bezahlmodelle sind sie nun selbst für Ein-Mann-Betriebe erschwinglich geworden. Ein Firmen-Abo der Software „Netviewer meet“ zum Beispiel kostet pro Monat 29,90 Euro.

Das Web-Konferenz-Programm des Karlsruher Anbieters Netviewer ist eine sogenannte Software-as-a-Service-Lösung, heißt: Bezahlt wird im Abo, und die Software wird über den Internet-Browser auf den Bildschirm geladen. Der Vorteil: Um Kollegen oder Kunden in ein Web-Meeting einzuladen, braucht man nur einen Link per E-Mail zu verschicken. „Web-Konferenzen können Sie ad hoc und von überall her starten“, sagt Jörg Mayer, Vorstand von Netviewer, „und keiner der eingeladenen Teilnehmer muss vorab Software installiert haben.“

Web-Konferenzen sind die Tausendsassas unter den Kollaborations-Programmen: Präsentieren, chatten, telefonieren, sich im Live-Video begegnen, fremde Dokumente kommentieren und Umfragen starten — das alles läuft hier gleichzeitig und auf Wunsch mit Hunderten Teilnehmern. Architekten laden mit dieser Technik ihre Kunden zum Studieren ihrer Entwürfe ein, Vorstände treffen sich auf dem Bildschirm statt in teuren Hotels, und Techniker warten per Ferndiagnose Maschinen.

Arbeitsplatz in Südafrika

Die Nutzerzahlen von Netviewer, Spreed & Co. wachsen so schnell, dass laut Prognose des US-Marktforschungsunternehmens Forrester im Jahr 2013 schon 77 Prozent aller Unternehmen in Europa und den USA damit arbeiten werden. „Pro Monat laufen inzwischen eine Milliarde Minuten an Web-Konferenzen über unsere Server“, sagt Peer Stemmler, Deutschland-Chef des amerikanischen Anbieters Cisco Webex.

Die Zukunft, sagen IT-Experten übereinstimmend, wird noch viel mehr Online-Kollaboration erleben. Konferenz-Tools werden mit sogenannter Unified-Communications-Software verschmelzen, die Telefon, Fax oder Instant Messaging bündelt und verwaltet. Wie beim Telefonprogramm Skype wird man dann auf jedem Telefon sehen können, ob Kollegen gerade erreichbar sind und wenn ja, wie.

„Unsere Mitarbeiter können einfach nicht mehr gebunden sein an das alte Posteingangs-Körbchen im Büro“, sagt Markus Rentsch, Leiter Infrastruktur und Kommunikation bei dem Schweizer IT-Unternehmen „Die Software“. Viele seiner Kollegen arbeiten von unterwegs, aus dem Homeoffice in der Schweiz oder sogar aus Südafrika. Über die Jahre hat das mittelständische Unternehmen sich eine Kommunikationslösung aufgebaut, mit der das alles möglich ist – dank einer Voice-over-IP-Anlage und spezieller Software, die alle wichtigen Kommunikationskanäle zusammenführt und via Internet zugänglich macht.

Der kleine Nachteil: Im Überall-Büro muss jeder Mitarbeiter seinen Kaffee selbst kochen.

Zu diesem Artikel
5 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 02.12.2011, 13:45 UhrAnonymer Benutzer: Indrek

    Ganttic ( http://www.ganttic.com/de )ist einfaches und effektives Werkzeug

  • 13.07.2010, 14:24 UhrAnonymer Benutzer: Heiko Webers, Werkstatt42 Projektmanagement

    Ein Tool aus dem deutschen Markt zum Online Projektmanagement ist die Online Groupware Werkstatt42 (www.werkstatt42.de). Damit lässt sich die Kommunikation in Teams verbessern und effizienter als per E-Mail zusammenarbeiten.

  • 25.06.2010, 13:22 UhrAnonymer Benutzer: Constantin, Mikogo Desktop Sharing

    Ein weiteres Online Collaboration Tool ist das plattformunabhängige Desktop Sharing Tool Mikogo. Hiermit kann neben Webkonferenzen auch Fernwartung betrieben werden. Mikogo ist für private und kommerzielle Nutzung kostenlos und kann auf PC und Mac verwendet werden. Mehr infos auf: http://www.mikogo.de/

Alle Kommentare lesen

Blogs

Green Economy: Die Illusion der Retter
Green Economy: Die Illusion der Retter

Es ist wieder soweit: mit Rio Plus 20 steht ein neuer Umweltgipfel der Superlative bevor. Dabei wissen wir längst, dass...

weitere Fotostrecken

Das Aktuelle Heft

Wirtschaftswoche

WirtschaftsWoche 21 vom 21.05.2012

iTunes Vorschau - WirtschaftsWoche