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Mobile Daten: Plädoyer für hohe Roaming-Kosten

von Manuel Reinhard Quelle: Netzwertig.com

Datentarife sind bei Reisen ins Ausland um ein vielfaches höher als zu Hause. Dies hat durchaus seine guten Seiten.

iPad-User auf einer Konferenz Quelle: dpa
Bei einem geschäftlichen Auslandsaufenthalt sind Roaming-Kosten nebensächlich. Der Kostenanteil, welcher für den Internetzugang draufgeht, ist ohnehin nur ein kleiner Teil Quelle: dpa

Es ist für die klassischen Medien jedes Jahr ein gefundenes Fressen, um ein paar Sommerlöcher füllen zu können: Artikel rund um Roaming-Tarife von mobilen Daten in der Urlaubszeit. Die einen klagen, die anderen versuchen Tipps zur Kosteneinsparung zu geben. Die Preise sinken zwar, jedoch nur langsam. EU-intern sind 84 Cent pro Megabyte die neue Höchstgrenze. Wer in der Schweiz beim grössten Provider Swisscom ein Privatkunden-Abo besitzt, bezahlt bei einer Reise nach Deutschland aktuell bis zu 1,16 Euro pro Megabyte. Persönlich finde ich diese hohen Preise toll. Ich hoffe ganz ehrlich, dass dies noch möglichst lange so bleiben wird. Bevor ihr mich für verrückt erklärt, lasst mich erklären, weshalb ich dies so sehe.

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Pünktlich zum Urlaubsstart am 1. Juli wird es für Verbraucher günstiger, in anderen EU-Ländern mit dem Handy zu telefonieren, SMS zu verschicken oder im Internet zu surfen. Die sogenannten Roaming-Gebühren werden stufenweise sinken. Ein Überblick über die wichtigsten Änderungen.

Bild: obs

Roaming-Kosten im Business: Peanuts!

Es gibt zwei Gründe, weshalb sich jemand im Ausland aufhält: Entweder ist dies geschäftlicher Natur, zum Beispiel für Meetings oder Konferenzen, oder dann privat für Urlaub, Verwandtenbesuche und so weiter.

Bei einem geschäftlichen Auslandsaufenthalt sind Roaming-Kosten nebensächlich. Man befindet sich ohnehin oft in Räumlichkeiten, welche über Internetzugang per WiFi verfügen: Hotelzimmer, Konferenzräume, Sitzungszimmer, Flughafengebäude. Der Kostenanteil, welcher für den Internetzugang draufgeht, ist ohnehin nur ein kleiner Teil einer solchen Reise – auch bei anfallenden Roaming-Kosten. Diese Auslagen müssen im Voraus einbudgetiert werden und stellen dann kein Problem dar.

Wer nun denkt, sein Startup oder sonstiges Geschäft könnte sich im Ausland besser verkaufen oder dieser Markt könnte gar erst erobert werden, wenn denn die Preise für die Datenübertragung tiefer wären, macht ohnehin Denkfehler. Wenn das Produkt, das Geschäftsmodell und das ganze Drumherum stimmen, klappt’s auch so mit dem Business. Und wenn nicht, scheitert’s nicht am Roaming sondern es stehen viel mehr grössere Aufgaben an, um die man sich zuerst im Heimat-Quartier kümmern sollte.

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