Mobile Money: T-Mobile USA bietet mobiles Bezahlen an

Mobile Money: T-Mobile USA bietet mobiles Bezahlen an

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T-Mobile US steigt ins mobile Bankgeschäft ein.

Die Neuaufstellung und aggressive Kunden-Werbung machen sich bezahlt: T-Mobile US hat im vergangenen Quartal so viele Kunden gewonnen wie seit Jahren nicht mehr. Mit mobilen Bankdienstleistungen sollen noch mehr Kunden an das Unternehmen gebunden werden.

T-Mobile US schnappt den größeren amerikanischen Mobilfunkanbietern durch neue Tarife und ein verbessertes Netz zunehmend Kunden weg. Die Tochter der Deutschen Telekom konnte im vierten Quartal 1,6 Millionen Nutzer hinzugewinnen. Mehr als die Hälfte davon waren Kunden mit Zeitverträgen, die als besonders einträglich für die Anbieter gelten. Dies sei der höchste Zuwachs seit acht Jahren, erklärte T-Mobile US. „Wir haben bei den Kunden wirklich einen Nerv getroffen“, sagte Firmenchef John Legere. Die Neuaufstellung des Unternehmens habe die ganze Branche auf den Kopf gestellt. Über Jahre hatte T-Mobile in den USA Millionen von Kunden verloren, die Suche nach einem Käufer blieb ergebnislos.

T-Mobile US war im Mai mit dem Wettbewerber MetroPCS fusioniert, um Löcher im Netz zu stopfen und besser mit den größeren Mobilfunkanbietern konkurrieren zu können. Seitdem buhlt die Telekom-Tochter mit neuen, vereinfachten Tarifen aggressiv um Kunden. Das Unternehmen hat die sonst üblichen Zuschüsse beim Handykauf abgeschafft und im Gegenzug die Gebühren gesenkt. Der neueste Clou von T-Mobile heißt Mobile Money. Der neue Dienst soll den US-Kunden helfen, die bei den Banken üblichen Scheckgebühren zu umgehen. In den USA sind Schecks nämlich immer noch ein übliches Zahlungsmittel - an dem die Kreditinstitute kräftig mitverdienen. Mit Mobile Money können Schecks fotografiert und in elektronische Guthaben verwandelt werden.

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T-Mobile US nimmt weiterhin viel Geld in die Hand, um seine Nutzerzahl zu vergrößern. So kündigte Firmenchef Legere auf der CES in Las Vegas an, dass sein Unternehmen zum Beispiel die Strafzahlungen übernimmt, wenn ein Kunde seinen Vertrag bei einem Konkurrenten vorzeitig kündigt. Die Werbeaktion ist eine Antwort auf ähnliche Werbeangebote von AT&T, die in der vergangenen Woche ebenfalls aggressiv auf Kundenfang ging. Mit dem Unternehmen liefert sich T-Mobile geradezu eine Abwerbeschlacht um neue Kunden.

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Parallel erweitert T-Mobile US die Reichweite und Geschwindigkeit seines Netzes. Dazu hat das Unternehmen gerade erst den Kauf von Funkfrequenzen vom Marktführer Verizon Wireless bekanntgegeben. Das LTE-Netz von T-Mobile US sei mittlerweile das schnellste im Land, versicherte Legere unter Berufung auf Tests.

Die Deutsche Telekom hatte lange versucht, ihre Tochter zu verkaufen. Im Jahr 2011 war eine Übernahme durch AT&T gescheitert. Die Wettbewerbshüter im Land hatten das Geschäft untersagt, weil sie steigende Preise fürchteten. Zuletzt war eine Übernahme durch den US-Konzern Sprint im Gespräch. T-Mobile US ist inzwischen selbst an der Börse notiert. Die Telekom hält nach der Fusion mit MetroPCS aktuell 67,5 Prozent der Anteile an T-Mobile US.

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