Mobiles Internet : Großstädte versagen bei schnellem Internet

Mobiles Internet : Großstädte versagen bei schnellem Internet

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Obwohl immer mehr Menschen Smartphones benutzen, sind die Mobilfunk-Netze in Metropolen schlecht.

Immer mehr Menschen haben Smartphones und nutzen unterwegs mobiles Internet. Jetzt hat sich herausgestellt: Weltstädte wie New York und London können in Sachen Internetgeschwindigkeit aber nicht mithalten.

In Kopenhagen, Oslo und Seoul können Smartphone-Besitzer entspannt und schnell im Internet surfen. Die Städte gehören zu den schnellsten, wenn es um mobiles Internet und das Streamen von Videos geht. Anders sieht es da bei den Metropolen London, New York und Tokio aus, berichtet die "Welt": Die Großstädte liegen im Vergleich weit hinten, sie schaffen es nicht ihre Smartphone-Nutzer mit schnellem, mobilen Internet zu versorgen. Und das, obwohl 85 Prozent der Weltbevölkerung in Gebieten mit Mobilfunkempfang leben.

Das schwedische Telekommunikationsunternehmen Ericsson hat in seinem Mobility Report festgestellt, dass besonders Video-Streams auf Smartphones oder Tablet-PCs in vielen Metropolen gar nicht, oder nur langsam funktioniert. Nur in drei von 17 untersuchten Großstädten in Asien, Nord- und Südamerika, Afrika und Europa konnten Smartphone-Nutzer mit problemlos Videos aus dem Internet angucken. Deutsche Städte wurden dabei nicht getestet. Die letzten Plätze in dem Ranking belegen Delhi, Sao Paulo, Moskau, Peking, Kairo und Shanghai. In diesen Städten wurden mit 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit weniger als 100 Kilobit pro Sekunde erreicht, was nicht einmal mehr für das Streamen von Musik ausreicht.

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Und das, obwohl immer mehr Menschen ein internetfähiges Handy nutzen. "Die Smartphone-Verbreitung verläuft phänomenal schnell", heißt es bei Ericsson. "Es hat über fünf Jahre gedauert, bis eine Milliarde Menschen Smartphones benutzten. Bis die Grenze von zwei Milliarden erreicht wird, werden keine zwei Jahre vergangen sein. Bis zum Jahr 2019 wird sich die Anzahl der Smartphone-Nutzer verdreifachen."

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Ericsson hat vorausgesagt, dass es bis 2019 etwa 55 Prozent mehr Video-Verkehr in den Netzen geben wird. Das bedeutet auch, dass die Weltstädte aufholen und ihr mobiles Internet verbessern müssen. Die Studie legt offen, dass Nutzer von mobilem Internet heute rund 600 Megabyte monatlich verbrauchen. Ende 2019 sollen es bereits 2,2 Gigabyte sein. Außerdem soll die Zahl der mobilen Anschlüsse enorm steigen.

Während es heute 6,6 Milliarden Anschlüsse sind, soll es 2019 schon 9,3 Milliarden Anschlüsse geben. Grund dafür sind die sinkenden Preise. Nach Angaben der "Welt" sind die Smartphone-Preise in Asien bereits auf unter 100 Dollar gefallen.

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