Kommentare zu: Wie das überall verfügbare Internet unseren Alltag verändert

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4 Kommentare
  • 30.04.2009, 14:03 UhrAnonymer Benutzer: Gero B.

    Viel Licht und noch mehr Schatten, das ist meine bilanz der neuen Möglichkeiten.
    Manchmal kommt es einem vor wie eine fantastische bibliothek, welche sich hinter einem alten Schuppen entdecken ließ und während man anfängt zu lesen, regnen permanent belästigenden Prospekte über einen herein. Das Ergebnis ist dann letztlich oft schlechter als es mit einem einbändigen brockhaus von 1965 zu erreichen gewesen wäre.
    Man muss sich schon permanent selbst disziplinieren und Strukturen - auch die der Zurückhaltung - einführen und halten um da nicht zu versinken, denn Multitasking ist nach meinen Erfahrungen in der bilanz Selbstbetrug. Wer jede Mail sofort beantwortet schafft sich damit Monster welche ihn von den eigentlichen Zielen und jeder Effizienz wegtragen müssen.
    Ein hier aktive und funktionell eingreifender Algorithmus fehlt mir hier immer noch - zumindest was die schönen neue Welt betrifft. Mein Verstand als Korrektiv hingegen lässt sich von den Angeboten zum Glück immer nur kurzzeitig beeindrucken.

  • 30.04.2009, 17:10 UhrAnonymer Benutzer: meisenkayser

    Die Story vom boom der mobilen internetanwendungen hören wir jetzt seit dem Jahr 2000. Passiert ist jedoch nicht viel. Jedenfalls ist es den Teclos nicht gelungen, in den vergangenen neun Jahren Dienste zu entwickeln, die wirklich einen Massenmarkt begeistert haben. Die UMTS-Milliarden sind längst abgeschrieben, bezahlt hat es der Verbraucher. Auch die zukünftige Nutzung wird sich in erster Linie auf den mobilen Download von Daten bzw. das Synchronisieren von Emails beschränken.

  • 05.05.2009, 18:41 UhrAnonymer Benutzer: Nicole

    @meisenkayser

    Fakt ist aber, dass im Jahr 2000 die Technik einfach noch lange nicht auf dem Niveau von heute war. im Jahr 2009 können mittlerweile zum Teil ähnlich schnelle Datenübertragungsraten ermöglicht werden wir mit stationärem internet. Soll heißen: Die Übertragungstechniken und auch die mobiles Endgeräte ermöglichen heute eine umfassende Nutzung von mobiles Anwendungen. Jetzt müssen nur noch die innovativen ideen für Applikationen folgen, um das Mobile Web auf den Massenmarkt zu führen.

    Ständig neue Nachrichtem zum Thema mobiles internet gibt es übrigens hier: www.surfstickblog.de

  • 10.06.2009, 17:42 UhrAnonymer Benutzer: Nils

    ich bin ja selber Softwareentwickler und eher technisch begeistert (benutze mein Handy aber ausschließlich zum Telefonieren), aber was uns da einige Firmen als "mobiles internet" verkaufen wollen, kann einem schon Angst und bange werden lassen. Wenn man sich's recht ansieht, dann merkt man, dass es dabei hauptsächlich um das "beschallen" des Nutzers mit Werbung geht. Es nennt sich dann "Location based Services" wenn man, so die Vorstellung der "Visionäre", an jeder Ecke mit irgendwelchen Werbebotschaften zugedröhnt wird. in dem Supermarkt da drüben gibt's günstige Eier, das Cafe dort an der Ecke könnte ihnen gefallen, usw., usf. irgendwann kommt da wirklich die Frage auf, ob die Technik mir gehorcht und von mir gesteuert wird, oder ob ich der technik gehorche und von ihr gesteuert werde. Und zweiteres halte ich für ziemlich gefährlich!

    Die Frage ist auch, was man eigentlich im Rahmen solcher "Location based Services" überhaupt empfohlen bekäme. Der, der denkt dass es dabei wirklich nach den eigenen interessen geht, könnte als naiv eingestuft werden, in der Realität wird man wohl Empfehlungen von Firmen erhalten, die am meisten Geld dafür bezahlt haben, dass sie gerade jetzt an einen benutzer mit diesen und jenen interessen empfohlen werden. Schwupps wäre man der perfekte Roboter, ferngesteuert von der Werbeindustrie.

    ich sag's Euch ehrlich: ich bin sicherlich schon länger "online" als die meisten anderen, aber sowas brauche ich nicht. ich brauche keine Maschine, die ständig zu wissen meint, was ich gerade will und mich mit entsprechenden "botschaften" voll müllt. ich muss nicht wissen, dass mein Kumpel Kalle gerade im Park mit seinem Dackel Waldi Gassi geht und mein Kumpel Ralf gerade auf'm Lokus sitzt. ich denke, diesen "information Overflow" will in der Realität keiner wirklich, und so wird das "mobile internet", welches im Moment so gehypt wird, im Endeffekt deutlich weniger erfolgreich als der hype vermuten lassen könnte.

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