Mobilfunk: Das Ende der teuren SMS

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Immer weniger SMS: Die Netzbetreiber können nur mit Kreativität dagegen steuern

Noch vor Kurzem war die SMS eine Einnahmequelle, auf die sich Netzbetreiber verlassen konnten. Doch seitdem sich die Nutzer zunehmend SMS über IP-basierte Dienste und Smarphone-Apps zuschicken, ist damit Schluss. Experten beziffern die Verluste bei 13,9 Milliaren Euro.

In Finnland ist es bereits passiert, auch in Hongkong. Dort gingen zur Weihnachtszeit die Zahl der versendeten SMS deutlich zurück. In Finnland wurden demnach 8,5 Millionen SMS an Heiligabend verschickt - 2010 waren es noch 10,9 Millionen. Auch in Hongkong verschickten die Mobilfunknutzer gleich 14 Prozent weniger SMS an den Weihnachtstagen 2011. In beiden Fällen war der Grund: die IP-basierten SMS-Dienste über Breitband sowie die intensive Nutzung von Social-Media-Text-Diensten.

Neues Kommunikationsverhalten

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Dieses veränderte Kommunikationsverhalten hat Folgen für die Netzbetreiber. Nach Schätzungen des britischen Technologieanalysten Ovum kostete sie das im Jahr 2011 bis zu 13,9 Milliarden Dollar, die ihnen durch nicht gesendete SMS entwischt worden sind. Noch ein Jahr davor lag dieser Betrag bei 8,7 Milliarden Dollar.

"Social Messaging hat den traditionellen Kurznachrichtendienst verändert und die Betreiber und ihre Umsätze werden in diesem Bereich zunehmenden unter geraten", sagte eine der Autoren der Ovum-Studie.

Auch in Deutschland dürften die Dienstanbieter durch neue Apps und Social-Messaging an Marktanteil einbüßen. Allerdings wurden noch im vorigen Jahr nach Angaben des Verbandes der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) und Dialog Consult in Deutschland noch 116,9 Millionen SMS pro Tag verschickt. Im Jahr 2010 waren es noch satte 111,8 Millionen SMS.

Die Autorin der Studie räumt den Netzbetreibern trotz der SMS-Hiobsbotschaften Chancen ein, dass sie die Herausforderung meistern werden. "Der Druck wird die Telekommunikationsunternehmen dazu zwingen, alternative Einkommensquellen auszumachen. Sie sind dazu in einer guten Lage, da sie Nachrichten ihrer Kunden und seine Daten kontrollieren können. Eine mögliche Einnahmequelle könnte das Breitbandangebot darstellen."

(maz)

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