Mode-Artikel: Apple Watch wird ausgeliefert

Mode-Artikel: Apple Watch wird ausgeliefert

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Die Apple Watch, gezeigt auf einem Apple-Event in San Francisco.

Nach dem monatelangen Hype wird die Apple Watch ab Freitag ausgeliefert. In den Apple Stores kann man die Watch hingegen vorerst nicht mitnehmen. Dafür werden kleine Edelboutiquen zur Anlaufstelle der Apple-Fans.

Für die Computeruhr Apple Watch hat am Freitag der Alltagstest begonnen. Erste Käufer bekommen ihre Geräte per Post zugeschickt. Der gewohnte große Produktstart mit Schlangen vor den Apple Stores bleibt hingegen diesmal aus. Die Uhr wird voraussichtlich auch den ganzen Mai nicht direkt in Apples Geschäften zu kaufen sein.

Bis dahin kann man sie lediglich online bestellen. Auch hier werden Wartezeiten bis Juni angezeigt. Zugleich wurden aber bereits am Freitag Uhren in wenigen ausgewählten Modeboutiquen großer Hauptstädte verkauft. In Berlin bildete sich schon am frühen Morgen eine lange Schlange vor dem Geschäft „The Corner“.

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Das sind Apples fünf größte Konkurrenten

  • Apple

    Kaum eine Smartwatch wird wohl so sehr erwartet wie die Uhr von Apple. Das Gerät soll nicht nur mehr Funktionen bieten, sondern auch leichter und flacher sein als die Modelle der Konkurrenz. Was genau in der Datenuhr stecken wird, ist aber zu großen Teilen noch unklar. Die Erwartungen sind trotzdem enorm: Für dieses Jahr werden 15 Millionen verkaufte Apple Watches erwartet.

    (Quelle: Smartwatch Group)

  • Samsung

    Samsung ist einer von Apples größten Konkurrenten, nicht nur auf dem Gebiet der Datenuhren. Der südkoreanische Konzern ist laut Smartwatch Group zurzeit führend im Segment mit einem Marktanteil von rund 25 Prozent. Samsung brachte bereits 1999 eine intelligente Uhr auf den Markt, war damals aber seiner Zeit voraus. Heute verkauft der Konzern die „Galaxy Gear“-Reihe, von der im vergangenen Jahr gleich fünf neue Modelle an den Start gingen. Etwa 1,2 Millionen Exemplare konnte Samsung davon 2014 absetzen.

    Quelle: Smartwatch Group

  • LG

    LG setzt sowohl auf Fitness-Armbänder als auch auf Luxus-Modelle: Anfang 2014 kam das Lifeband Touch auf den Markt, das unter anderem die Schrittzahl und verbrannte Kalorien des Trägers anzeigt. Als Antwort auf die Apple Watch soll in diesem Jahr die LG Watch Urbane folgen, die vom Design an herkömmliche Uhren angelehnt ist. Im vergangenen Jahr verkaufte LG 420.000 Smartwatches und hat damit einen Marktanteil von etwa sieben Prozent.

  • Lenovo/Motorola

    Motorola-Uhren machten im vergangenen Jahr vor allem durch ihr Design auf sich aufmerksam: Die Ende 2014 erschienene Moto 360 ist eine der ersten Smartwatches, die ein rundes Display hat und auch mit einem Metall-Armband erhältlich ist. Das Gerät läuft mit Android Wear, dem Smartwatch-Betriebssystem von Google. Motorola hatte mit 10 Prozent den zweitgrößten Anteil am Smartwatch-Markt im vergangenen Jahr.

  • Pebble

    Der Erfolg des Herstellers Pebble ist bemerkenswert: 2012 mithilfe von Crowdfunding finanziert, hat sich der Konzern des Kanadiers Eric Migicovsky mit einem Marktanteil von sieben Prozent auf dem Markt etabliert. Für seine neue Uhr „Pebble Time“ sammelt der Konzern zurzeit wieder Spenden auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter ein: Bereits am ersten Tag unterstützen 40.000 Menschen Pebble mit acht Millionen Euro und kriegen das neue Gerät nun als erste Kunden zugestellt. Der Vorteil der Pebble-Uhren: Sie sind leicht zu bedienen und haben eine längere Batterie-Laufzeit als die Modelle der Konkurrenz.

  • Garmin

    Der Schweizer Hersteller Garmin liefert Smartwatches für Freizeitaktivitäten: Seine Zielgruppe sind unter anderem Läufer, Piloten und Golfer, für die Garmin maßgeschneiderte Uhren herstellt. Unter anderem bieten die Smartwatches ein GPS-System, einen Kompass und ein Altimeter. 2014 verkaufte Garmin 400.000 Uhren und hat einen Marktanteil von sieben Prozent.

Es ist der erste Vorstoß von Apple in eine neue Produktkategorie seit dem Start des iPad-Tablets im Frühjahr 2010. Marktforscher trauen dem iPhone-Konzern zu, die bisherigen Verkäufe der Konkurrenz im Geschäft mit Computeruhren schnell zu übertreffen.

Apple vermarktet die Watch mehr denn je auch als Mode-Artikel. Die günstigste Sport-Variante kostet 399 Euro. Und die Preise für die goldene Edition-Version starten - bei gleicher Technik - bei 11.000 Euro. In den vergangenen Wochen ließen sich Prominente wie die Musiker Beyoncé oder Pharrell Williams oder Designer Karl Lagerfeld mit der Apple-Uhr am Handgelenk blicken.

Bislang ist unklar, ob die langen Wartezeiten von einem überragenden Interesse, Produktions-Engpässen oder einer Kombination von beiden Phänomenen zeugen. Apple nannte seit dem Start der Vorbestellungen am 10. April keine Verkaufszahlen. Auch ob es solche Angaben überhaupt geben wird, ist offen. Der Konzern kündigte bereits an, dass die Zahlen zur Uhr in der Rubrik „sonstiges Geschäft“ versteckt sein werden. Man wolle der Konkurrenz keine Hinweise geben, hieß es.

Das Analysehaus IHS rechnet damit, dass Apple in diesem Jahr 19 Millionen Uhren verkaufen wird. Das werde dem Konzern einen Anteil von 56 Prozent am Smartwatch-Geschäft geben, prognostizierte IHS-Analyst Antonios Maroulis. Er rechnet damit, dass mit wachsender Konkurrenz der Marktanteil zum Jahr 2020 auf 38 Prozent sinken werde.

Zum Start der Uhr sind bereits mehr als 2300 Apps für die Uhr verfügbar. In den vergangenen Wochen erweiterten alle möglichen Anbieter ihre Anwendungen um Watch-Funktionen. Es gibt Apps für Fitness, Wetter, Notizen, Nachrichten, Restaurant-Reservierungen oder die Anzeige von Reise-Informationen.

Solche Anwendungen laufen dabei nicht auf der Uhr selbst, sondern auf dem gekoppelten iPhone des Nutzers. Die Watch braucht - im Gegensatz zu einigen Konkurrenzmodellen - das iPhone, um sich mit dem Internet zu verbinden.

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Mit der Uhr kann man Telefon-Anrufe annehmen und starten, sich Routen-Anweisungen anzeigen lassen und in den USA auch über den Dienst Apple Pay in Geschäften bezahlen. Mit dem breiten Start kommt auch der Härtetest für Apples Versprechen, dass die Batterie der Watch den ganzen Tag durchhalten soll.

Der bisherige Smartwatch-Marktführer Samsung kündigte am Freitag durch die Hintertür die nächste Generation seiner Serie Gear an. Der südkoreanische Konzern gewährte Software-Programmierern Zugang zur Entwicklungs-Plattform für ein anstehendes neues Modell mit einem runden Display.

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