Musikbranche: Vom Piraten zum Marktführer

Musikbranche: Vom Piraten zum Marktführer

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Von der ehemals illegalen Tauschbörse zum Marktführer - Napster hat sich gemacht

Die Filmbranche will mit aller Macht Piraten stoppen, die Musikbranche setzt dagegen auf legale Alternativen - die Strategie zeigt erste Erfolge.

Napster war lange das größte Feindbild der Musikindustrie: 1998 startete die Tauschbörse und vernetzte weltweit rund 80 Millionen Nutzer, die via Peer to Peer ihre MP3s miteinander teilten. Bis zu zwei Milliarden Songs wechselten so den Besitzer - bei den Labels blieb kein Pfennig hängen. Die Recording Industry Association of America (RIAA) klagte und verlangte die Abschaltung der Server - was nach einigem Hin und Her auch geschah. Heute ist Napster legal - und hat sich den Kampf gegen die Piraterie auf die Fahnen geschrieben.

Zuletzt gehörte Napster der US-Elektronikkette Best Buy, wurde dann jedoch von Rhapsody übernommen - einer der größten Musikplattformen im Netz. Jetzt kündigte Rhapsody auch die Übernahme der europäischen Napster-Ableger an und will so auch in Deutschland durchstarten.

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Die Seite bietet MP3s zum Kauf, vor allem aber kann man sich die Musik direkt im Netz anhören. Streaming heißt die Technologie, die derzeit die Branche elektrisiert. Gegen eine Abogebühr von einigen Euro im Monat haben die Nutzer dabei Zugriff auf einen Musikkatalog mit Millionen von Stücken.

Das Modell ist beliebt und so drängeln plötzlich zahlreiche Anbieter auf den deutschen Markt: Nachdem im Dezember die Streaming-Dienste Rara und Deezer in Deutschland gestartet sind, wirbt jetzt auch Konkurrent Rdio um deutsche Zuhörer.

"Wir bieten Musik, die so einfach zu nutzen ist wie eine CD", sagt Rara-Chef Rob Lewis. "Jeder, der einen Internet-Browser nutzen kann, kann Rara.com bedienen. Unser Angebot haben wir sogar an Omas getestet."

Illustre Pläne von Kim Dotcom

Sogar der kürzlich festgenommene Kim Schmitz soll einen legalen Musikstreamingdienst geplant haben. Bevor das FBI Megaupload dicht gemacht hat, erschien im Dezember ein Video, in dem US-Rapper wie Kanye West und P. Diddy sein Unternehmen lobten. Mit einem Teil dieser US-Größen, sowie seinem angeblichen CEO, dem Rapper und Ehemann von Sängerin Alicia Keys, Swizz Beatz, soll er den Dienst Megabox geplant haben. Musiker sollten dort ihre Songs den Kunden per Stream anbieten können und anders als bei anderen Diensten 90 Prozent der Einnahmen behalten könnten.
Wie viel da dran ist, lässt sich im Nachhinein nicht mehr feststellen. Gerade, da bei Kim Schmitz' Unternehmen allgemein einiges im Dunkeln liegt. So soll Beatz, der einer der einflussreichsten Produzenten in den USA ist, einige Wochen vor der Schließung sogar zum Chef von Megaupload geworden sein. Die beteiligten Anwälte erklären jedoch, es habe erst lose Gespräche mit Beatz – bürgerlich Kasseem Dean - gegeben. Laut amerikanischen Medienberichten wird Beatz dennoch vom FBI verhört.

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