Musikdienst: Google attackiert iTunes

Musikdienst: Google attackiert iTunes

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Auch visuell ansprechend, die neue Musikplattform Google Music.

von Ben Schwan

Der Suchmaschinenriese Google hat einen neuen Online-Musikladen eröffnet. Der soll Apples bislang kaum zu schlagenden iTunes Store Konkurrenz machen - mit kostenlosen Cloud-Funktionen und der Möglichkeit, Songs im sozialen Netzwerk Google+ mit Freunden zu teilen.

Eigentlich hatte Google ja schon ein Musikangebot. Doch das, was der Internet-Gigant da im vergangenen Mai für den US-Markt vorgestellt hatte, war kaum der Rede wert: "Music Beta" bot nur die Möglichkeit, einzelne Songs - immerhin bis zu 20.000 - vom eigenen Rechner aus ins Internet hochzuladen, um sie dann mit verschiedenen Geräten wie Smartphones oder Büro-PCs unterwegs abzuhören. Das dauerte beim Upload eine kleine Ewigkeit und war dank eher komplizierter Software auch nicht besonders bequem.

Nun soll alles besser werden: Gestern Abend deutscher Zeit stellte Jamie Rosenberg, seines Zeichens "Director Digital Content" bei dem Netzkonzern, in Los Angeles das neue Google Music vor. Es trägt nicht mehr den Testaufkleber "Beta" und kommt künftig mit einem eigenen Online-Musikladen. Immerhin 8 Millionen Stücke will Google darüber an Mann und Frau bringen - zu den üblichen Preisen zwischen 99 US-Cent und 1 Dollar 29. Kopierschutzfreie MP3-Dateien werden offeriert. Die Datenrate beträgt 320 Kilobit pro Sekunde, was sich klanglich positiv auswirken soll. Verträge wurden mit den drei Großplattenfirmen EMI, Universal und Sony geschlossen sowie mit einer vierstelligen Anzahl an unabhängigen Labels. Weitere fünf Millionen Titel sollen in den nächsten Monaten folgen.

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Musik aus der Cloud

Das Hochladeangebot besitzt Google Music auch weiterhin und es kostet nichts. Wer einen Zugang bei dem Dienst registriert, kann noch immer seine Tonsammlung in Googles Server-Wolke packen. Das Upload-Problem hat Google jedoch nicht gelöst - im Gegensatz zu Marktführer Apple. Dessen am Montag gestartetes Konkurrenzangebot "iTunes Match" erlaubt es, bis zu 25.000 Songs auf bis zu zehn Geräten (iPhones, iPods, iPads sowie Macs und PCs mit iTunes-Software) via Cloud-Verbindung vorzuhalten. Dabei werden nur die Titel aus der persönlichen Musiksammlung langwierig ins Netz gehievt, die Apple nicht sowieso schon in seinem iTunes-Angebot von immerhin 20 Millionen Titel hat. Hauptnachteil des ebenso wie Google Music nur in den USA verfügbaren Dienstes: Er kostet 25 Dollar im Jahr. Dafür kann man aber auch seine gesamte Musiksammlung nutzen, egal ob die Titel nun von CD gerippt wurden oder brav bei iTunes gekauft. Apple macht da keinen Unterschied, gibt zudem 256 Kilobit-Versionen aus, was den Klang oft verbessern dürfte.

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