Nach dem Vine-Start : Wie geht es mit Twitter weiter?

Nach dem Vine-Start : Wie geht es mit Twitter weiter?

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Nicht börsennotiert, aber bei Anleger dennoch beliebt: Der Kurznachrichtendienst Twitter.

von Franziska Bluhm

Vergangene Woche startete Twitter mit Vine seinen eigenen Videodienst. Vine hat zumindest schon mal geschafft, den seltsamen Abgrenzungsstreit mit Facebook zu befeuern. Offenbar keine schlechte Strategie, um Begehrlichkeiten zu wecken: Der Kurznachrichtendienst wird mittlerweile mit neun Milliarden Euro bewertet.

Es hat nur wenige Monate gedauert, dann erblickte Vine das Licht der Öffentlichkeit. Im Oktober 2012 hat der Kurznachrichtendienst das Start-up Vine gekauft, seit Freitag steht die App zumindest schon mal im Apple-Store zum Download bereit.

Vine ist ein Videodienst, mit dem kurze Videos - sechs Sekunden lang - aufgezeichnet und geteilt werden können. Bisher ist Vine nur auf iOS verfügbar, ob und wann die App auch auf Android verfügbar sein soll, ist bisher nicht bekannt. Die Bedienung ist sehr einfach: Um die Aufnahme zu starten, muss der User den Bildschirm berühren, lässt er ihn wieder los, stoppt die Aufnahme. Erst beim erneuten Berühren des Bildschirms wird weitergefilmt. Der Ton wird ebenfalls mitgeschnitten und kann nicht ausgeschaltet werden. Wer will, kann das Video dann bei Vine oder eben auch auf anderen sozialen Netzwerken wie Twitter und Facebook veröffentlichen. Dem Gründer, Dom Hofmann, gehe es mit Vine um Abkürzungen, also gekürzte Versionen von etwas größerem, schreibt er zum Start im Firmenblog. Beide Unternehmen verfolgen ähnliche Werte und Ziele: "Wir wollen es Menschen erleichtern, zusammenzukommen um Dinge, die auf der Welt passieren, zu teilen und zu entdecken", so Hofmann. Beide Unternehmen glauben daran, dass Beschränkung Kreativität fördere - sei es in einer 140-Zeichen-Nachricht oder in einem sechs-sekündigen Video.

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Ob sich diese Beschränkung auszahlt, bleibt abzuwarten. Immerhin könnte Twitter mit Vine in das Thema Video einsteigen, die App ist einfach zu bedienen und verständlich aufgebaut. Andererseits war der Start holprig - zahlreiche Nutzer klagten über Upload-Schwierigkeiten - und auch das durch die Fotosharing-App so beliebte Verfremden von Inhalten durch Filter ist derzeit nicht möglich.

Rivalität Twitter gegen Facebook

Allerdings befeuert Vine die Spannungen zwischen dem Kurznachrichtendienst Twitter und dem sozialen Netzwerk Facebook auf ein neues. Nachdem Twitter zuletzt die Fotos der Fotosharing-App Instagram nicht mehr automatisch im Twitter-Stream auftauchen ließ - zur Erinnerung: Facebook kaufte Instagram im April 2012 für rund eine Milliarde Dollar -, verschloss auch Facebook sich am Wochenende gegenüber Vine und ließ nicht mehr zu, dass Vine-Nutzer unter den Facebookfreunden nach Vine-Nutzern suchen konnten.

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