Neofonie: Das WePad macht Apples iPad Konkurrenz

Neofonie: Das WePad macht Apples iPad Konkurrenz

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Der Geschäftsführer der Firma Neofonie, Helmut Hoffer von Ankershoffen WePad

von Michael Kroker

Das Berliner Softwarehaus Neofonie tritt mit einem eigenen Flachcomputer gegen das iPad von Apple an. Die Erfinder setzen dabei auf die Verlage, die Zeitungen und Magazine endlich gegen Bezahlung auch online anbieten wollen.

Das Luisen-Carree am Robert-Koch-Platz direkt gegenüber der Charité in Berlin-Mitte ist ein ganz normales Bürogebäude. Geht es nach einigen Bewohnern, startet von der vierten und fünften Etage des Komplexes jedoch bald eine neue Zeit in der deutschen Medienlandschaft.

Denn hier residiert Helmut Hoffer von Ankershoffen mit seinem Unternehmen Neofonie. Das kleine Softwarehaus mit gerade 180 Mitarbeitern trat in der vergangenen Woche mit einem tollkühnen Plan an die Öffentlichkeit. Der Mann mit dem Adelstitel aus der Hauptstadt will mit einem mobilen Flachcomputer namens WePad gegen das iPad des US-Riesen Apple antreten. Die Kultflunder von jenseits des Atlantiks soll Ende April in Deutschland auf den Markt kommen, von Ankershoffens Alternative Anfang Mai.

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Edelprodukt und innovatives Geschäftsmodell

Damit entrollt sich auf dem hiesigen Markt ein spannender Konkurrenzkampf: Dort das exklusive Edelprodukt aus der Designschmiede von Apple-Boss Steve Jobs – natürlich auch zu einem Premium-Preis. Und hier das etwas weniger spektakulär anmutende, dafür aber auch deutlich günstigere Gerät aus Deutschland – das auch gleich mit einem Geschäftsmodell fürs mobile Internet daherkommt: So soll das WePad von Verlagen subventioniert direkt mit digitalen Magazinen an die Nutzer ausgeliefert werden.

Inhalt im Zentrum

,„Ich habe die vergangenen sechs Monate nur mit deutschen Verlagen diskutiert“, sagt von Ankershoffen. Ziel der Gespräche ist es, Partner für die Vermarktung seines Tablet-Computers zu finden. Dessen Verkauf soll künftig funktionieren wie im Mobilfunk: Abonnenten von Zeitungen oder Magazinen erhalten das WePad ähnlich dem Handy zum subventionierten Preis, dafür beziehen sie das Medium in elektronischer Form direkt auf den Rechner. Als Erster wird der Hamburger Verlag Gruner+Jahr, eine Tochter des Medienriesen Bertelsmann aus dem westfälischen Gütersloh, sein hauseigenes Magazin-Flaggschiff „Stern“ als E-Magazine auf den Markt bringen, das auch auf dem WePad erhältlich sein soll.

Für von Ankershoffen steht deswegen weniger das neue Gerät als viel mehr sein Inhalt im Zentrum. Das WePad kommt von 4tiitoo, einer Entwicklerfirma aus München, die laut eigenem Bekunden bereits seit drei Jahren an dem Tablet-Computer werkelt. Die eigentliche Herstellung erfolgt – ähnlich wie bei Apple – bei einem Auftragsfertiger in China. Das Innenleben besteht weitgehend aus Standardkomponenten. Dadurch sollen die Kosten deutlich unter dem iPad liegen, laut Branchenspekulationen wird er rund 400 Euro betragen. Verkaufen soll sich der äußerlich weniger glamourös als das Apple-Gadget daherkommende Computer in erster Linie als Transporteur elektronischer Druckerzeugnisse. „Wir reden von einem Digitalprodukt mit der Opulenz eines Printobjekts“, sagt von Ankershoffen.

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