Netztest der Stiftung Warentest : In Zügen sind alle Mobilfunknetze schlecht

Netztest der Stiftung Warentest : In Zügen sind alle Mobilfunknetze schlecht

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Egal welcher Mobilfunkanbieter – das Netz ist in allen Zügen schwach.

Egal, ob Telekom, Vodafone, O2 oder E-Plus – alle Mobilfunknetze schneiden schlecht ab, wenn es ums Surfen oder Telefonieren in Zügen geht. Laut Stiftung Warentest scheitert fast jeder dritte Anruf.

In Zügen schneiden die deutschen Mobilfunkbieter allesamt schlecht ab: egal, ob es ums Telefonieren oder das Surfen geht. Zu diesem Ergebnis ist die Stiftung Warentest gekommen, die die Mobilfunknetze Telekom, Vodafone, O2 und E-Plus auf einer insgesamt 3400 Kilometer langen Strecke getestet hat.

Und dabei werben vor allem O2 und E-Plus, die jetzt beide zum spanischen Telekommunikationsunternehmen Telefónica gehören, dass Kunden vom Zusammenschluss profitieren. "Zwei Netze sind besser als eins", heißt es in Werbespots und auf Plakaten. In welchem Netz der Kunde sich zumindest in den Zügen befindet, ist aber eigentlich egal – sie sind alle ungefähr gleich schlecht.

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Der Test

  • Mobilfunknetze: Stadt, Land, Zug – der große Netztest

    Im Juli und August 2015 hat die Stiftung Warentest die vier deutschen Mobilfunknetze Telekom, Vodafone, O2 und E-Plus außerhalb und innerhalb von Städten sowie in Zügen getestet. Bei Zugfahrten von insgesamt 3400 Kilometer Länge wurden die Tests in Fern-, Regional- und Nahverkehrszügen durchgeführt. Es wurden SIM-Karten aus Verträgen verwendet, die verdeckt in Shops der Netzbetreiber abgeschlossen wurden. Die verwendeten Smartphones waren laut Stiftung Warentest so eingestellt, dass sie die beste verfügbare Funktechnik – LTE, UMTS oder GSM – nutzten. Auf allen Touren lief zusätzlich ein Netzwerkscanner mit, der pro Netz kontinuierlich die Verfügbarkeit der drei Funktechniken erfasste.

Wenn es ums Telefonieren in Zügen geht, vergibt die Stiftung Warentest an alle getesteten Anbieter nur die Note ausreichend. Denn fast jeder dritte Anruf scheitert oder das Gespräch bricht wegen Störungen oder schlechter Sprachqualität ab. "In den Waggons mit ihren metallbedampften Scheiben sind Handys offenbar einfach zu gut abgeschirmt", vermuten die Herausgeber des Tests.

Falls die Verbindung dann doch mal gelingt, dauert es im Durchschnitt zehn bis elf Sekunden, bis sich das angerufene Handy meldet. Diese Verzögerung hängt laut Stiftung Warentest mit dem Ausbau der Datenfunktechnik LTE zusammen. Sie eignet sich nur begrenzt zum Telefonieren, ermöglicht aber eine schnelle Internetverbindung.

Internet in der Bahn Turbo-Internet im Zug kommt mit Verspätung

Surfen in der Bahn ist eine Qual. Bahn und Netzbetreiber wollen das ab 2016 ändern. Doch die Technik dafür gibt es noch gar nicht.

WLAN im ICE fehlerhaft.ff Quelle: dpa/Montage

Bisher müssen sich Bahnfahrer aber noch beim Surfen in Zügen gedulden. Beim Versuch, diverse Seiten anzusurfen, kommt in den Netzen O2 und E-Plus bei einem Drittel keine Verbindung zustande. Bei der Telekom und Vodafone sind es 15 bis 25 Prozent der Surfversuche, die scheitern. Wenn der Bahnkunde eine Seite erreicht, lädt sie am schnellsten, wenn er Telekom-Kunde ist. Beim größten europäischen Telekommunikationsunternehmen beträgt die durchschnittliche Ladedauer einer mobilen Website sechs Sekunden – bei E-Plus dauert es noch zwei Sekunden länger. Auch wenn es ums Internet in Zügen geht, bekommen O2 und E-Plus nur die Note ausreichend, während die Telekom und Vodafone mit der Note befriedigend etwas besser abschneiden.

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Für viele Bahnkunden scheinen die lokalen WLAN-Funknetze in ICE-Zügen eine Alternative zu sein, um schnell und einfach zu surfen. Doch auch die weisen erhebliche Mängel auf: Da die Bord-WLANs ihre Internetverbindung über das Mobilfunknetz aufbauen, funktioniert auch dieses Netz – für das Bahnkunden zweiter Klasse extra zahlen müssen – nicht immer.

Neben den Mobilfunknetzen in Zügen hat die Stiftung Warentest auch die Verbindung innerhalb und außerhalb von Städten getestet. Allgemeiner Testsieger beim mobilen Internet und beim Telefonieren ist die Telekom. Vodafone belegt Platz zwei. Auf Rang drei landet O2 wegen des guten Datennetzes in der Stadt.

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