Netzwertig: Facebook startet Zeitungs-App für iOS

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Netzwertig: Facebook startet Zeitungs-App für iOS

„Paper“ heißt das neue Produkt, an dem Mark Zuckerberg und sein Kreativ-Team ein Jahr lang gearbeitet haben. Die App zeigt vor allem, wie geschickt der Facebook-Chef Inhalte einsetzt.

Es ist seit über vier Jahren ein Herzenswunsch von Mark Zuckerberg: Eine eigene Facebook-Zeitung herausbringen. Am 3. Februar erscheint nun eine App, die diesen Traum realisiert. Sie wird unter dem Namen „Paper“ in Apple App-Store erhältlich sein, wenn auch zunächst nur in den USA.

Das Produkt ist eigentlich eine neue Aufbereitung des individuellen Facebook-Feeds jedes einzelnen. Dafür wählt ein Algorithmus Status-Updates, Bilder und Nachrichten aus und mischt sie mit von einer Facebook-Redaktion ausgewählten Inhalten. Zudem werden die Nachrichten unter Ressorts wie zum Beispiel „Technik“ oder „Politik“ sortiert. Optisch dominiert ein großes Bild den oberen Teil des Bildschirms. Darunter werden die Nachrichten sortiert, zwischen denen sich per Daumenwisch wechseln lässt.

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Zuckerberg hat schon lange angekündigt, Teile des weltweit erfolgreichsten Netzwerks auch in anderer Form auszuspielen, wie das zum Beispiel schon beim Facebook Messenger passiert. Diese ermöglicht es nur noch Direktnachrichten an Mitglieder aus dem Netzwerk zu verschicken. Langfristig könnte es auch eine Anwendung für Status-Updates, eine für News und eine für Bilder geben.

Angeblich will das Unternehmen damit den individuellen Bedürfnissen der Nutzer mehr entgegen kommen. Schließlich interessiert sich der eine für das politische Geschehen, der nächste für Fotografie und wieder der nächste für Katzenbilder und das Dschungelcamp. Diese Interessen besser zu filtern und so zielgruppengerechte Angebote zu schaffen, sei eines der wesentlichen Ziele von Facebook. Ein Nebeneffekt könnte sein, dass sich auch jüngere Nutzer wieder gezielter ansprechen lassen. Vor allem in den USA brechen dem Netzwerk die jugendlichen User weg. Laut Unternehmensberatung iStrategyBlabs sind mit 9,8 Millionen 13- bis –Jährigen rund ein Viertel weniger Personen dieser Altersklasse angemeldet als noch vor drei Jahren.

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Daumen hoch? Facebook ist für Teenies nicht mehr die erste Anlaufstelle in den sozialen Medien. Quelle: dpa

Gleichzeitig schafft Facebook mit jeder neuen App einen neuen Platz für kostenpflichtige Werbung. Ein riesiges Geschäft – und kaum ein Unternehmen verdient gerade so gut daran wie Facebook. Erst vor wenigen Tagen gaben die Kalifornier einen Umsatz in Höhe von 2,48 Milliarden Dollar bekannt – zehn Prozent höher als erwartet.

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Vor allem die Werbung auf Smartphones und Tablets boomt. Mittlerweile stammen 53 Prozent der Facebook-Werbeeinnahmen aus diesem Segement.

Für die neue App „Paper“ ist angeblich nicht geplant, Werbeplätze zu verkaufen. Doch dass das früher oder später kommen wird, ist jetzt schon klar. Mark Zuckerberg wusste schon zu Facebook-Anfängen vor zehn Jahren, wie abschreckend Werbung sein kann. Nicht umsonst ließ er das Netzwerk viele Jahre ohne richtiges Geschäftsmodell laufen. So blieben die Nutzer und Facebook wuchs auf mittlerweile weit über eine Milliarde Mitglieder an. 

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