Neue Domains: Wie sich Unternehmen vor Missbrauch schützen

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Neue Domains: Wie sich Unternehmen vor Missbrauch schützen

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Nach jahrelangen Vorbereitungen gibt es ab heute auch Endungen wie .berlin

von Oliver Voß

Kaum gibt es neue Internetadressen mit Endungen wie .berlin oder .shop, registrieren Trittbrettfahrer Markennamen. Unternehmen können mit einer einfachen aber wenig bekannten Maßnahme vorbeugen.

Nach jahrelangen Vorbereitungen beginnt am Freitag die Einführung für Internetadressen mit der Endung .berlin. Zuerst können sich dafür einen Monat lang Markeninhaber bewerben, ab Mitte März dann jedermann. Derzeit läuft zudem bereits die Registrierungsphase für .ruhr. Auch .bike, .guru , .clothing und .singles sind seit kurzem verfügbar.

Die Zahl der Adressendungen im Internet, so genannte Top Level Domains, steigt damit massiv an. Neben .de oder .com, werden demnächst auch so genannte Domains verfügbar, die auf .shop, .gmbh oder .hotel enden. Bis zu 1400 neue Endungen kommen hinzu, auch manche Unternehmen haben sich eigene Kürzel gesichert, beispielsweise .bmw.

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Noch ist schwer absehbar, wie die neuen Adressen angenommen werden. Doch allein bei United Domains, einem der bekanntesten deutschen Domain-Dienstleister, wurden schon mehr als 1,5 Millionen Adressen vorbestellt. Am gefragtesten sind dabei .shop, .web und eben .berlin.

Erste Streitfälle mit Trittbrettfahrern

Aber auch Unternehmen, die daran kein Interesse haben, sollten sich mit der Thematik auseinandersetzen. „Die neue Vielfalt birgt die Gefahr von juristischen Auseinandersetzungen um Markenrechte“, warnt der Branchenverband Bitkom. So könnten Trittbrettfahrer Adressen von Markeninhabern mit den zahlreichen neuen Endungen registrieren.

Einen ersten Streitfall gibt es bereits: So geht IBM gegen den neuen Inhaber der Adresse ibm.guru vor. Zudem könnte es auch bei adidas.clothing und americanapparel.clothing Ärger geben. Laut dem Branchenblog Domain-Recht.de hätten diese Adressen ebenfalls Personen registriert, bei denen kein Bezug zum Markeninhaber ersichtlich sei.

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Um gegen möglichen Missbrauch gewappnet zu sein, empfiehlt der Bitkom die Registrierung beim so genannten Trademark Clearinghouse. Damit werden Markeninhaber informiert, sobald Dritte ihre Marke im Zusammenhang mit den neuen Domain-Endungen nutzen wollen.

Doch hierzulande scheint dies noch kaum bekannt zu sein. „Bislang wurden weniger als tausend Marken aus Deutschland im Trademark Clearinghouse eingetragen“, sagt Katrin Ohlmer, Geschäftsführerin der Dotzon GmbH. Das Unternehmen betreut für Unternehmen die Einführung von Endungen wie .audi, .edeka oder .schaeffler. Zudem ist Ohlmer auch an der Initiative für .berlin beteiligt.

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