Neue Kindle-Modelle: Amazons Spiel mit dem Feuer

Neue Kindle-Modelle: Amazons Spiel mit dem Feuer

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Die neuen Kindle Fire HD Tablets.

von Matthias Hohensee

Amazon geht mit der neuesten Version seines Tablet Computers Kindle Fire erneut in die Attacke. Das könnte den Internet-Konzern befeuern, ihn aber auch böse verbrennen.

Jeff Bezos ist als schwieriger Chef bekannt, der sich gern in Details verbeißt. Der, wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hat, vor Hindernissen nicht zurückweicht. Egal wie hoch der Preis ist, sie zu überwinden.  Zum Beispiel mit der neuen Kindle-Linie, die der Gründer von Amazon.com am gestrigen Mittwochmittag höchstpersönlich in einem Flugzeughangar im kalifornischen Santa Monica präsentierte. Mission: Amazons digitale Inhalte in den Massenmarkt drücken. Aufgabe: Interessante Geräte entwickeln und diese so billig wie möglich anzubieten.

Ergebnis: Eine Flotte von verbesserten Lesegeräten sowie überholten und ganz neuen  Tablets zu Preisen vom 69 Dollar Einstiegsmodell bis zur Premiumvariante  für 499 Dollar, ausgestattet mit einem eigens  entwickelten Modem für die  superschnelle Datenübertragungstechnologie LTE.

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 „Wir nehmen viele unbekannte Wege“, erklärt Bezos seine Umtriebigkeit. „Es sind Sackgassen dabei, aber manchmal eröffnet sich plötzlich eine große, strahlende Allee für uns.“

Solche eine Allee soll vor allem die neueste Ausgabe des Tablet-Flaggschiffs Kindle Fire HD sein, der gegen die Herausforderer von Apple, Google und Samsung antritt. Seine Einstiegsversion mit 16 Gigabyte Speicher, hochauflösendem Display mit einer Diagonale von 7 inch (18,8 Zentimeter) kommt in den USA Mitte September zum Kampfpreis von 199 Dollar auf den Markt.

Kindle Fire kommt Ende Oktober

Ab 25. Oktober soll das Modell auch in Deutschland für 199 Euro erhältlich sein. Die Version ohne HD-Display wird schon für 159 Euro offeriert. Noch interessanter ist die 8.9 inch Variante zum Preis von 299 Dollar, die im November in den USA auf den Markt kommt.

Die besten Zitate von Amazon-Gründer Jeff Bezos

  • Die Legende

    Jeff Bezos ist eine der spektakulärsten Manager-Persönlichkeiten der Welt. Die Lebensgeschichte des Amazon-Gründers bietet eine unglaubliche Vielfalt und zahlreiche interessante Erzählungen. Der Top-Journalist und Bestsellerautor Richard L. Brand hat die Biografie in seinem Buch „Mr. Amazon“ (Ambition Verlag) aufgeschrieben. Die besten Zitate von Bezos finden sich auch darin und folgen nun.

  • Über das Landleben

    „Wenn man eines beim Landleben lernt, dann ist es, sich auf sich selbst zu verlassen. Die Leute dort machen alles selbst. Und diese Eigenständigkeit kann man lernen.“

  • Über seine Beziehung zu Frauen

    „Ich bin nicht der Typ, bei dem Frauen eine halbe Stunde nach dem Kennenlernen sagen: 'Wow, der ist klasse.' Ich bin eher albern und nicht ... also jedenfalls nicht so, dass irgendeine Frau über mich sagen würde: 'Oh mein Gott, genau so einen habe ich gesucht.'"

  • Über seinen ersten Job bei McDonalds

    „Heute heben sich die Pommes selbst aus der Friteuse – und das, glauben Sie mir, ist ein echter technischer Fortschritt.“

    (Bezos jobbte mit 13 Jahren in den Sommerferien für die Fast-Food-Kette und machte umgehend Vorschläge zur Optimierung der Abläufe)

  • Über seinen leiblichen Vater, den er nicht kannte

    „Die einzigen Male, die er überhaupt Thema wird, sind die, wenn ich beim Arzt nach meiner Krankengeschichte gefragt werde. Dann kreuze ich eben 'unbekannt' an.“

  • Über Sturheit

    „Wenn etwas kaputt ist, machen wir es heil. Um etwas Neues durchzusetzen, muss man stur und zielstrebig sein, auch wenn es andere vielleicht unvernünftig finden.“

  • Zur Begeisterung für den Weltraum

    „Der einzige Grund, aus dem ich mich für das All interessierte, besteht darin, dass mich die NASA inspirierte, als ich fünf Jahre alt war.“

  • Zur Wende im Lebenslauf

    „Zu den wichtigsten Dingen, die mich Princeton lehrte, zählt die Einsicht, dass ich nicht klug genug bin, ein Physiker zu sein.“

    (Auf der Universität änderte Bezos seine Fachrichtung und machte den Abschluss in Elektrotechnik und Informatik)

Der Starttermin für Deutschland steht noch nicht fest. Offenbar will man erst den Markt in den USA austesten und dort die Nachfrage befriedigen. Zumal das dortige Inhaltsangebot wesentlich umfangreicher als in Deutschland ist.

Mit dem Herausforderer von iPad, Samsung Galaxy und  Google Nexus lehnt sich Bezos weit aus dem Fenster. „Das Gerät ist wichtig. Es ist aber nur Teil eines Services“, sagt Bezos. Und bekräftigt mit einem Seitenhieb auf Apple und Samsung: „Wir wollen Geld mit der Nutzung der Hardware verdienen, nicht mit ihrem Verkauf.“

Mit anderen Worten – Amazon.com subventioniert die Geräte. Das macht Bezos spätestens, seit er im Herbst vergangenen Jahres die erste Version des Kindle Fire vorstellte, die ebenfalls 199 Dollar kostete.

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