Neue Suchmaschinen: Auf der Suche nach der Google-Alternative

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Neue Suchmaschinen: Auf der Suche nach der Google-Alternative

Spätestens seit Bekanntwerden der PRISM-Affäre wenden sich User von den Großen im Netz ab. Sie vertrauen Google, Yahoo & Co. nicht mehr. Davon profitieren die kleinen Suchmaschinenanbieter.

Nachdem die „Washington Post“ und der „Guardian“ berichtet haben, dass der US-Geheimdienst in großen Stil Informationen von Internet-Diensten abgegriffen hat, sind viele Internetnutzer skeptischer beim Umgang mit den großen Suchmaschinen. Zumindest verspüren die kleinen Anbieter seitdem einen starken Zulauf. Schließlich haben die Netzriesen nach geltender Rechtslage kaum eine juristische Handhabe gegen Aufforderungen der amerikanischen Geheimdienste zur Herausgabe von Kundendaten. Auch wenn Google, Facebook & Co. nach eigenen Angaben keine willfährigen Helfer des Geheimdienstes NSA gewesen sind. Die kleine Konkurrenz ist für die Geheimdienste im Vergleich zu den großen Anbietern uninteressant: Sie speichern keine IP-Adressen und legen keine Nutzer-Profile an. Heißt: Suchmaschinen wie DuckDuckGo oder Ixquick wissen zwar, wonach ihre Nutzer suchen, nicht aber, wer die Nutzer sind.

Werbung macht den Unterschied

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Der größte Unterschied zwischen kleinen und großen Anbieter liegt in der Art sich zu finanzieren: Die kleinen Anbieter blenden in der Regel Werbung passend zum Suchbegriff ein. Wer beispielsweise nach "Hotel und Spanien" sucht, bekommt passende Werbung von Reiseanbietern, Autoverleihern, Bademodenherstellern etc. angezeigt. Google dagegen erstellt von jedem Suchenden, also passend zu jeder IP, ein Profil und speichert zuvor besuchte Homepages. Je nach besuchten Seiten fällt die individualisierte Werbung aus. Wer also erst bei Ikea und Obi im Onlineshop gestöbert hat und dann bei Google nach einem Begriff sucht, wird in der rechten Spalte unter Garantie Werbung von Ikea, Obi und anderen Baumärkten und Einrichtungshäusern sehen. Dieses Prinzip nennt sich Retargeting.

Wer bei irgendeinem Google-Dienst angemeldet ist, während er Google nutzt, macht es der Suchmaschine noch einfacher, passende Werbung zu schalten. Schließlich bieten die zuletzt geschauten Youtube-Videos oder Schlagworte in den E-Mails auch Hinweise auf das Käuferverhalten. Und sie vergrößern das Datenpaket, das Google von jedem einzelnen schnürt und welches dann von einem Geheimdienst eingesehen werden kann.

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Das Problem bei all den nutzerfreundlicheren Anbietern ist, dass sich so schnell nicht auf Google & Co. verzichten lässt. Nach einer Studie von Comscore hält Google mit 13,3 Milliarden Suchanfragen im Monat einen Anteil von 66,5 Prozent am US-Markt. Es folgen Microsoft mit 3,5 Milliarden sowie Yahoo mit 2,4 Milliarden Anfragen. Diese Stücke vom Kuchen müssen erst einmal erobert werden. Auch der IT-Dienstleister Sellapp.de, der Unternehmen ein eigenes Werbeportal bietet, gesteht, dass gerade Unternehmen nicht vollständig auf die Big Player im Anzeigenmarkt verzichten können, da eine breite Präsenz besonders wichtig sei.

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