
Die Commerzbank will Bankgeschäfte via Internet oder Mobiltelefon sicherer machen. Per Photo-TAN sollen ab Februar 2013 Kundendaten verschlüsselt werden, wie Deutschlands zweitgrößtes Geldinstitut in Frankfurt mitteilte. Bei dem Verfahren bekommen Nutzer, die online eine Überweisung tätigen, vor dem Abschicken der Daten einen verschlüsselten Code angezeigt. Dieser wird mit dem persönlichen Smartphone oder einem speziellen Lesegerät gescannt - und der Kunde bekommt dann die Daten der Transaktion (Höhe der Überweisung, Empfängerkonto) am Smartphone beziehungsweise dem Lesegerät zur Kontrolle angezeigt. Mit einer mitgeschickten Geheimnummer kann die Überweisung dann abgeschlossen werden. Datenklau soll so wirksamer verhindert werden.
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„Das ist die sicherste Technologie für Online- und Mobile-Banking, die es gibt - und die Handhabung ist extrem bequem“, sagte Privatkundenchef Martin Zielke den Nachrichtenagenturen dpa und dpa-AFX in Frankfurt. Die Commerzbank sei die dritte Bank weltweit und die erste Bank in Deutschland, die die Technik einführe. Bisher werde das Verfahren nur von je einer Bank in der Schweiz und in Chile genutzt. Die Commerzbank habe das Photo-TAN-Verfahren zusammen mit Technikentwicklern der Universität Cambridge verfeinert, erklärte Zielke. „Diese Technologie beweist deutlich unsere Kompetenz im IT-Bereich.“ Er hoffe, dass sich weitere Institute in Deutschland für diese Technik entscheiden werden.
Hackerangriff auf mTAN-Verfahren
Bild: REUTERSTrojaner und Co.
Viren, Würmer und Trojaner können erhebliche Schäden auf dem PC anrichten. Beliebt bei Abzockern sind vor allem die Trojanischen Pferde, die vom Nutzer meist unbemerkt auf dem Rechner lauern und sensible Daten wie Passwörter abfangen, mit denen dann Schindluder getrieben werden kann.
Wie kann man sich schützen?
Bei allen Downloads aus dem Internet ist Vorsicht geboten. Das BSI warnt davor, dass sich in der Flut von Gratis-Programmen und Dateien unzählige Schadprogramme verstecken, die dann den Rechner infizieren. Manche davon verbreiten sich auch über USB-Sticks, weshalb man diese am besten nicht mit anderen austauschen sollte.
Bemerkt man die Infektion, sollte man an einem "sauberen" PC umgehend alle wichtigen Passwörter, besonders von Online-Händlern oder Auktionshäusern, ändern. Die Kontoauszüge sollte man in der nächsten Zeit stets kritisch prüfen, da Betrüger an Kontodaten gelangt sein könnten und nun im Namen des Geschädigten Geschäfte tätigen.
Bild: dpa/dpawebPhishing
Das Wort, das wie "Fischen" klingt, ist in aller Munde. Im Prinzip geht es auch genau darum: Abzocker werfen die Angelrute nach Passwörtern aus. Auf gefälschten Internetseiten, die etwa denen von sozialen Netzwerken oder Banken täuschend ähnlich sind, geben ahnungslose Nutzer ihre Daten ein - und sind sie auch schon los. Die Betrüger sind auf Passwörter, persönliche Daten oder Kreditkartennummern aus.
Wie kann man sich schützen?
Grundsätzlich sollte man bei E-Mails, die etwa scheinbar von der Bank oder einer Firma kommen und die den Empfänger dazu auffordern, seine Daten zu aktualisieren, misstrauisch sein. Diese Mails werden massenhaft verschickt und die Angreifer spekulieren darauf, dass einige der Adressaten tatsächlich Kunde bei dem vorgegebenen Unternehmen ist. Um so einen gefälschten Link zu enttarnen, muss man mit der rechten Maustaste auf den angegebenen Link in der E-Mail klicken und dann "Quelltext anzeigen" auswählen, rät das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). So kann man erkennen, was sich tatsächlich hinter dem "offiziellen" Link verbirgt.
Bild: APSpam, Spam, Spam
Spam- oder auch Junk-Mails sind nicht nur ärgerlich, weil sie den Posteingang zumüllen. Lädt man die Massen-Mails herunter, können dem Nutzer je nach Internet-Anbieter Kosten für den Datenverkehr entstehen. Laut BSI entstehen jedes Jahr Kosten in Milliardenhöhe für Versand, den Zeitverlust fürs Lesen, das Entfernen oder sogar Beantworten des elektronischen Schrotts.
Wie kann man sich schützen?
Egal wie sehr man sich ärgert, man sollte niemals auf ungewollte Newsletter oder Werbepost antworten - denn die Nachrichten werden oft vollautomatisch an Hunderttausende per Zufallsprinzip erstellte Mailadressen versandt. Reagiert der Adressat auf die unerwünschte Müllpost, zeigt er nur, dass ein realer Nutzer erreicht wurde, und erhält noch mehr Spam. Wird man immer vom gleichen Absender belästigt, kann ein Filter im Mail-Programm helfen, der den Spammer blockiert. Bei extremer Belästigung hilft oft nur noch die Aufgabe der Mail-Adresse und das Erstellen einer neuen - bei der man dann wesentlich vorsichtiger damit umgehen sollte, wo und wem man sie weitergibt.
Bild: dpaGeschenke und Gewinnspiele
Wenn beim Surfen plötzlich ein Browserfenster aufgeht, dass man ein Handy oder gar eine tolle Kamera gewonnen hat, kann man sich doch freuen - oder?
Mitnichten! Die Verbraucherzentralen warnen vor solchen vermeintlichen Geschenken, denn es sind nur fiese Köder, die zum Beispiel von den Kosten für das Gewinnspiel ablenken sollen. Oft sind die Betrüger aber auch hier einfach auf die intimen Nutzerdaten aus.Wie kann man sich schützen?
Vorsicht bei verlockenden Gewinnspielen und angeblichen Präsenten von Anbietern zweifelhafter Seriosität - denn wer hat schon etwas zu verschenken? Die persönlichen Daten wie Name, Alter, Anschrift, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse landen meist nur bei Adressensammlern, die diese dann in Paketen weiterverkaufen und sich so die Taschen füllen. Das einzige, was sich beim Opfer füllt, ist dann der Anrufbeantworter oder das Mail-Postfach, und zwar mit nerviger, ungewollter Werbung. Im Zweifelsfall also lieber: Finger weg!
Bild: dapdBetrug per App
Smartphones sind ja sehr praktisch. Auch unterwegs hat man nicht nur ein Telefon, sondern eben auch immer einen Zugang zum Internet dabei. Doch auch bei dieser neuen Spielerei finden natürlich Betrüger Mittel und Wege, um Nutzern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Die Abzocke per App, also einem kleinen Programm auf dem Handy, nimmt laut Verbraucherzentrale zu. In Spielen oder anderen Anwendungen, die erstmal gratis heruntergeladen werden können, verbergen sich meist kleine Werbebanner, etwa mit Hinweisen auf eine Erweiterung (zum Beispiel: "Hier gibt's neue Level" oder ähnliches). Berührt man die Stelle auch nur aus Versehen, kann das teuer werden, denn oftmals werden so über die Handynummer Käufe oder sogar Abos getätigt, die bis zu 60 Euro pro Monat kosten können.
Wie kann man sich schützen?
Die Verbraucherzentrale stuft einen Vertrag, der über das bloße Antippen eines Banners zustande kam, als ungültig ein. Die Bundesnetzagentur prüft derzeit einen Gesetzesverstoß. Geschädigte müssen sich selbst kümmern. Die Verbraucherzentrale rät dazu, den Vertragsabschluss gegenüber dem Mobilfunkprovider und der App-Firma zu bestreiten, und es zu kündigen. Vorbeugend können Smartphone-Nutzer eine sogenannte Drittanbieter-Sperre verhängen, die verhindert, dass dubiose Geschäftemacher über die Handyrechnung Geld einziehen können.
Bild: dpaLösegeld-Erpressung
Lösegeld-Erpressung? Ja, das gibt es auch im digitalen Bereich. Mit sogenannter Ransomeware wird der Rechner infiziert (zum Beispiel per E-Mail-Anhang oder auch per Facebook-Link), und der Nutzer kann auf einmal nicht mehr auf einzelne Dateien, Ordner oder gleich seine ganze Festplatte zugreifen. Für die Freigabe der Daten-Geiseln fordern die Schadprogramme Geld, das per anonymer Überweisung ins Ausland gehen soll. Berühmtheit erlangte der Bundespolizei-Trojaner, der Betroffenen vorgaukelte, eine offizielle Polizeibehörde habe den Rechner verschlüsselt, weil ungesetzliches Material (etwa Kinderpornografie) darauf gefunden worden sei.
Wie kann man sich schützen?
Alle Programme inklusive Antivirensoftware sollte immer auf dem neusten Stand gehalten werden. Vor allem gegenüber E-Mails von unbekannten Absendern, die Links oder Anhänge enthalten, sollte man misstrauisch sein. Ein beliebter Verbreitungsweg ist auch das soziale Online-Netzwerk Facebook: Hier verbreiten sich die Schadprogramme über Links in automatisch geposteten Videos oder Fragen, die zum draufklicken animieren (zum Beispiel: "Bist du das auf dem Foto?" oder "Total krasses Video!"). Hier heißt es wachsam sein, nachdenken und erst dann klicken. Hat man sich infiziert, sollte man auf keinen Fall zahlen und zudem Anzeige bei der Polizei erstellen.
Bild: gmsberTeure Abofallen
Eigentlich wollte man doch nur über eine Website ein paar Gratis-SMS verschicken. Und nun flattert eine astronomische Rechnung ins Haus. Angeblich kostenfrei zu versendende Kurznachrichten oder Spiele, Logos und Klingeltöne, die man sich zu sagenhaft günstigen Preisen herunterladen kann, sind eine beliebte Abofalle. Nutzer übersehen das Kleingedruckte und schließen nichts ahnend ein teures Abonnement ab.
Wie kann man sich schützen?
Auch wenn es lästig ist: Man sollte auch bei scheinbar kleinen Beträgen für ein Onlinespiel oder vermeintlichen Gratis-Angeboten sehr genau darauf achten, was sich im Kleingedruckten versteckt. Man sollte sich genau durchlesen, welche Leistung verkauft wird und auf Schlagworte wie "wiederkehrende Leistung" achten - denn das ist nichts anderes als ein Abonnement, das richtig teuer werden kann.
Bild: dpaEinschüchterung per Rechtsanwalt
Angeblich soll man mit nur einem Mausklick einen Vertrag abgeschlossen haben - immer wieder sind auch Minderjährige betroffen, die arglos im Internet gesurft haben. Mit fingierten Schreiben von Inkassobüros oder Rechtsanwälten versuchen Betrüger jetzt, Druck aufzubauen. Oft genug sind Betroffene so erschrocken und eingeschüchtert, dass sie die Rechnungen bezahlen. Obwohl sie es nicht müssen.
Wie kann man sich schützen?
Wenn man sich sicher ist, dass es sich um einen Internetabzocker handelt, der auf irgendeinem Wege an die Adressdaten gekommen ist, kann man alle Drohungen und Mahnungen getrost ignorieren. Im Zweifelsfall rät die Verbraucherzentrale dazu, sich erst Rat zu holen, bevor betrügerische Rechnungen bezahlt werden. Erst, wenn ein Mahnbescheid vom Gericht eintrifft, muss man reagieren; und zwar innerhalb von 14 Tagen.
Bild: dpa/dpawebGefälschte Viren-Warnungen
Da hat man sich auf einer scheinbar harmlosen Internetseite durchgeklickt, und plötzlich springt ein Fenster mit einer Virenwarnung auf. Der vermeintlich mit einem Schadprogramm infizierte Internetnutzer reagiert, und klickt auf das angebliche Antivirenprogramm - und hat erst jetzt den wirklichen Ärger. Gefälschte Antivirensoftware grassiert zunehmend im Netz. Sind die Programme einmal auf den Rechner heruntergeladen, lassen sie immer wieder Fenster mit falschen Virenwarnungen erscheinen, die zum Kauf des (nutzlosen) Programms oder einer Lizenz auffordern. Manchmal dienen sie auch dazu, an die Kreditkarten-Daten des Nutzers zu gelangen.
Wie kann man sich schützen?
Antivirensoftware ist für jeden, der mit seinem PC im Internet surft, unerlässlich. Dabei sollte man aber nur auf namhafte Hersteller vertrauen und bei unaufgeforderten Software-Angeboten grundsätzlich sehr misstrauisch reagieren. Ein seriöses und kostenloses Antivirenprogramm gibt es etwa vom Hersteller Avira.
Bild: gmsDie Flirt-Masche
Eigentlich hat man doch nur eine nette Nachricht von einem unbekannten Absender beantwortet. Oder ein bisschen mit der Dame geplaudert, die man angeblich von früher kennt und die man aufgrund einer Nachricht auf dem Anrufbeantworter zurückgerufen hat. Das böse Erwachen kommt dann in Form unerwarteter Rechnungen.
Wie kann man sich schützen?
Was ist passiert? Das BSI warnt davor, auf E-Mails, SMS oder Nachrichten auf dem Anrufbeantworter zu reagieren, deren Absender man nicht kennt. Bei SMS können sich demnach in den Nummern unsichtbare Codes verbergen, die unbemerkt zur Bestellung von Leistungen führen. Auch Flirtlines per SMS oder Telefon sind professionell darauf getrimmt, das Opfer lange in der Leitung zu halten oder es zum Versand möglichst vieler teurer Nachrichten zu bewegen. Sexuell verlockende E-Mails können auf Seiten leiten, die dann wiederum Nutzerdaten ausspähen oder auf denen man sich mit Schadsoftware infiziert. Also besser: Nicht antworten, sondern löschen oder einfach auflegen. Wer Opfer einer solchen Betrugsmasche geworden ist, sollte sich an die Bundesnetzagentur wenden und Strafanzeige erstatten, rät das BSI.
Trojaner und Co.
Viren, Würmer und Trojaner können erhebliche Schäden auf dem PC anrichten. Beliebt bei Abzockern sind vor allem die Trojanischen Pferde, die vom Nutzer meist unbemerkt auf dem Rechner lauern und sensible Daten wie Passwörter abfangen, mit denen dann Schindluder getrieben werden kann.
Wie kann man sich schützen?
Bei allen Downloads aus dem Internet ist Vorsicht geboten. Das BSI warnt davor, dass sich in der Flut von Gratis-Programmen und Dateien unzählige Schadprogramme verstecken, die dann den Rechner infizieren. Manche davon verbreiten sich auch über USB-Sticks, weshalb man diese am besten nicht mit anderen austauschen sollte.
Bemerkt man die Infektion, sollte man an einem "sauberen" PC umgehend alle wichtigen Passwörter, besonders von Online-Händlern oder Auktionshäusern, ändern. Die Kontoauszüge sollte man in der nächsten Zeit stets kritisch prüfen, da Betrüger an Kontodaten gelangt sein könnten und nun im Namen des Geschädigten Geschäfte tätigen.
Erst Anfang Dezember hatten Cyber-Kriminelle Bankkunden in mehreren europäischen Ländern um 36 Millionen Euro betrogen. Geplündert wurden zunächst Bankkonten in Italien. Danach wurden auch Bankkunden in Deutschland, Spanien und den Niederlanden überfallen. Die bei den Attacken eingesetzte Schadsoftware wurde deswegen als „Eurograbber“ bezeichnet. Die Angreifer hebelten dabei das mTAN-Verfahren aus, das mit der SMS-Zusendung einer einmaligen Transaktionsnummer das Online-Banking am PC absichern soll.
Der mehrstufige Angriff begann mit dem Einschleusen einer PC-Schadsoftware. Bei der nächsten Online-Sitzung mit der Bank wies der „Eurograbber“ den Kunden an, seine Handy-Nummer in ein Formular einzutragen. Im nächsten Schritt erhielt der Kunde per SMS die Aufforderung ein Software-Update auf seinem Mobilgerät vorzunehmen. Dabei wurde der Trojaner für das Smartphone installiert, der dafür entwickelt wurde, TAN-Codes von Banken abzufangen. Betroffen waren das Google-System Android und Blackberrys. Mit der doppelten Infektion brachten sich die Täter in die Lage, alle weiteren Bank-Transaktionen umzuleiten.
Das mTAN-Verfahren ist seit etwa sechs Jahren im Einsatz und gilt als sicherer als das klassische TAN-Verfahren, bei dem Bankkunden am PC eine Transaktionsnummer aus einer mit der Post zugeschickten Liste eingeben. Eine alternative Sicherheitstechnik im Online-Banking ist HBCI: Dabei wird ein Schlüssel verwendet, der von einer Chipkarte erzeugt wird. Diese muss der Bankkunde bei einer Transaktion in ein Kartenlesegerät einstecken. Als Weiterentwicklung von HBCI unterstützen mehreren Banken und Sparkassen auch den Standard FinTS (Financial Transaction Services), bei dem eine stärkere Verschlüsselung zum Einsatz kommt. Noch sicherer soll dann das neue Photo-TAN-System sein.














