NFC-Chips: Datenschützer warnen vor Sparkassen-Karten

NFC-Chips: Datenschützer warnen vor Sparkassen-Karten

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Datenschützer kritisieren die NFC-Karte scharf: Sie sende unverschlüsselt die letzten Bezahlvorgänge

Feldversuche mit der neuen Sparkassenkarte Girogo laufen seit 2011. Jetzt warnen Datenschützer, dass beim kontaktlosen Bezahlen Daten abgefischt werden können.

Am Anfang war die Sparda-Bank Hamburg: Sie begann im Februar 2011, ihren Kunden EC-Karten auszugeben, die mit der sogenannten Near Field Communication-Technik (NFC) ausgestattet waren. Das heißt: Mit diesen EC-Karten war es möglich, kontaktlos zu bezahlen. Wer seine EC-Karte, ähnlich wie die Geldkarte, mit einem kleinen Beitrag auflud, konnte so im Laden, bei manchen Festivals oder in Stadien bezahlen. Und zwar ohne Pin, ohne Unterschrift, ohne Wartezeit - quasi im Vorbeigehen.

Das Gleiche System nutzt auch die Sparkasse - Girogo heißt die funkende Karte bei den Banken mit dem roten S. Während einer ersten Umstellung Ende 2011 wurden rund 1,5 Millionen Kunden in Hannover, Braunschweig und Wolfsburg mit einer solchen Karte ausgestattet. Bis zum Jahr 2015 soll die Umstellung abgeschlossen und alle 45 Millionen Sparkassen-Kunden mit der neuen Karte versorgt sein. „Es handelt sich dabei um den ganz regulären Austausch, der immer stattfindet“, sagt eine Sprecherin des deutschen Sparkassen- und Giroverbandes gegenüber WirtschaftsWoche Online. Sobald die alte EC-Karte ihre Lebensdauer von vier Jahren überschritten hat, gibt es eine neue - und die ist künftig mit dem NFC-chip ausgestattet. Zu erkennen an einem kleinen Logo mit dem Schriftzug "kontaktlos". Das ist einer der Kritikpunkte, die Datenschützer jetzt aufgreifen:

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Zwang zum Chip

Die neue EC-Karte ist kein freiwilliges Gadget - wer eine EC-Karte hat, bekommt den Chip. Und anders als der Chip auf der in Deutschland reichlich erfolglosen Geldkarte, ist der NFC-Chip immer aktiv. Die EC-Karte speichert die letzten 15 Transaktionen und die letzten drei Ladevorgänge - und funkt diese unverschlüsselt. Mit einem entsprechenden Lesegerät und frei verfügbarer Software können Daten von der EC-Karte ausgelesen werden, auch wenn sie einfach nur in der Geldbörse oder in der Hosentasche steckt. Um an die Daten heranzukommen, muss nicht mit der Karte bezahlt werden.

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