NSA-Affäre: Snowden schadet den IT-Konzernen

NSA-Affäre: Snowden schadet den IT-Konzernen

IT-Riesen wie IBM, Microsoft und Cisco spüren die Folgen der NSA-Enthüllungen von Edward Snowden: Vor allem im Ausland sinkt die Bereitschaft, US-Unternehmen zu beauftragen.

Die Enthüllungen von Edward Snowden haben laut einer Studie einen Einfluss auf Technologiefirmen. Die gemeinnützige New America Foundation untersuchte dafür den Zeitraum nach Bekanntwerden der ersten Informationen über die NSA im vergangenen Jahr.

Laut des Berichts sollen sowohl Dropbox als auch Amazon Web Services bereits kurz nach den Enthüllungen einen Umsatzrückgang vermeldet haben. Als Grund wird ein Vertrauensverlust in Cloud-Dienste angeführt. Zwischen 22 und 180 Milliarden Dollar soll das die Unternehmen in den kommenden drei bis fünf Jahren kosten.

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Vor allem auf ausländischen Märkten soll der Umsatzrückgang zu spüren sein. Unternehmen wie IBM, Microsoft‚ HP und Cisco haben nach den NSA-Enthüllungen über rückläufige Absatzzahlen in China berichtet. Bei Cisco sollen laut Wall Street Journal etwa zehn Prozent Umsatzeinbußen auf das Konto des NSA-Skandals gehen.

Auch staatliche Institutionen verlieren das Vertrauen in amerikanische Unternehmen: Deutschland wird seinen Vertrag mit Verizon kündigen. Angela Merkel forderte bereits strengere Richtlinien bei der Datenspeicherung und fordert Unternehmen auf, die Daten statt im Ausland in Deutschland zu speichern. Das Unternehmen stellt derzeit für einige Regierungsinstitutionen den Internetdienst. Brasilien setzt für seine Kampfjetflotte ab sofort lieber auf das schwedische Unternehmen Saab anstatt auf Boeing.

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Auf der anderen Seite lassen es sich einige Unternehmen viel Geld kosten, um die Daten sicherer zu machen. Darunter fällt der Elektronikkonzern Bosch, der sich laut der Süddeutschen Zeitung im dreistelligen Millionenbereich gegen Schäden aus Cyberangriffen versichert hat. Die Nachfrage für solche Policen ist da – allerdings gibt es bisher kaum Versicherer, die sie anbieten. Im Fall von Bosch haben sich demnach mehrere Versicherer zu einem Konsortium zusammengeschlossen, darunter der Industrieversicherer Ace und die Zurich-Gruppe.

Und auch an Beratern wird nicht gespart: Gestern wurde bekannt, dass der Ex-NSA-Chef Keith Alexander sein Wissen an Unternehmen weitergeben will. Die Kosten für einen Monat Beratung: Eine Million Dollar.

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