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Nutzer-Tracking: Google muss Rekordstrafe zahlen

Google hat bei seinem Browser Safari gegen den Datenschutz verstoßen. Der Internet-Gigant setzte Tracking-Cookies auf den Nutzergeräten ab, obwohl diese es untersagt hatten. Nun muss Google 22,5 Millionen Dollar Strafe zahlen.

Google

Googles deutsche Suche wirkt, weil Google+ ausgeblendet ist, noch relativ übersichtlich. Nachrichten zur Präsidentengattin stehen oben, dann folgt der Wikipedia-Eintrag. Warum ausgerechnet die Münchner "TZ" Rang 2 belegt, weiß nur der Google-Algorithmus - möglicherweise wegen der vielgeklickten "brodelnden Gerüchteküche". Gleich darunter folgen Bilder. Die linke Spalte ist voller Wahlmöglichkeiten, um auf andere Google-Angebote zu gelangen.

Bild: Screenshot

Rekordstrafe gegen Google: Wegen Verstößen gegen den Datenschutz von Nutzern des Apple-Browsers Safari muss der Suchmaschinenbetreiber 22,5 Millionen Dollar (rund 18,3 Millionen Euro) Bußgeld zahlen. Einem entsprechenden Vergleich stimmte die US-Aufsichtsbehörde Federal Trade Commission (FTC) am Donnerstag zu.

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Google wird vorgeworfen, den Schutzmechanismus im Safari-Browser von Apple ausgehebelt zu haben. Damit konnte der Internetgigant offenbar auch dann sogenannte Tracking-Cookies auf den Geräten von Nutzern absetzen, wenn diese das eigentlich per Einstellung untersagt hatten.

Die Nachrichtenagentur AP hatte bereits im vergangenen Monat berichtet, dass Google der Millionenstrafe zugestimmt habe. Damit handelt es sich um die höchste Strafe, die die FTC jemals verhängt hat. Die Ermittlungen der FTC waren vor sechs Monaten ins Rollen gekommen, als ein Wissenschaftler der Universität Stanford die Praktiken von Google enthüllt hatte. Das „Wall Street Journal“ griff den Fall auf. Nachdem das Blatt den Konzern zu den Verstößen befragte, schaltete Google die Software ab.

Google räumt kein Fehlverhalten ein

Ein Fehlverhalten gestand Google in der jüngsten Einigung jedoch nicht ein. Bereits im Juli hatte das Unternehmen bekräftigt, die „höchsten Datenschutz- und Sicherheitsstandards“ zu wahren. So habe die im Safari-Browser eingesetzte Technik keine persönlichen Informationen gesammelt.

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Die Strafzahlung wurde indes nicht wegen der Datensammlung verhängt, sondern weil Google den Sachverhalt nicht richtig darstellte. Erst im Oktober 2011 hatte das Unternehmen ein 20 Jahre gültiges Abkommen unterzeichnet, das unter anderem vorsieht, Kunden nicht über Datenschutzpolitik zu täuschen.

Google versicherte den Nutzern von Safari dann auf seiner Service-Webseite, dass sie nichts weiter unternehmen müssten, um sicherzustellen, dass ihre Internetaktivitäten nicht aufgezeichnet würden.

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