Oculus Rift & Co.: Zocken mit der Cyberbrille

Oculus Rift & Co.: Zocken mit der Cyberbrille

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Besucher der Gamescom testen die Virtual-Reality Brille Oculus Rift. Die verspricht eine echte Revolution zu sein und bringt ein ganz neues Spieleerlebnis mit sich.

von Oliver Voß

Auf der Gamescom konnten erstmals Computerspiele für Cyberbrillen wie Google Glass getestet werden. Wirklich spektakulär ist dabei das Konkurrenzprodukt eines kleinen Entwicklers.

Tausende Besucher drängeln sich auf der Spielemesse Gamescom in Köln, um nach Jahren des Wartens die neuen Spielekonsolen von Sony und Microsoft auszuprobieren. Das wirkliche Messehighlight findet sich dagegen etwas versteckt in Halle 10. Hier steht ein leibhaftiger Fuchs-Panzer, mit dem die Bundeswehrt hofft, den einen oder anderen kriegsspielbegeisterten Besucher zu rekrutieren. Daneben motzen die Casemodder ihre Computer zu leuchtenden und blinkenden Kisten auf.

Hier findet sich auch das wahrscheinlich spannendste Gerät der Messe: Die Virtual-Reality Brille Oculus Rift. Denn während Playstation 4 und Xbox One im Vergleich zur Vorgängergeneration so revolutionär sind, wie das iPhone 5 nach dem Vierermodell, verspricht das wie eine schwarz getönte Taucherbrille aussehende Gerät ein ganz neues Spieleerlebnis. Seit Jahren arbeiten die Programmierer daran, das Gefühl zu vermitteln „im Spiel“ zu sein, mit der Oculus-Brille rückt das in greifbare Nähe.

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Entsprechend groß ist der Andrang, am Eröffnungstag stehen zehn Minuten vor Toresschluss in zwei Reihen jeweils etwa 50 Menschen Schlange, um die Oculus Brille zu testen. Vorgeführt werden zwei Spiele: Bei „Hawken“ kann der Spieler Kampfroboter durch eine apokalyptische Welt steuern, „iRacing“ ist ein klassisches Rennspiel.

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Quelle: Presse

Der Effekt dabei ist tatsächlich spektakulär. Die zwei in die Brille eingebauten Linsen erzeugen die Illusion eines kompletten 360-Grad-Panoramas. Der Spieler befindet sich im Cockpit des Rennwagens und mit jeder Kopfbewegung verändert sich die Bildperspektive wie in der echten Welt. So kann man sich die Zuschauertribünen rechts an der Seite, den links überholenden Fahrer oder auch den blauen Himmel anschauen.

Die Grafik ist sehr gut, wenn auch nicht ganz mit der neuesten Generation klassischer Spiele vergleichbar. Dafür hat man wirklich das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein, aber wie bei mittelmäßigen 3D-Filmen wirken Cockpit und Umgebung noch etwas hintereinander gesetzt. Zudem ist es eine reine Demo. Der Spieler sieht seinen Wagen durch die kurvige Strecke fahren und fühlt sich, als würde er in einem Auto sitzen. Wie das Ganze im Zusammenspiel mit der Spielsteuerung funktioniert, konnte man hier noch nicht probieren. Mit „Hawken“ gibt es daneben allerdings eine wirklich anspielbare Kostprobe und auch für die Weltraumsimulation „Eve“ wird auf der Gamescom eine Oculus-Version vorgeführt.      

Oculus Rift soll im kommenden Jahr auf den Markt kommen, erfunden wurde die Brille vom Kalifornier Palmer Luckey, der vor einem Jahr per Crowdfunding dafür fast 2,5 Millionen Dollar eingesammelt hat. Einer der ersten Fans war John Carmack, legendärer Entwickler von Spieleklassikern wie „Wolfenstein“ und „Doom“. Erst Anfang des Monats ist Carmack als Technikchef zum Oculus-Team gestoßen.

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