Office for Mac kostenlos : Microsoft zahlt Abo-Gebühren zurück

Office for Mac kostenlos : Microsoft zahlt Abo-Gebühren zurück

, aktualisiert 11. November 2014, 10:43 Uhr
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Microsoft macht Office auf mobilen Geräten kostenlos

Microsoft sperrte sich lange dagegen, seine Office-Programme auf Apples Smartphones und Tablets verfügbar zu machen. Jetzt kann man die Apps als Privatuser gratis nutzen - und bekommt die Abo-Gebühren zurück.

Auf Microsofts überraschende Ankündigung vor wenigen Tagen, viele Funktionen der Office-Büroprogramme auf Smartphones und Tablets der Konkurrenz künftig kostenlos zu machen, folgt eine weitere gute Nachricht für die Nutzer: Wer schon ein Office-365-Abo hat, kann die Mitgliedschaft bis Ende Januar 2015 kurzfristig kündigen. Wer bislang mit dem iPad Word, Excel und Co. nutzen wollte, musste dafür ein Abo abschließen.

Damit die Nutzer sich nicht über die Neuerung vieler kostenloser Grundfunktionen ärgern, kündigte Microsoft auf seiner Webseite an, dass sie sich die Abokosten erstatten lassen können. Das funktioniert über den Store, in dem man das Abo abgeschlossen hat, also etwa direkt bei Microsoft oder über Apples iTunes. Dabei wird die bisherige Nutzungszeit aber abgezogen. Weitere Einschränkung: Abos, die vor dem 27. März oder nach dem 6. November aktiviert wurden, lassen sich nicht rückerstatten.

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Mit der kostenlosen Nutzung der Office-Programme setzt sich Microsoft gegen neue Konkurrenten zur Wehr. Zuvor konnte man die Mobil-Apps für Software wie die Textbearbeitung Word zwar auch kostenlos herunterladen, damit war dann aber lediglich eine Ansicht möglich. Um Dokumente bearbeiten zu können, musste ein Abo abgeschlossen werden. Nun kann man Dokumente gratis erstellen und bearbeiten, wie Microsoft am 6. November angekündigt hatte.

Einige Funktionen bleiben aber weiterhin zahlenden Kunden vorbehalten, etwa bei der vertieften Bearbeitung oder Zusammenarbeit mit anderen Nutzern. Zudem gibt es zum Office-365-Abo seit kurzem unbegrenzten Speicherplatz auf Microsofts Cloud-Servern dazu. Gewerbliche Nutzer müssen laut den Lizenzbedingungen auch auf die Bezahl-Version ausweichen.

Microsoft hatte lange gezögert, seine Office-Programme für Konkurrenz-Plattformen wie Apples iPhones und iPads oder Geräte mit Googles Mobil-System Android verfügbar zu machen. Sie sollten stattdessen den Verkauf Microsofts eigener Geräte ankurbeln, deren Marktanteile nach wie vor gering sind.

In dieser Zeit rückten mobile Geräte jedoch immer weiter in den Arbeitsalltag der Unternehmen vor. Diese Office-Lücke hatten in den vergangenen Jahren andere Software-Anbieter ausgefüllt, die zuletzt Microsofts Rolle im Büro immer mutiger angriffen.

So stellte die Firma Quip vor wenigen Wochen ein Tabellen-Programm vor, dass speziell auf die Arbeit mit Smartphones und Tablets angepasst ist. Außerdem steht bei Quip - wie auch bei anderen neuen Konzepten etwa von Google - die Kooperation der Nutzer im Mittelpunkt. Microsoft habe anderen Anbieter mit der jahrelangen Zurückhaltung die Tür geöffnet, sagte Quip-Gründer Bret Taylor, der zuvor Technik-Chef bei Facebook war.

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Auch der seit Jahren schwächelnde Smartphone-Pionier Blackberry versucht, vom Interesse an mobiler Büroarbeit zu profitieren. Sein neues Modell Passport hat neben einer klassischen Tastatur einen großen quadratischen Bildschirm für die Anzeige von Dokumenten. Microsoft betont, dass die Office-Apps nach dem Start im Frühjahr auf großes Interesse gestoßen seien. So seien etwa die Versionen für das iPad-Tablet mehr als 40 Millionen Mal heruntergeladen worden.

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