Online-Attacke: Hacker griffen Sony Pictures aus Hotel in Bangkok an

Online-Attacke: Hacker griffen Sony Pictures aus Hotel in Bangkok an

Die Online-Attacke auf Sony Pictures dürfte in die Geschichte eingehen: Es ist außergewöhnlich, dass Hacker die Geschäftsdaten eines Unternehmens nahezu komplett plündern. Die Angreifer haben ihre Spuren verwischt.

Der verheerende Cyberangriff auf Sony Pictures ist laut einem Medienbericht zu einem Luxus-Hotel in Thailand zurückverfolgt worden. Die Hacker hätten von dem „St. Regis“ in der Hauptstadt Bangkok aus zugeschlagen, schrieb der Finanzdienst Bloomberg unter Berufung auf Ermittlerkreise. Nach wie vor bleibt unklar, wer dahintersteckt. Nordkorea bestritt am Wochenende, mit der Attacke zu tun zu haben. Es ist das erste Mal, dass es Hackern gelang, die Datenbestände einer Firma so flächendeckend zu plündern und ihren Betrieb auf Tage lahmzulegen. Die Angreifer scheinen sich freien Zugang zu nahezu allen geschäftlichen Daten des Hollywood-Studios verschafft zu haben. Im Netz landeten danach neben noch unveröffentlichten Filmen und auch Informationen über das Sony-Geschäft sowie Filmstars wie James Franco und Seth Rogen.

Für welche Smart-Home-Technologien sich deutsche Internetnutzer interessieren

  • Die Umfrage

    Fittkau & Maaß Consulting hat Internetnutzer in Deutschland befragt, für welche der folgenden Smart-Home-Technologien sie sich interessieren.

    Quelle: Statista

  • Heizung regeln

    50,7 Prozent

  • Fenster/Jalousien öffnen/schließen

    44,1 Prozent

  • Beleuchtung ein/ausschalten

    36,1 Prozent

  • Kühlschrankinhalte automatisch nachbestellen

    18,7 Prozent

  • Fernseher via Internet nutzen/programmieren

    18,6 Prozent

  • Druckerpatronen automatisch nachbestellen

    15,4 Prozent

  • Pflanzen via Internet-Fernsteuerung gießen

    14,5 Prozent

  • Babyfon via Internet nutzen

    13,3 Prozent

  • Haustiere via Internet-Fernsteuerung füttern

    7,2 Prozent

  • Kein Interesse

    22,3 Prozent

Weiterhin wurden die Daten von tausenden Mitarbeitern inklusive Gehaltsangaben, Leistungsbeurteilungen sowie Sozialversicherungsnummern gestohlen, die in den USA quasi die Funktion eines Personalausweises haben. Etliche Personal Computer von Beschäftigten wurden durch die Attacke so beschädigt, dass sie nicht mehr reparierbar waren und durch neue PCs ausgetauscht werden mussten. Die von Sony beauftragte IT-Sicherheitsfirma Mandiant sprach in einer internen Notiz von einem außerordentlichen Angriff, gegen den kein Unternehmen gewappnet gewesen wäre. Andere Fachleute kritisierten dagegen mangelnde Sicherheitsvorkehrungen bei Sony Pictures. „Ich bin schockiert, dass die Sony-Angreifer mehrere Terabyte an Daten herunterladen konnten, ohne dass dies bemerkt wurde“, twitterte der Ex-Hacker Kevin Mitnick, der inzwischen als Sicherheitsexperte arbeitet.

Nordkorea war verdächtigt worden, weil das kommunistische Regime die Komödie „The Interview“ scharf kritisiert hatte. In dem Film werden zwei Journalisten beauftragt, Machthaber Kim Jong Un bei einem Interview zu töten. Nordkorea hatte den Film scharf kritisiert. Der Angriff steigerte zugleich das Interesse für den Film: Der Trailer wurde seitdem zehn Mal häufiger bei YouTube abgerufen. Während Nordkorea eine Beteiligung zurückwies, sahen Experten einige Parallelen zu einer Attacke auf südkoreanische Banken und Medien im vergangenen Jahr.

Anzeige

weitere Artikel

Eine direkte Spur zum Regime in Nordkorea scheint es jedoch bisher nicht entdeckt worden zu sein. Die Verantwortung für den Attacke übernahm eine bisher nicht bekannt Hackergruppe mit dem Namen „Guardians of Peace“. Sie könnte auch hinter der Veröffentlichung von Sony-Dokumenten stecken. Unter den im Netz platzierten Dokumenten waren unter anderem Zahlen zu Kosten und Erlösen von Sonys Filmen und Fernsehserien, Gehälter von Schauspielern und Adressen von Mitarbeitern. Mehrere Beschäftigte bekamen laut US-Medienberichten Droh-E-Mails. Am Montag wurde auch die Download-Plattform Playstation Store von Sonys Spielekonsolen-Geschäft offenbar Ziel eines Angriffs. Die Website war nicht erreichbar, eine andere Hackergruppe erklärte, sie sei verantwortlich. Das Playstation-Netzwerk und andere Sony-Dienste waren bereits im April 2011 Ziel einer groß angelegten Attacke geworden, bei der sich die Angreifer Zugang zu Daten von bis zu 100 Millionen Nutzern verschafft haben könnten.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%