Online-Musikdienst: Soundcloud schließt Lizenzdeal mit Warner Music

Online-Musikdienst: Soundcloud schließt Lizenzdeal mit Warner Music

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Mit Warner Music hat sich Soundcloud den ersten großen Partner ins Boot geholt.

Die Musikplattform Soundcloud gehört zu den international bekanntesten Startups aus Berlin. Ein Deal mit dem Musikkonzern Warner Music könnte die Suche des Unternehmens nach einem Geschäftsmodell beschleunigen.

Der Berliner Online-Musikdienst Soundcloud hat den ersten großen Musikkonzern ins Boot geholt. Die Warner Music Group wird dank dem Lizenzdeal Gebühren kassieren, wenn Songs von Künstlern des Labels abgespielt werden. Die Vereinbarung deckt sowohl das werbefinanzierte Soundcloud-Angebot ab, als auch einen Abo-Dienst, der in der ersten Jahreshälfte 2015 eingeführt werden soll, wie Warner Music am späten Dienstag mitteilte.

Streaming-Dienste Spotify und Co. helfen Warner Music

Ein Licht am Ende des Tunnels für die verlustreiche Plattenfirma Warner Music: Das Unternehmen konnte seine Verluste im dritten Quartal eindämmen - dank Streaming-Diensten.

Ein Mann sitzt mit einem Kopfhörer vor einer Internetseite, die Musik zum herunterladen anbietet. Quelle: dpa

Für Soundcloud ist das ein Durchbruch auf dem Weg zu einem langfristigen Geschäftsmodell. Bei der Plattform kann jeder Musik oder andere Tonaufnahmen hochladen. Soundcloud ist bisher grundsätzlich kostenlos für Hörer und hat nach eigenen Angaben rund 175 Millionen Nutzer im Monat. Musiker, die in großen Mengen Songs hochladen wollen, werden zur Kasse gebeten. Auch nach dem Start des Abo-Dienstes werde Soundcloud einen Gratis-Dienst behalten, sagte Firmenchef Alexander Ljung dem „Wall Street Journal“.

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Soundcloud gehört zu den international bekanntesten Berliner Startups. Die 2008 gestartete Plattform ließ sich aber lange Zeit mit dem Geldverdienen. In diesem Jahr soll der Kurznachrichtendienst Twitter eine Übernahme von Soundcloud erwogen haben, es kam aber kein Deal zustande.

Die Streaming-Anbieter im Internet

  • Aupeo

    Typ: Radio-Streaming
    Gestartet: 2008
    Sitz: Berlin
    Musikangebot: kein lineares Streaming
    Besonderes: Auswahl von Stationen für Musikgattungen und Stimmungen, kostenloses Angebot mit Werbung und Abo-Modell

  • Deezer

    Typ:On-Demand-Streaming
    Gestartet: 2007
    Sitz: Paris
    Musikangebot: 35 Millionen Titel

  • Last.fm

    Typ: Radio-Streaming
    Gestartet: 2002
    Sitz: London
    Musikangebot: kein lineares Streaming
    Besonderes: Spielt nach Angabe von Lieblingsgruppen Musik von ähnlicher Richtung

  • Pandora

    Typ: Radio-Streaming
    Gestartet: 2000
    Sitz: Oakland, Kalifornien
    Musikangebot: Spielt nach Vorgaben der Nutzer Musik in ähnlicher Richtung, in Deutschland nicht verfügbar

  • MOG

    Typ: On-Demand-Streaming
    Gestartet: 2005
    Sitz: Berkeley, Kalifornien
    Musikangebot: 16 Millionen Titel. In Deutschland nicht verfügbar

  • Napster

    Typ: On-Demand-Streaming
    Gestartet: 1999 als Tauschplattform, seit 2005 als kommerzieller On-Demand-Service
    Sitz: Los Angeles
    Musikangebot: 25 Millionen Titel

  • rara.com

    Typ: On-Demand-Streaming
    Gestartet: 2011
    Sitz: London
    Musikangebot: mehr als 22 Millionen Titel

  • Rdio

    Typ: On-Demand-Streaming
    Gestartet: 2010
    Sitz: San Francisco
    Musikangebot: mehr als 30 Millionen Titel

  • Simfy

    Typ: On-Demand-Streaming
    Gestartet: 2009
    Sitz: Köln
    Musikangebot: mehr als 25 Millionen Titel

  • Spotify

    Typ: On-Demand-Streaming
    Gestartet: 2008
    Sitz: Stockholm
    Musikangebot: über 20 Millionen Titel

Warner Music mit Künstlern wie Bruno Mars oder Kylie Minogue ist einer der drei verbliebenen großen Musik-Konzerne neben dem Marktführer Universal Music und Sony Music. Die Firma gehört dem US-Milliardär Len Blavatnik. Sie übernahm im vergangenen Jahr mehrere Label des britischen Rivalen EMI. Warner Music sucht den Weg ins Internet-Geschäft und schloss dafür unter anderem bereits eine Partnerschaft mit dem Musik-Erkennungsdienst Shazam ab.

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Warner Music steige im Rahmen des Deals auch mit einem kleinen Anteil bei Soundcloud ein, berichtete das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf informierte Personen. Die anderen beiden Schwergewichte der Musikbranche seien einer Einigung mit Soundcloud noch nicht nähergekommen.

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