Es ist wieder soweit: mit Rio Plus 20 steht ein neuer Umweltgipfel der Superlative bevor. Dabei wissen wir längst, dass...
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9 KommentareUnd können wir bitte einmal erfahren, was die riesigen Agentur-Netzwerke bereits für Daten gesammelt haben, und zwar Vermarkter-übergreifend? Und was für eine Macht sie damit ausüben?
Also, weiterhin Cookies löschen. Aber beim Rest ist man eher machtlos(?).
Das ist doch super. Wenn Kunde nicht mehr angerufen werden darf dann eben so. Wo ist das Problem?
Wie man den Kunden fängt ist doch egal.
Verstehe ich nicht. Mit einem Werbeblocker (z.b. Plugin für Firefox) ist die Werbung weg. ich nutze das seit Jahren, und ich kann es wirklich empfehlen. Jedes Mal, wenn einen anderen browser ohne blocker starte und meine Lieblingsseiten ansteuere, erschreckt micht die penetrante Werbung. Doch wie gesagt: das muss nicht sein.
beim Lesen dieses Artikels habe ich 32 unterschiedliche Werbemittel angezeigt bekommen. Mein browser hat mit 11 unterschiedlichen Anbietern Kontakt aufgenommen. Und ich habe 16 cookies von 8 verschiedenen Anbietern bekommen.
Mir persönlich ist das alles egal, weil niemand mich anhand von Cookies und iP-Adressen identifizieren kann und ich es einen guten Deal finde, umsonst diesen Artikel lesen zu können. Aber wie scheinheilig und mit welcher Doppelmoral der Author und Verlag hier arbeiten finde ich zum Kotzen!
ich zitiere aus der Datenschutzerklärung auf dieser Seite: \"Wie andere internetangebote auch, nutzen wir sogenannte „Cookies“ und anderer Technologien, um Sie als unseren Kunden zu erkennen um personalisierte Dienstleistungen anbieten zu können. Darüber hinaus möchten wir auch verstehen, welche Angebote von unseren Kunden verstärkt genutzt werden und wie lange die Verweildauer auf ihnen ist. Hierzu nutzen wir u.a. sogenannte Web beacons (Zählpixel) von Yahoo!, um zu analysieren, welche Seiten unsere Nutzer besuchen und was Sie in der Zeit des besuchs tun. Yahoo! nutzt anonyme informationen über ihre besuche, um seine Produkte und Dienstleistungen zu verbessern und um Werbung, die für Sie von interesse sein könnten, auszuliefern.\"
\"Darüber hinaus werden von uns auch die iP (internet Protocol)-Adressen in aggregierter Weise gespeichert, um den Zugang zu unseren Angeboten abzufragen. \"
besorgt euch die Firefoxerweiterung NoScript und AdblockPlus, dann nervt die Werbung nicht mehr..
@Anonym Vielen Dank für ihre Zuschrift zu meinem Artikel - und dass Sie es für angemessen halten und "einen guten Deal" finden, bei ihrem Surfverhalten beobachtet werden, zeugt von atypisch bewusstem Online-Verhalten. Damit ragen Sie aus der Masse der Web-Nutzer weit heraus.
Dass Sie meinen Artikel für "scheinheilig" halten und mich der "Doppelmoral" zichtigen, halte ich hingegen für absolut unangemessen. ich frage mich ehrlich gesagt auch, ob Sie den beitrag in Gänze gelesen haben?
Ziel des Textes war schlicht und einfach den Leserinnen und Lesern klar zu machen, dass Tracking und Targeting beim Surfen im Netz längst omnipräsenter Alltag sind.
Aber ich schreibe auch - und zwar ganz ausdrücklich -, dass das genau deshalb passiert, weil es kein funktionierendes anderes Geschäftsmodell gibt, das es ermöglicht, Menschen wie ihnen die kostenfreie Nutzung der Online-Angebote zu finanzieren.
Weder behaupte ich, dass die WirtschaftsWoche nicht versucht, ihren Online-Auftritt über Werbung (und die damit verbundenen Targetingmaßnahmen) zu refinanzieren, noch verdamme ich diese grundsätzlich. Es geht schlicht darum, den Nutzern den Sachverhalt zu verdeutlichen. Und wie sich ganz richtig zitieren, schreiben wir das auch noch ausdrücklich in unserer Datenschutzerklärung.
Das kann man gutheißen oder verdammen - scheinheilig ist es mit Sicherheit nicht.
Es grüßt der Autor.
Thomas Kuhn
Sehr geehrter Herr Kuhn,
zunächst vielen Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen, die Kommentare unter ihren Artikeln zu lesen und darauf zu reagieren.
Das Sie mir in Form eine Frage unterstellen, ich hätte nicht den ganzen Artikel gelesen, halte ich jedoch ebenfalls für unangemessen.
Wenn die Überschrift vom "Ködern der internetnutzer" spricht und der Leser als erstes ein bild sieht, auf dem bewachungskameras neben dem Rechner stehen, dann beeinflusst das die Lesart des Artikels entscheidend und es geht eben nicht "lediglich darum, den Nutzern den Sachverhalt zu verdeutlichen".
Dies zeigt auch die Wortwahl, wie "Der Cookie posaunt nach Hause"
"Militärs beschreiben damit das Anpeilen eines Ziels".
Der Artikel würde diesen Eindruck nicht erzeugen, wenn Sie irgendwo (auch in der Offline Ausgabe!) den Satz geschrieben hätten: "im Übrigen werden die meisten der hier beschriebenen Targeting-Technologien auch mit Zustimmung der Wirtschaftswoche auf der Webseite der Wirtschaftswoche eingesetzt, um die darauf erzielten Werbeeinnahmen zu erhöhen."
MFG,
Anonym
@Anonym (ich würde Sie lieber ebenso persönlich anschreiben, wie Sie das mit mir tun).
Über Geschmack lässt sich nicht streiten. Sie finden, ich hätte den Text zu reißerisch formuliert. ich finde, mit Aussagen wie "Die Gratiskultur des internets finanzieren wir alle mit der Preisgabe unserer interessen" drücke ich durchaus auch Selbstkritik aus.
ihren Hinweis, die Nutzung von Targeting-Techniken im wiwo.de-Angebot werde ich bei künftigen, ähnlich gelagerten Gelegenheiten berücksichtigen.
Gruß
Thomas Kuhn
Es ist wieder soweit: mit Rio Plus 20 steht ein neuer Umweltgipfel der Superlative bevor. Dabei wissen wir längst, dass...
Kommentare zu: Wie Unternehmen Internet-Nutzer mit Werbung ködern
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