Pannen-Show: Daten der Quizduell-Spieler möglicherweise ausgespäht

Pannen-Show: Daten der Quizduell-Spieler möglicherweise ausgespäht

, aktualisiert 13. Mai 2014, 19:09 Uhr
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Über die Quizduell-App zur Live-Sendung können möglicherweise technische Daten ausgelesen werden.

Moderator Jörg Pilawa kündigte das „Quizduell“ am Montag noch als das „größte TV-Experiment des Jahres“ an - wenige Minuten später stand fest: Es war eine Pleite. Doch das scheint nicht das einzige Problem der Macher zu sein.

Auch am zweiten Tag der neuen ARD-Reihe „Quizduell“ ist die ersehnte Zusammenführung von Fernsehen und Internet nicht geglückt. Die vier Studiokandidaten spielten gegen das Saalpublikum und nicht gegen Smartphone- oder Tablet-User aus ganz Deutschland, die sich die „Quizduell“-App runtergeladen haben, wie es die ursprüngliche Absicht von ARD und der Produktionsfirma ITV gewesen war.

Technische Probleme hatten „das größte TV-Experiment“, wie Moderator Jörg Pilawa es bezeichnete, am Montag bei der Premiere zunichte gemacht. Sie waren auch am Dienstag nicht behoben. Allerdings könnte die besagte technische Panne das geringste Problem sein: Laut einem Bericht von heise Security konnte wegen eines Datenlecks auf die persönlichen Daten der teilnehmenden Quizduell-Spieler zugegriffen werden. Und das funktioniere möglicherweise noch immer.

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Die App-User sollten gegen vier Studiokandidaten spielen. 187.000 Mal sei die neue aufs TV zugeschnittene „Quizduell“-App runtergeladen worden, berichtete der Moderator Jörg Pilawa noch stolz zu Beginn der Sendung, die drei Wochen lang werktäglich im Programm vorgesehen ist. Wie heise berichtet, seien die Daten der registrierten Nutzer aber nicht ausreichend geschützt gewesen, weshalb Dritte auf Daten wie Name, Wohnort, Geburtsdatum oder E-Mail-Adresse zugreifen können. Insgesamt seien Daten von über 50.000 Nutzern betroffen.

heise Security habe sowohl die ARD als auch die Produktionsfirma itv informiert. Beide erklärten, dass sie derzeit noch damit beschäftigt seien, den Vorfall vom Vortag zu analysieren. Nach wie vor sei nicht geklärt, ob der Ausfall – wie anfänglich behauptet – durch einen Hackerangriff ausgelöst wurde. Es werde "mit Hochdruck" daran gearbeitet, die Probleme in den Griff zu bekommen.

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1,61 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 9,1 Prozent) hatten am Montag gegen 18.00 Uhr die Botschaft von Moderator Jörg Pilawa verfolgt, dass ein einziger Hacker 15000 Server lahmgelegt habe. Der 48-Jährige nahm es mit Humor und sprach seinen „Glückwunsch für diese Leistung“ aus, ergänzte aber mit Blick auf den Täter, der habe Pech und könne jetzt kein Geld mehr gewinnen. Pilawa lud ihn in die Show ein - „wenn er einen Hintern in der Hose hat“ und versprach „keine juristischen Konsequenzen“.

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