Photokina stellt sich neu auf: Weltgrößte Fotomesse künftig jährlich, kürzer und im Mai

Photokina stellt sich neu auf: Weltgrößte Fotomesse künftig jährlich, kürzer und im Mai

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Die weltgrößte Fotomesse Photokina soll ab jetzt einmal pro Jahr stattfinden, kürzer sein und in den Mai verschoben werden.

von Thomas Kuhn

Die weltgrößte Fotomesse Photokina soll ab jetzt einmal pro Jahr stattfinden. Dafür werde sie kürzer dauern und in den Mai vorgeschoben. Und es gibt noch andere inhaltliche Neuheiten.

Nach der Computermesse Cebit, die künftig zum Tech-Event mutieren und statt im März im Juni stattfinden soll, steht auch der Photokina ein radikaler Umbau bevor. Künftig wird die weltgrößte Fotomesse ab 2018 nicht mehr nur alle zwei Jahre stattfinden, sondern jährlich.

Das haben Kölnmesse und der Photoindustrie-Verband (PIV) am Rande der PIV-Jahrestagung in Düsseldorf bekannt gegeben. Parallel zu Verdoppelung der Frequenz werden die Partner die Dauer der Messe von bisher sechs um ein Drittel auf künftig nur noch vier Tage verkürzen. Das gilt schon für die im kommenden September geplante nächste Photokina, die dann nur noch von Mittwoch, 26., bis Samstag, 29. September dauern wird.

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Bereits im darauf folgenden Frühjahr soll dann aber schon die nächste Auflage des internationalen Imaging-Events in Köln starten. Denn Messe und Verband wollen auch den Termin von September auf Mai verschieben. An welchen Tagen genau die Photokina 2019 stattfinden wird, haben die Partner noch nicht festgelegt. Es solle aber kurzfristig entschieden werden.

Gründe für den Wandel

Die Repositionierung ist eine Reaktion auf die fortschreitende Digitalisierung der Imaging-Branche. Sie soll das Foto-Event stärker als bisher neuen Zielgruppen und Themenfeldern öffnen – neben die traditionellen Kamerahersteller, Händler und Zubehörproduzenten sollen dann auch Softwareanbieter, App-Entwickler und Betreiber von Cloud- sowie Internetangeboten treten. Auch Smart-Home-Lösungen und Computer Generated Imaging haben die Messe-Partner als künftige Themenschwerpunkte ausgemacht. Und schließlich wollen die Veranstalter das Branchenevent auch für die Hersteller von Smartphones attraktiv machen. "Deren Foto-Funktionen sind heute das wichtigste Kaufkriterium, warum also sollten die Hersteller nicht auch auf der Photokina ihre Kundschaft erreichen wollen", heißt es aus PIV-Kreisen.

Anders als die Cebit, die seit Jahren unter schrumpfenden Besucher- und Ausstellerzahlen litt, hatte die Photokina bis zuletzt mit um die 190.000 Besuchern ein relativ konstantes Publikum. Mit knapp 1000 Ausstellern bei der letzten Messe 2016 lag die Zahl der der teilnehmenden Unternehmen allerdings merklich unter den Spitzenwerten der 2000er-Jahre als sich in den Messehallen teils mehr als 1500 Aussteller präsentierten.

Mit der Umstellung von Turnus, Dauer und Termin setzen die Veranstalter nun auf einen Dynamisierungseffekt, wie ihn vor rund zehn Jahren auch die Internationale Funkausstellung in Berlin mit ihrer Umstellung auf die jährliche Veranstaltungsfolge erlebt hat. Die zuvor in Resonanz und Wahrnehmung schrumpfende einstige Vorzeigemesse der Fernsehwelt hatte sich dabei zu einer Universalschau für das digitalisierte Alltagsleben und den vernetzten Haushalt etabliert und die Trendwende geschafft.

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