Quartalszahlen am Abend : Junge Menschen wollen nicht mehr ohne Facebook leben

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Quartalszahlen am Abend : Junge Menschen wollen nicht mehr ohne Facebook leben

Kurz vor der Bekanntgabe der Facebook-Quartalszahlen belegt eine Umfrage, dass immer mehr Deutsche in Sozialen Netzwerken unterwegs sind. Facebook bleibt das beliebteste von ihnen. Vor allem junge Menschen gehen noch einen Schritt weiter.

Eines ist sicher. Mark Zuckerberg hat das Netzverhalten der Menschen mit seinem Sozialen Netzwerk in den vergangenen acht Jahren entscheidend geprägt. Kontaktlisten, Partyeinladungen, Bilder austauschen, Spiele spielen - so sieht vor allem der Alltag vieler Jugendlicher im Internet aus. Eine aktuelle Studie des Allensbach-Institutes hat ergeben, dass immer mehr Jugendliche sich ein Leben ohne Facebook nicht mehr vorstellen können. Danach stimmen 51 Prozent der 14- bis 19-jährigen der Aussage zu, ohne soziale Netzwerke nicht mehr leben zu können. Bei den 20- bis 29-Jährigen liegt die Zustimmungsrate immerhin bei 41 Prozent, bei den 30- bis 30-Jährigen bei 29 Prozent.


Ohne Zweifel, die Bedeutung sozialer Netzwerke hat in den vergangenen Jahren insgesamt massiv zugenommen. Im Vergleich zu 2008 hat sich die Zahl der Nutzer von Facebook, Twitter und Co. damit fast verdreifacht. Facebook bleibt laut Allensbach-Umfrage das mit Abstand beliebteste Portal. 88 Prozent aller deutschen Social-Media-Fans haben demnach ein Facebook-Profil. Das entspricht 23 Millionen Nutzern. Inzwischen ist fast jeder zweite 14- bis 64-Jährige Mitglied in einem sozialen Netzwerk.

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Fakten aus dem Facebook Börsenprospekt

  • Volumen des Börsengangs

    Zunächst 5 Milliarden US-Dollar, könnte aber noch erhöht werden

  • Betreuung

    Begleitet wird der Börsengang unter der Leitung von Morgan Stanley. Mit im Team sind JPMorgan, Goldman Sachs und Bank of America/Merril Lynch.

  • Der „Zuckerberg-Faktor“

    Unter den Risikofaktoren für Investoren nennt Facebook unter anderem den Weggang von Mark Zuckerberg.

  • Kürzel

    Das Börsenkürzel für Facebook soll „FB“ werden. Das wird aber erst feststehen, wenn klar ist wo das Papier gehandelt wird.

  • Umsätze

    3,7 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr

  • Anteilsverhältnisse

    Mark Zuckerberg hält an Facebook 28 Prozent. Das Management insgesamt 70 Prozent. Der Rest ist in den Händen von Finanzinvestoren.

  • Monatlich aktive Nutzer

    845 Millionen beträgt die Zahl vom 31. Dezember 2011. Genau ein Jahr zuvor waren es noch 608 Millionen User.

  • Likes und Kommentare

    Durchschnittlich 2,7 Milliarden pro Tag im letzten Quartal 2011

  • Foto-Uploads pro Tag

    250 Millionen

  • Geschlossene Freundschaften

    100 Milliarden

  • Gebändigter Zuckerberg

    Auf Seite 28 des Prospekts werden die Aktionäre beruhigt, denen das Naturell Zuckerbergs - „Ich bin der Chef, Arschloch“ - aufstoßen könnte: „Als Verwaltungsratsmitglied steht Mr. Zuckerberg in der treuhänderischen Pflicht gegenüber unseren Aktionäre [und wird] nach gutem Gewissen und in einer Art und Weise handeln, (...) wie es im besten Sinne der Aktionäre ist.“

Interessant ist die Frage, wo Facebook bei all der guten User-Ressonanz steht. Ist der Zenit schon überschritten oder nicht? Erst vor wenigen Wochen feierte Mark Zuckerberg eine Milliarde User bei Facebook. Allerdings gibt es immer wieder Unkenrufe, dass das Interesse an Facebook jedenfalls in den USA nachlassen könnte. Laut einer Befragung von Ipsos bei 1000 amerikanischen Nutzern ist herausgekommen, dass ein Drittel der Befragten weniger lang auf Facebook surft als noch vor einem halben Jahr.  

 

Und wie sieht eigentlich das Geschäftsmodell des Unternehmens aus? Derzeit generiert das Unternehmen vor seinen Profit vor allem aus dem Verkauf von Werbeflächen. Problematisch daran ist, dass immer mehr Menschen auch Soziale Netzwerke über Apps Internet aufrufen. 18 Millionen Menschen sind laut Allensbach mobil im Netz unterwegs. Und im Mobil-Geschäft stagniert der Verkauf von Werbung noch.

Dem User sind all diese Überlegungen egal, so lange die Timeline schön aussieht und sich Links bequem teilen lassen. Anders sieht es bei den Anlegern aus. Den Facebook-Börsengang im Mai straften sie ab. Am Montag danach fiel die Aktie um etwa 13 Prozent.

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Entsprechend gespannt werden die Zahlen für das dritte Quartal erwartet. Um die Aktie wieder in  Schwung zu bringen, muss Facebook überzeugend auf Anleger und Kunden wirken. Denn schon bei der Bekanntgabe der Halbjahreszahlen im Juli wurden die Anleger nervös. Das geringere Umsatzwachstum sorgte dafür, dass das Papier um mehr als elf Prozent tiefer bei rund 24 Dollar gehandelt wurde. Für die Zahlen am Dienstagabend gehen Analysten von einem erneuten Gewinn aus, aber eben auch von einem Nachlassen des Umsatzwachstums. 

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