Quartalszahlen: Wie Google mit Werbung und auf YouTube absahnt

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Quartalszahlen: Wie Google mit Werbung und auf YouTube absahnt

von Meike Lorenzen

Bei Google wird heute erleichtert aufgeatmet. Das letzte Jahresviertel mit den umsatzstarken Weihnachtstagen sorgte noch einmal für einen Schub, nachdem das Geschäft im Sommer die Anleger enttäuscht hatte. Mit zielgruppenorientierter Werbung gelang die Kehrtwende.

„Apple kann Hardware, und Google kann Werbung“, sagt der IT-Analyst Patrick Moorhead. Und genau darin liegt der Kern des aktuellen Erfolgs bei Google. Der Suchmaschinen-Konzern versteht es besser als andere, gesammelte Daten für sich zu nutzen und die Kunden gezielt mit Werbung anzusprechen. Die florierende Online-Werbung ließ den Gewinn des Konzerns im vergangenen Jahr um zehn Prozent auf 10,7 Milliarden Dollar (8,0 Milliarden Euro) steigen. Der Umsatz überstieg auch dank des Zukaufs des Smartphone-Herstellers Motorola die markante Marke von 50 Milliarden Dollar. Das war trotz kurzfristiger Flaute im Sommer ein intelligenter Schritt des Konzerns.

Daten sind Macht

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Doch das Kerngeschäft bleibt die Werbung. Dass Daten Macht sind, haben die Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin schon lange verstanden. Hungrig sammelt der Konzern User-Daten, IP-Adressen, Suchanfragen und Suchverläufe. Die Informationen werden auf den gigantischen Servern gespeichert, die überall auf der Welt stehen. Auch die geteilten Links auf dem Netzwerk Google + fließen in den gigantischen Algorithmus mit hinein, der berechnet, was der Person vor dem Rechner besonders gut gefällt. So wird die personalisierte Werbung immer genauer. Wer viel im Netz nach Reiseempfehlungen sucht, dem wird Hotelwerbung oder das neuste Suchportal für Billig-Flüge in den Süden angezeigt.  

Auch grafische Werbeanzeigen, die auf allen möglichen Seiten im Internet auftauchen, setzen sich immer mehr durch. Zum Beispiel: Wird auf einem Nachrichtenportal über den neuesten Bestseller berichtet, spielt Google dort gezielt die passende Werbung wie die von Buchhandlungen oder anderen Verlagen aus.

Inzwischen haben auch die Unternehmen das Potential erkannt, die Zielgruppen im Netz gezielt anzusprechen. „Wir profitieren von dem Trend, dass Werbung immer stärker online geschaltet wird“, sagte Google-Manager Nikesh Arora. Die Werbung ist die Haupteinnahmequelle des Konzerns. Allen voran die rosafarbenen, hervorgehobenen Links, die in der Suchmaschine über den eigentlichen Ergebnissen angezeigt werden. Weitere Werbung findet sich in der rechten Spalte. Das Geschäft in Deutschland sei besonders gut gelaufen, sagte Arora. Schwächer habe es in Südeuropa ausgesehen, was aufgrund der wirtschaftlichen Lage im Zuge der Finanzkrise kaum verwundert.

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