Rara-Chef Lewis : "Musik-Streaming an Omas getestet"

Rara-Chef Lewis : "Musik-Streaming an Omas getestet"

von Yvonne Esterházy

Rob Lewis Der Gründer des neuen Internet-Musikdienstes Rara.com will den digitalen Musikmarkt erobern.

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Die Website des neue Musik-Streaming-Portals Rara.com.

WirtschaftsWoche: Mr Lewis, Ihr neuer Musik-Streaming-Service, bei dem die Zuhörer anders als bei Apples iTunes keine Songs kaufen, sondern sie über das Internet für einen bestimmten Zeitraum mieten, drängt auf einen Markt, in dem sich allein in Deutschland rund 50 Anbieter wie MyJuke, Simfy oder Rdio tummeln. Warum brauchen wir jetzt auch noch Rara.com?

Rob Lewis: Sieben Jahre nach der Einführung von iTunes haben etwa 80 Prozent aller Verbraucher immer noch keinen Zugang zu digitalen Musikdiensten gefunden. Weltweit bezahlen nur fünf Millionen Menschen für Musik-Streaming-Abos. Potenzielle Nutzer werden abgeschreckt, weil ihnen das System zu kompliziert ist.

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Und Sie haben dafür eine Lösung?

Ja, wir bieten Musik, die so einfach zu nutzen ist wie eine CD. Jeder, der einen Internet-Browser nutzen kann, kann Rara.com bedienen. Unsere Benutzeroberfläche ist auch für technisch weniger versierte Leute gut verständlich und richtet sich an diejenigen, die nicht wissen, wie man Apps herunterlädt und Playlists erstellt. Unser Angebot haben wir sogar an Omas getestet.

Also haben Sie etwas ältere Musikfans als Zielgruppe im Visier?

Wir konzentrieren uns auf die 25– bis 40-Jährigen. Bei den Teenagern gibt es zu viel Piraterie, und die haben meist noch keine Kreditkarte.

Andere Streaming-Dienste sind entweder werbefinanziert oder bieten Nutzern einen kostenlosen Probemonat an. Sie verlangen bereits für das Probe-Abo

99 Cent im Monat. Später steigt der Preis dann auf bis zu zehn Euro. Geht das gut?

Erstens: Musikliebhaber wollen nicht gezwungen sein, Werbung anzuhören. Zweitens: Viele der kostenlosen Probe-Abos bieten keinen Zugang zu allen verfügbaren Titeln. Auch wir verdienen in den ersten drei Monaten nicht wirklich etwas an den Kunden. Aber danach rechnet sich das Modell. Rara.com ist in 23 Ländern erhältlich, in denen mehr als 950 Millionen Menschen leben.

Wie viele Kunden haben Sie schon?

Wir sind ja erst Mitte Dezember gestartet, ich kann dazu noch nichts sagen.

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