Sammelklage gegen Apple: So schützen Sie sich gegen die App-Käufe ihrer Kinder

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Sammelklage gegen Apple: So schützen Sie sich gegen die App-Käufe ihrer Kinder

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Per Klick über den Display ist der App-Store einfach zu erreichen.

von Meike Lorenzen

Eltern sind mit einer Sammelklage gegen Apple gezogen, weil sie nicht mehr für die App-Käufe ihrer Kinder aufkommen wollen. Wie der Konzern reagiert und was Apple-Kunden jetzt schon tun können.

Die Tablets und Smartphones von Apple sind einfach und intuitiv zu bedienen. Dass jedes Kind sofort damit umgehen kann, hat die Produkte des Konzerns so beliebt gemacht. Doch genau das wird zum Problem, wenn der Nachwuchs das iPhone oder iPad in die Finger bekommt. Schnell landet der Sprössling in Apples iTunes-Store und kauft die eine oder andere App.

Weil Eltern für die Einkäufe ihrer Kinder nicht mehr aufkommen wollen, haben sie eine Sammelklage gegen den Multikonzern gerichtet. Das Ergebnis: Apple wird seinen Kunden mindestens 32,5 Millionen Dollar, umgerechnet knapp 24 Millionen Euro, zurückerstatten. Die Grenzen nach oben seien offen – je nachdem wie viele Betroffenen sich melden, kündigte Unternehmens-Chef Tim Cook an. In einem Brief an seine Mitarbeiter schrieb Konzern-Chef Tim Cook, dass bisher etwa 37.000 Beschwerden eingegangen seien.

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Mit dem freiwilligen Entgegenkommen will der iPhone-Hersteller einen Vergleich mit der U.S. Federal Trade Commission erzielen. Außerdem bietet Apple an, auch das gesamte Abrechnungsverfahren im App-Store neu zu gestalten.

Eine Kindersicherung im App-Store dürften Apple deutlich mehr wehtun als die Rückzahlungen. Der Konzern steht trotz schrumpfenden Marktes mit seinen hohen Margen blendend dar. Etwa 19,5 Millionen US-Dollar Umsatz kann Apple pro Stunde verbuchen.

Doch gerade das schnelle und simple Shopping ohne große Einschränkungen hat den App-Store so erfolgreich gemacht. Allein im vergangenen Jahr gaben die Kunden hier mehr als zehn Milliarden Dollar im App-Store aus.

Besonders simple sind die sogenannten „In-App“-Käufe, die vor allem in Spielen vorkommen. Damit können die Nutzer per Touch Zusatzkomponenten oder Optionen kaufen, um im Spiel besser voran zu kommen oder Werbung auszuschalten. Die Kosten die Hierdurch entstünden seien für Eltern kaum noch zu überblicken.

Ein weiteres Problem: Wer sich in den App-Store eingeloggt hat, kann ihn nicht einfach wieder per Klick verlassen. Das Programm schmeißt den Nutzer automatisch heraus – allerdings erst nach 15 Minuten. Genug Zeit, um im iTunes-Store kräftig zuzuschlagen. Tim Cook argumentiert, man habe das Produkt so in den Markt eingeführt, um das Einkaufen komfortabler zu gestalten.

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Ob Apple die beiden inzwischen über fünf Jahre alten Bedienungskonzepte wieder rückgängig macht, ist unwahrscheinlich. Wie die neue Kindersicherung im iTunes-Store am Ende tatsächlich aussehen wird, bleibt offen.

Wer aktuell die Shopping-Touren des Nachwuchses unterbinden will, muss sich durch die Einstellungen des mobilen Betriebssystems iOS klicken, das sowohl auf iPads als auch iPhones installiert ist (Einstellungen > Allgemein > Einschränkungen > Einschränkungen aktivieren). „In-App-Käufe“ lassen sich unter dem Punkt „Zulässiger Inhalt“ deaktivieren. Hier können Nutzer auch einstellen, dass bei jedem Einkauf das iTunes-Passwort wieder abgefragt wird. Und wer sein Passwort nicht weiter gibt, muss auch nicht mit unnötig hohen Kosten rechnen. Darüber hinaus hat Apple selbst einen Leitfaden für Eltern ins Netz gestellt.

Mit Material von Bloomberg und Reuters 

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