
Zumindest Eugene Kaspersky muss sich nicht um die Sicherheit seines Handys sorgen. Das liegt allerdings nicht an der Sicherheitssoftware die seine Firma anbietet, sondern an Kasperskys Gerät. „Ich brauche das Ding nur zum Telefonieren“, sagt der Russe und zieht ein nicht mehr ganz taufrisches, silbernes Sony-Ericsson-Handy aus seiner braunen Lederjacke.
Wer im Gegensatz zu Kaspersky jedoch ein modernes Smartphone sein eigen nennt, sollte sich auch Gedanken um dessen Sicherheit machen. Denn während Handy-Schadsoftware lange ein selten auftretendes Phänomen war, hat sich die Situation inzwischen radikal geändert. Vor einem Jahr registrierte Kaspersky in einem Monat 89 neue Smartphoneschädlinge, in diesem Februar kamen gleich 1.500 hinzu.
Bild: ScreenshotFür das Spiel "Cut The Rope HD" ist Fingerspitzengefühl gefragt. Ziel ist es Kettenreaktionen auszulösen, um dem kleinen Frosch Nahrung zu verschaffen. Dafür müssen Fäden geschickt durchschnitten werden.
"Cut the Rope" gibt's für 1,59 Euro im iTunes-Store.
Bild: ScreenshotPlatz neun: Auf dem Smartphone haben sie sich durchgesetzt, auch auf dem iPad gibt's die Vögel. Die werden in eine Zwille gespannt und dann auf sagen wir mal interessant zusammengesetzte Konstruktionen geschossen. Bei "Angry Birds Rio HD" geht es auch darum, Artgenossen zu befreien. Die meisten Nutzer sind bereit, für das Spiel, das in lateinamerikanischen Flair gehalten ist, Geld zu bezahlen. Vorsichtige können sich auch erst an kostenlosen Testversionen ausprobieren.
Bild: ScreenshotPlatz acht: Mit Hilfe von "Good Reader" können sich iPad-User PDFs und Mediendateien anschauen, in PDF-Dokumenten sind Anmerkungen möglich. FTP-, Dropbox- und andere Zugänge können bequem genutzt werden. Selbst riesengroße Dateien werden in der Produktivitäts-App gut unterstützt.
Bild: ScreenshotPlatz sieben: Für Hobbymusiker ist die Applikation "GarageBand", die bereits auf dem Mac Bestandteil des iLife-Pakets war, offenbar zu einem Muss geworden. Anders lassen sich die hohen Downloadzahlen nicht erklären. Mit Hilfe von GarageBand lassen sich Lieder komponieren, eigene Instrumente lassen sich anschließen und können eingespielt werden. Wer kein Schlagzeug hat, kann trotzdem Musik machen, über den Bildschirm lässt sich dies ebenso bedienen. Die selbst erstellten Werke lassen sich dann auch exportieren.
Bild: ScreenshotPlatz sechs: Es ist schon auffällig, dass unter den meist geladenen, kostenpflichtigen Applikationen vor allem Spiele sind. So auch: Fruit Ninja HD. Erfunden hat es die australische Firma "Halfbrick" und allein der Name verrät, worum es geht: Obst zerstören. Auch diese App gab es zunächst auf Smartphones und hat es danach auch auf das iPad geschafft.
Fruit Ninja HD für 2,39 Euro im iTunes-Store
Bild: ScreenshotPlatz fünf: Für den Klassiker unter den Gesellschaftsspielen legen Nutzer schlappe 5,49 Euro hin. Gespielt werden kann gegen menschliche Mitspieler oder den Computer. Was ganz nett ist: Das iPhone kann als Ablagebank für die eigenen Steine genutzt werden.
Bild: ScreenshotPlatz vier: Selber malen, schreiben ohne Tastatur, also so wie früher, ermöglicht "Penultimate". Sozusagen wird das iPad zum Schmierpapier. User schätzen vor allem die einfache Bedienung und den geringen Speicherplatz, den das Programm benötigt.
Bild: ScreenshotPlatz drei: Noch eine Angry-Birds-Version hat es in die Top Ten der meistverkauften iPad-Apps geschafft: "Angry Birds Season HD". Die App startete als Halloween-Version und hat nun verschiedene andere Layouts wie Winter, Weihnachten usw. integriert.
"Angry Birds Season HD" für 1,59 Euro im iTunes-Store
Bild: ScreenshotPlatz zwei: Der Klassiker schlechthin: Angry Birds HD. Interessant, dass es so viele Spin-offs in die Top Ten geschafft haben.
Bild: ScreenshotPlatz eins: Pages ist das Textverarbeitungs- und Layoutprogramm von Apple, das extra für das iPad angepasst wurde. Es gibt zahlreiche Vorlagen für Flyer, Einladungen oder Lebensläufe und lässt sich wie so vieles aus dem Hause Apple einfach bedienen.
Für das Spiel "Cut The Rope HD" ist Fingerspitzengefühl gefragt. Ziel ist es Kettenreaktionen auszulösen, um dem kleinen Frosch Nahrung zu verschaffen. Dafür müssen Fäden geschickt durchschnitten werden.
"Cut the Rope" gibt's für 1,59 Euro im iTunes-Store.
Bei den Smartphones ist vor allem ein System dafür verantwortlich: „Android ist das populärste Angriffsziel für Cyberkriminelle“, sagt Kaspersky. Denn je mehr sich die Plattform ausbreitet, desto lukrativer wird es für Virenschreiber, dafür Schadsoftware zu entwickeln.
Und Android wächst rasant. Im Vorjahr hat Kaspersky mit einigen Mitarbeitern gewettet, dass Googles Betriebssystem in fünf Jahren einen Marktanteil von 80 Prozent haben wird. Bei den Zielen liegt es bereits uneinholbar vorn: 75 Prozent der Smartphone-Schadsoftware attackiert Android.
Google entfernt auf einen Schlag 27 Apps
Kaspersky-Analyst Christian Funk beobachtet die Entwicklung seit langem. Auf seinem Laptop zeigt er Diagramme, die belegen wie erschreckend rasant sich die Virenschreiber auf ihr neues Lieblingsziel eingeschossen haben. Im März 2011 hatten es nicht einmal fünf Prozent der Mobilschädlinge auf Android abgesehen. Der mit über 60 Prozent größte Anteil war auf die Software Java ausgerichtet, die auf verschiedenen Geräten läuft. Fast ein Viertel attackierte noch Nokias altes Symbian-System.
Nur vier Monate später hatte sich der Android-Anteil schon auf knapp 15 Prozent verdreifacht. Zu dieser Zeit wurden auch die ersten spektakulären Fälle publik: „DroidDream“ nannte sich die App, die zum ersten Alptraum für Android wurde, denn gleich mehrfach tauchte der Schädling im Marktplatz auf.
Im November überschritten die Android-Schädlinge dann erstmals die 50-Prozent-Marke und Ende des Jahres entfernte Google auf einen Schlag 27 bösartige Apps aus dem Marktplatz, die als Spiel, Horoskop oder Bildschirmschoner getarnt, kostenpflichtige SMS verschickten.
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