Schadprogramme: Gefahr für das Smartphone

Schadprogramme: Gefahr für das Smartphone

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Gefahrenquelle QR-Codes - Nachdem immer mehr schadhafte Apps im Internet kursieren, stellen nun die schwarz-weißen Pixelquadrate eine Schwachstelle im Sicherheitsnetz dar.

von Oliver Voß

Die Zahl bösartiger Apps ist massiv angestiegen, die Schadprogramme lauern vor allem auf Android-Smartphones. Eine neue Schwachstelle sind QR-Codes und selbst Fernseher könnten zum Ziel werden – doch man kann sich auch mit einigen einfachen Mitteln schützen.

Zumindest Eugene Kaspersky muss sich nicht um die Sicherheit seines Handys sorgen. Das liegt allerdings nicht an der Sicherheitssoftware die seine Firma anbietet, sondern an Kasperskys Gerät. „Ich brauche das Ding nur zum Telefonieren“, sagt der Russe und zieht ein nicht mehr ganz taufrisches, silbernes Sony-Ericsson-Handy aus seiner braunen Lederjacke.

Wer im Gegensatz zu Kaspersky jedoch ein modernes Smartphone sein eigen nennt, sollte sich auch Gedanken um dessen Sicherheit machen. Denn während Handy-Schadsoftware lange ein selten auftretendes Phänomen war, hat sich die Situation inzwischen radikal geändert. Vor einem Jahr registrierte Kaspersky in einem Monat 89 neue Smartphoneschädlinge, in diesem Februar kamen gleich 1.500 hinzu.

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Bei den Smartphones ist vor allem ein System dafür verantwortlich: „Android ist das populärste Angriffsziel für Cyberkriminelle“, sagt Kaspersky. Denn je mehr sich die Plattform ausbreitet, desto lukrativer wird es für Virenschreiber, dafür Schadsoftware zu entwickeln.

Und Android wächst rasant. Im Vorjahr hat Kaspersky mit einigen Mitarbeitern gewettet, dass Googles Betriebssystem in fünf Jahren einen Marktanteil von 80 Prozent haben wird. Bei den Zielen liegt es bereits uneinholbar vorn: 75 Prozent der Smartphone-Schadsoftware attackiert Android.

Cyberkriminalität Apps als Trojanische Pferde

Mit einer neuen Angriffstaktik können Cyberkriminellen auf Smartphones gespeicherte Nutzerdaten stehlen und ihre Opfer erpressen. Die nutzen spezielle Spionage-Apps.

Trojaner Quelle: dapd

Google entfernt auf einen Schlag 27 Apps

Kaspersky-Analyst Christian Funk beobachtet die Entwicklung seit langem. Auf seinem Laptop zeigt er Diagramme, die belegen wie erschreckend rasant sich die Virenschreiber auf ihr neues Lieblingsziel eingeschossen haben. Im März 2011 hatten es nicht einmal fünf Prozent der Mobilschädlinge auf Android abgesehen. Der mit über 60 Prozent größte Anteil war auf die Software Java ausgerichtet, die auf verschiedenen Geräten läuft. Fast ein Viertel attackierte noch Nokias altes Symbian-System.

Nur vier Monate später hatte sich der Android-Anteil schon auf knapp 15 Prozent verdreifacht. Zu dieser Zeit wurden auch die ersten spektakulären Fälle publik: „DroidDream“ nannte sich die App, die zum ersten Alptraum für Android wurde, denn gleich mehrfach tauchte der Schädling im Marktplatz auf.

Im November überschritten die Android-Schädlinge dann erstmals die 50-Prozent-Marke und Ende des Jahres entfernte Google auf einen Schlag 27 bösartige Apps aus dem Marktplatz, die als Spiel, Horoskop oder Bildschirmschoner getarnt, kostenpflichtige SMS verschickten.

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