Sharing Economy boomt: Deutsche teilen gerne ihre Wohnung mit Touristen

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Sharing Economy boomt: Deutsche teilen gerne ihre Wohnung mit Touristen

von Meike Lorenzen

Lange wurde die Idee als abwegig abgetan. Doch die Buchungszahlen des Tourismus-Portals Airbnb zeigen: Übernachten im Privathaus statt im Hotel hat sich als Reisetrend etabliert.

Es ist eine Erfolgsgeschichte: Seit der Gründung vor rund vier Jahren haben mehr als vier Millionen Reisende eine Privatunterkunft über das Online-Portal Airbnb gebucht. Allein in 2012 stiegen die Gästezahlen weltweit um 250 Prozent: drei Millionen Menschen waren im vergangen Jahr mit Airbnb unterwegs. „Unser starkes Wachstum ist auch ein Beweis dafür, dass die Sharing Economy kein medialer Hype ist, sondern eine tiefgreifende gesellschaftliche Veränderung“, sagt Eugen Miropolski, Regional Director Europa bei Airbnb. „Die Menschen teilen statt zu kaufen – ihr Auto, ihre Wohnung, ihre Kleidung.“

Was die Gäste bei Airbnb buchen, sind private Unterkünfte, zum Teil einfache Zimmer innerhalb einer privat bewohnten Wohnungen, in der Bad und Küche geteilt werden. Schon seit einigen Jahren bieten die Portale Hospitality Club und Couchsurfing ebenfalls private Unterkünfte an. Professioneller sind die Mietportale 9flats.com, Wimdu und Airbnb aufgestellt. Sie werden als Vermittlungsportale auch finanziell für ihre Dienstleistung entlohnt. Für die Vermittlung der Unterkünfte erhält Airbnb laut Deutscher Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) von den Vermietern einen Abschlag in Höhe von drei Prozent der Zimmerpreises sowie sechs bis zwölf Prozent von den Mietern. Bei 9flats zahlen die Mieter keine Vermittlungsgebühr. Diese übernimmt mit 15 Prozent der Vermieter.

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Und hier wird nicht nur die Couch im Wohnzimmer geboten. In etlichen Fällen sind es ganze Ferienwohnungen, manchmal gar Hausboote, Hütten, Baumhäuser oder Villen, die gemietet werden können. Was den Gast genau erwartet, ist im Internet einzusehen. Besser als manches Hotel wird die Unterkunft auf dem Portal in Bildern gezeigt. Das simple Design macht die Buchung einfach, und die Auswahl ist riesig.

Stephan Uhrenbachers 9flats bietet weltweit bereits über 86.500 Unterkünfte an. Im Februar 2013 wurden über das Portal vier mal so viele Übernachtungen wie im Februar 2012 gebucht, heißt es seitens des Unternehmens. Dabei ist 9flats gerade mal seit zwei Jahren online. Bei Airbnb stehen derzeit über 300.000 Unterkünfte in 35.000 Städten rund um den Globus. Davon kamen allein im vergangenen Jahr über 180.000 Unterkünfte neu hinzu, das entspricht einem Wachstum von 250 Prozent.

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