Sicherheitssystem: Kim Dotcom will Twitter und Co. verklagen

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Sicherheitssystem: Kim Dotcom will Twitter und Co. verklagen

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Der umstrittene Internet-Unternehmer Kim Dotcom will US-Konzerne verklagen.

Quelle:Handelsblatt Online

Twitter will nach diversen Hackerangriffen seine Anmeldesysteme sicherer machen. Genau gegen diese Systeme klagt jetzt der Internet-Unternehmer Kim Dotcom. Neu eingeführte Sicherheitsmaßnahmen von Twitter, Google oder Facebook seien seine Erfindung.

Worum es genau geht: Der Kurzmitteilungsdienst Twitter führt nach einer Welle von Hacker-Angriffen auf Profile einflussreicher Medien zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ein. Nutzer bekommen die Möglichkeit einer Anmeldung in zwei Stufen, wie Twitter am Mittwoch ankündigte. Ähnlich wie etwa beim Online-Banking muss zusätzlich zum Passwort ein Code eingegeben werden, der bei jedem Anmelden neu per SMS verschickt wird. Experten hatten schon länger eine solche zusätzliche Sicherheitsebene vorgeschlagen.

In den vergangenen Wochen waren unter anderem die BBC, die Nachrichtenagentur AP und die „Financial Times“ Opfer von Hacker-Angriffen geworden. Über Phishing-Mails wurden Passwörter ausspioniert und Twitter-Accounts gekapert.

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Zu den Attacken bekannte sich eine „Syrian Electronic Army“, die westlichen Medien vorwirft, falsch über den Bürgerkrieg in Syrien zu informieren. Der AP-Angriff war besonders schwerwiegend, weil die Hacker über das offizielle Twitter-Profil der Nachrichtenagentur Falschinformationen über Explosionen im Weißen Haus und eine Verletzung von Präsident Barack Obama verbreitet hatten. Der US-Aktienmarkt war daraufhin für kurze Zeit eingeknickt.

Doch gerade gegen diese Systeme, die Portale vor Hackern schützen sollen, will nun der von der US-Justiz wegen Urheberrechtsverstößen verfolgte deutsche Internet-Unternehmer Kim Dotcom vorgehen. Er wirft den Internetgiganten den Bruch seiner Urheberrechte vor. Er erwäge Schritte gegen Twitter, Google, Facebook und Co., weil diese von ihm erfundene Sicherheitsmaßnahmen nutzten, teilte er mit. „Ich könnte sie anzeigen, wegen dem, was die USA gegen mich unternommen haben.“

„Meine Erfindung. Mein Patent“

Im Internet veröffentlichte er nun ein US-Patent aus dem Jahre 2000 für ein zweistufiges Authentifizierungsverfahren. Kim Dotcom postete am Donnerstag auf Twitter: „Google, Facebook, Twitter, Citibank etc. bieten die Zwei-Schritt-Authentifizierung an. Massive Urheberrechtsverletzung von US-Firmen. Meine Erfindung. Mein Patent.“

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Allerdings bietet er den Unternehmen an, er würde gegen finanzielle Hilfe für sein Verfahren auf eine Anzeige verzichten. „Ich rufe um Hilfe. Wir sitzen alle im selben Boot. Helft mir, meine Verteidigung zu bezahlen.“ Die Kosten für seine Verteidigung bezifferte er auf mehr als 50 Millionen Dollar. Kim Dotcom, der aus Kiel kommt und mit bürgerlichem Namen Kim Schmitz heißt, droht die Auslieferung aus Neuseeland an die USA. Er ist derzeit gegen Kaution auf freiem Fuß. Die US-Behörden werfen ihm vor, mit seinem inzwischen abgeschalteten Onlinedienst Megaupload massiv von der Verbreitung illegaler Raubkopien profitiert zu haben. Bei einer Verurteilung in den USA drohen ihm bis zu 20 Jahren Haft.

Quelle:  Handelsblatt Online
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