Silk Road 2.0: FBI nimmt mutmaßlichen Betreiber "Defcon" fest

Silk Road 2.0: FBI nimmt mutmaßlichen Betreiber "Defcon" fest

, aktualisiert 07. November 2014, 09:00 Uhr
Bild vergrößern

Die Homepage von Silk Road 2.0, nachdem sie von den US-Behörden geschlossen wurde.

Der illegale Internet-Basar Silk Road 2.0 wurde geschlossen. Die US-Behörden haben den mutmaßlichen Betreiber der Handelsplattform geschlossen, auf der unter anderem Drogen und Waffen verkauft wurden.

Die US-Bundespolizeibehörde FBI hat den mutmaßlichen Betreiber der Internet-Drogenplattform Silk Road 2.0 festgenommen. Wie das FBI am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte, handelt es sich bei dem Mann um den 26-jährigen Programmierer Blake Benthall, auch bekannt unter dem Pseudonym "Defcon". Er sei am Mittwoch in San Francisco verhaftet worden und soll noch am Donnerstag (Ortszeit) vor einem New Yorker Gericht erscheinen.

Auf Silk Road 2.0 konnten unter anderem Drogen, Waffen, gefälschte Waren, aber auch illegale Dienstleistungen gekauft werden. Der Festgenommene wurde wegen Drogenhandels, Computer-Hacking, Geldwäsche und Handels mit gefälschten Ausweisen angeklagt, wie das FBI erklärte. Die Webseite wurde offline genommen.

Anzeige

Nach Angaben der Ermittler brachte ihm Silk Road 2.0 im Monat 400.000 Dollar (320.000 Euro) ein, berichtete der „San Francisco Chronicle“. Bei der Plattform, einer Art illegalem Ebay oder Amazon, handelt es sich um eine Kopie - die Original-Webseite Silk Road war bereits im Oktober 2013 von den Behörden geschlossen worden. Der mutmaßliche Gründer des ersten Handelsplatzes, Ross William Ulbricht, wartet auf seinen Prozess.

Illegaler Marktplatz im Internet "Utopia"-Mitbetreiber verhaftet

Das BKA hat das illegale Internet-Portal "Utopia" gestoppt. Ähnlich wie bei "Silk Road" wurde hier unter anderem mit Drogen und Waffen gehandelt. Es gab vier Festnahmen.

Quelle: dpa

Benthall droht im Fall einer Verurteilung eine lebenslange Haftstrafe. Laut Staatsanwaltschaft waren mehr als 100.000 Nutzer auf der Plattform aktiv, um anonym mit Drogen, Waffen und anderen illegale Produkte und Dienstleistungen zu handeln. Die Bezahlung auf der Plattform erfolgte über Bitcoins. Umgesetzt wurden nach Annahmen des FBI rund acht Millionen US-Dollar pro Monat.

Die Webseite wurde im sogenannten Tor-Netzwerk hochgezogen. Die Abkürzung steht für "The Onion Routing" vom englischen Wort onion für Zwiebel - eine Anspielung auf das mehrschichtige Verschlüsselungsschema. Beim Onion Routing werden die Inhalte über ständig wechselnde Routen geleitet, um die Identität der Nutzer geheim zu halten.

Laut mehreren Medienberichten war der Schlag des FBI gegen Silk Road 2.0 ein Teil einer internationalen Aktion gegen verschiedene Anbieter im sogenannten "Darknet" - auch Behörden in Deutschland, Frankreich und Großbritannien sollen daran beteiligt sein. Im Laufe des Freitags sollen laut einem BBC-Bericht weitere Schläge gegen den Drogenhandel im Darknet folgen.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%