ThemaHandys & Tablets

alles zum Thema
_

Smartphone als Geldbörse: Was man zum Bezahlen mit dem Handy wissen muss

von Oliver Voß

Das Bezahlen per Handy soll endlich die Massen erobern, Mastercard, Paypal oder Google wetteifern um die Kunden. Um vorne mit dabei zu sein tut sich nun die Telekom mit Mastercard zusammen und präsentiert ein Provisorium.

Bezahlen per Smartphone: Die NFC-Chips können kontaktlos aus einer Entfernung von bis zu vier Zentimetern ausgelesen werden. Quelle: dapd
Bezahlen per Smartphone: Die NFC-Chips können kontaktlos aus einer Entfernung von bis zu vier Zentimetern ausgelesen werden. Quelle: dapd

Den Traum vom Handy als Geldbörse gibt es schon lange. „Wir reden jetzt seit rund zehn Jahren über das mobile Bezahlen mit dem Handy“, sagt Telekom-Manager Thomas Kiessling. Um diese Idee nun endlich mehr Menschen zugänglich zu machen, hat sich die Deutsche Telekom mit Mastercard zusammengetan. In Berlin präsentierten sie am Montag ihre Kooperation und verkündeten euphorisch: „MasterCard und Deutsche Telekom machen Bargeld überflüssig“.

Anzeige

Doch noch sieht die Zukunft des Bezahlens ganz schön provisorisch aus: Wer mit seinem Handy bezahlen möchte, muss sich dazu einen kleinen Chip auf sein Telefon kleben. Ab Jahresende will die Telekom diese für ihre Kunden verfügbar machen, dazu gibt es eine klassische Mastercard. Ab 2013 soll die Technik dann auch in Smartphones integriert werden und weitere Funktionen ermöglichen.

Ein Provisorium zum Aufkleben hatten in der vorigen Woche auch die Targobank, E-Plus und Mastercard vorgestellt, das bereits im Spätsommer starten soll. Auch andere Unternehmen bieten neue Bezahlverfahren an – die wichtigsten Fragen dazu im Überblick. 

Wie funktioniert die neue Technik?

Genutzt wird die Nahfunk-Technologie NFC (Near Field Communication). Die NFC-Chips können kontaktlos aus einer Entfernung von bis zu vier Zentimetern ausgelesen werden. Bei den nun von Mastercard, Telekom und Targobank vorgestellten Varianten können Beträge bis zu einer Höhe von 25 Euro abgebucht werden. Erst bei höheren Summen muss zusätzlich ein PIN-Code eingegeben werden.

Das Geld wird wie bei einer klassischen Plastik-Kreditkarte von einem Konto abgebucht, der Kunde wird per SMS über jeden Bezahlvorgang informiert.

Die besten Apps zum Einkaufen

Amazon Mobile

Die App des US-Versandhändlers beeindruckt mit ihrer visuellen Produktsuche „Memo“ : Fotografiert der Nutzer ein beliebiges Produkt, erscheint kurz darauf der Link zur passenden Amazon-Seite. Bilderkennung und fleißige Mitarbeiter machen es möglich.

Bild: Screenshot

Was ist der Vorteil?  

Kunden sollen damit auch kleinere Summen bezahlen können, ohne nach Kleingeld zu kramen. Das könnte auch die Länge der Schlangen an der Kasse verringern, denn das Bezahlen dauert nur halb so lange wie mit Bargeld. Im Vergleich zu herkömmlichen EC-Karten sollen die neuen Systeme immer noch 25 Prozent schneller sein.

Neben dem Bezahlen an der Kasse sollen auch verschiedene andere Bezahlvorgänge vereinfacht werden. So hat die Telekom für das erste Halbjahr 2013 in Deutschland erste Produkte auf Basis einer elektronischen Geldbörse namens „Wallet“ angekündigt. Damit sollen Nutzer dann beispielsweise auch Bahntickets und Konzertkarten kaufen, oder Rabatte einlösen.

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 03.07.2012, 10:01 UhrGnagflow48

    Das Alles geht doch schon seit vielen, vielen Jahren mit der EC-Geld-Card - ohne PIN vom am Geldautomaten aufgeladenen Chip, mit PIN direkt vom Girokonto. Was also soll daran neu sein, außer daß der Chip jetzt auf das Handy aufgeklebt werden soll.... Durchgesetzt hat sich die Geldkarte aber kaum.... Und beim Handy muß der Kunde heutzutage sich ja davor fürchten, daß er bzw. Sein Chip in der S-Bahn oder bei sonstigen Gelegenheiten systematisch ausgeraubt wird.... Sind wir nicht schon so weit, daß wir das Geld komplett abschaffen können und jeder bedient sich einfach mit dem, was er will, umsonst - wie die Banken, der Liborbetrug, Griechenland und Andere, nicht zu vergessen z.B. Berlin, als Großinstitutionen es uns schon seit Jahrzehnten vor leben? Und die Krise wäre dann ja auch gleich mit erledigt; und die EZB und der IWF und all die vielen anderen teuren, unfähigen Institutionen wären gleich mit eingespart!

  • 02.07.2012, 20:57 UhrMAP

    gehen wir doch mal aus spaß ein paar jahrzehnte in die zukunft. alle zahlen nur noch elektronisch. mit dem handy, karte, chip im arm, chip am schlüsselbund, chip da, chip dort, vielleicht sogar ein chip in dem hintern meines hundes. Frage: wie zahle ich bzw. was nutze ich beim stromausfall (beim unserem westlichen stromverbrauch würde es mich net wundern, wenn in zukunft eine überlastung des öfteren vorkommen sollte) als tauschmittel um meine waren zu erhalten und ich spreche nicht vom supermarkt. der hat dann eh dicht, weil die kassen elektr- laufen. ich meine vielmer der kiosk ums eck, tante emma laden, bauer in der regiondenn

Alle Kommentare lesen
weitere Fotostrecken

Blogs

Twitter gewinnt bei Jugendlichen hinzu - aber Facebook weiterhin klare Nummer 1
Twitter gewinnt bei Jugendlichen hinzu - aber Facebook weiterhin klare Nummer 1

Teenager nutzen den Kurznachrichtendienst deutlich häufiger als 2011. Das weltgrößte soziale Netzwerk bleibt aber trotz...

Das Aktuelle Heft

Wirtschaftswoche

WirtschaftsWoche 21 vom 18.05.2013

iTunes Vorschau - WirtschaftsWoche
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.