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Smartphone als Geldbörse: Wie reagiert der Handel?

Smartphone als Geldbörse: Was man zum Bezahlen mit dem Handy wissen muss

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„Wir reden jetzt seit rund zehn Jahren über das mobile Bezahlen mit dem Handy“, sagt Telekom-Manager Thomas Kiessling. Quelle: dapd
„Wir reden jetzt seit rund zehn Jahren über das mobile Bezahlen mit dem Handy“, sagt Telekom-Manager Thomas Kiessling. Quelle: dapd

Wie reagiert der Handel?

Laut einer Erhebung des IT-Branchenverbandes Bitkom wünschen sich 19 Prozent der Deutschen mobile Bezahllösungen. Abwartend betrachtet der deutsche Einzelhandel, vor allem mittelständische Händler sind dagegen noch nicht überzeugt. Die neuen Angebote seien meist weder effizienter noch günstiger als die eingeführten Methoden wie EC- oder Kreditkarten-Zahlung, sagt der Bezahlsysteme-Experte des Branchenverbands HDE, Ulrich Binnebößel. „Insofern sehe ich momentan keinen Grund, warum die Händler so ein System vorantreiben sollten.“ Das gilt offenbar vor allem für den Mittelstand: Während viele Branchengrößen einer Erhebung des Handels-Forschungsinstituts EHI zufolge angeben, derzeit vorrangig in die NFC-Technik zu investieren, spielt das Thema bei kleineren Kaufleuten nur eine untergeordnete Rolle. Bisher hätten NFC-Projekte hierzulande „allenfalls Pilot-Charakter“, sagt Binnebößel. Auch für die nächsten Jahre rechnet er noch nicht mit einem Massenmarkt für die Technik. „Es ist aber etwas anderes, wenn der Kunde das verlangt“, schränkt er ein.

Was heißt das alles für Kunden anderer Mobilfunkanbieter?

E-Plus hat eine Kooperation mit Mastercard, die jedoch gemeinsam mit der Targobank läuft. Vodafone arbeitet dagegen an einer Partnerschaft mit dem Mastercard-Konkurrenten Visa.   

Zudem hatten O2, Telekom und Vodafone seit 2010 an einem gemeinsamen eigenen System namens „Mpass“ gearbeitet. Die ersten Terminals dafür sollten laut O2 noch in der zweiten Jahreshälfte aufgestellt werden. Die Nachrichtenagentur dpa spekuliert jedoch, dass „Mpass“ durch die Telekom-Mastercard-Kooperation „weitgehend ins Aus laufen dürft“.

Gegenüber der WirtschaftsWoche wollte sich die Telekom nicht weiter zur Zukunft von „Mpass“ äußern, sagte jedoch, man sei an einem breiten Angebot interessiert.

Business Apps sind nicht nur nützliche Tools sondern auch unverzichtbare Begleiter.

Welche Alternativen zum mobilen Bezahlen gibt es sonst?

Mit vielen Plastikkarten kann man auch kontaktlos bezahlen. Mehr als 100 Millionen NFC-Karten hat beispielsweise Mastercard weltweit ausgegeben. Auch in Deutschland sind schon Millionen Karten mit einem NFC-Chip ausgerüstet.  1,2 Millionen Karten davon stecken in deutschen Geldbeuteln. Auch Visa bietet Karten mit Funkchip, dort heißt das System PayWave.

Bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken läuft seit April ein Pilotprojekt zum „mobilen Bezahlen“. In und um Hannover sind dazu zahlreiche Kassenterminals mit der Funktechnik ausgestattet worden. Die Institute setzen dabei zunächst auf eine Technik, die auf der Geldkarten-Funktion der Girokarte fußt. Bis zum Jahr 2015 sollen alle 45 Millionen Sparkassen-Kunden mit der neuen Karte versorgt sein. Sobald die alte EC-Karte ihre Lebensdauer von vier Jahren überschritten hat, gibt es eine neue - und die ist künftig mit dem NFC-Chip ausgestattet.  Zu erkennen an einem kleinen Logo mit dem Schriftzug "kontaktlos". 

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2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 03.07.2012, 10:01 UhrGnagflow48

    Das Alles geht doch schon seit vielen, vielen Jahren mit der EC-Geld-Card - ohne PIN vom am Geldautomaten aufgeladenen Chip, mit PIN direkt vom Girokonto. Was also soll daran neu sein, außer daß der Chip jetzt auf das Handy aufgeklebt werden soll.... Durchgesetzt hat sich die Geldkarte aber kaum.... Und beim Handy muß der Kunde heutzutage sich ja davor fürchten, daß er bzw. Sein Chip in der S-Bahn oder bei sonstigen Gelegenheiten systematisch ausgeraubt wird.... Sind wir nicht schon so weit, daß wir das Geld komplett abschaffen können und jeder bedient sich einfach mit dem, was er will, umsonst - wie die Banken, der Liborbetrug, Griechenland und Andere, nicht zu vergessen z.B. Berlin, als Großinstitutionen es uns schon seit Jahrzehnten vor leben? Und die Krise wäre dann ja auch gleich mit erledigt; und die EZB und der IWF und all die vielen anderen teuren, unfähigen Institutionen wären gleich mit eingespart!

  • 02.07.2012, 20:57 UhrMAP

    gehen wir doch mal aus spaß ein paar jahrzehnte in die zukunft. alle zahlen nur noch elektronisch. mit dem handy, karte, chip im arm, chip am schlüsselbund, chip da, chip dort, vielleicht sogar ein chip in dem hintern meines hundes. Frage: wie zahle ich bzw. was nutze ich beim stromausfall (beim unserem westlichen stromverbrauch würde es mich net wundern, wenn in zukunft eine überlastung des öfteren vorkommen sollte) als tauschmittel um meine waren zu erhalten und ich spreche nicht vom supermarkt. der hat dann eh dicht, weil die kassen elektr- laufen. ich meine vielmer der kiosk ums eck, tante emma laden, bauer in der regiondenn

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