Smartphone-Software: Warum Sie so lange auf Android-Updates warten

Smartphone-Software: Warum Sie so lange auf Android-Updates warten

von Kathrin Grannemann

Nutzer von Android-Smartphones müssen oft monatelang auf Softwareupdates warten. Lässt sich der Prozess beschleunigen?

Android 4.4 KitKat, die aktuellste Version des Mobilbetriebssystems, wurde am 31. Oktober 2013 erstmals veröffentlicht. Bedient wurde damit allerdings nur ein Gerät, nämlich das Nexus 5 von Google. Bei anderen Geräten dauerte es noch mehrere Monate, bis Kitkat bereitgestellt wurde, abhängig von Gerät, Hersteller und Mobilfunkanbieter. Doch warum dauert es überhaupt so lange, bis die neuste Version des Betriebssystems bereitgestellt wird?

Dazu muss man wissen: Zuerst einmal müssen die Hersteller der Prozessoren einen speziellen Code bereitstellen. Der erlaubt es dem System, mit der Hardware zu kommunizieren. Leider gibt es in der Android-Welt viele Chiphersteller wie Qualcomm, Samsung und Texas Instruments. Zudem gibt es für verschiedene Hersteller unterschiedliche Prozessoren: Je nach Chip variiert die Entwicklungszeit. Durchschnittlich dauert sie zwischen einem und zwei Monaten.

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Danach wird die Software an die Hersteller weitergegeben, die sie auf die Geräte zuschneiden. Das dauert eine Weile, weil es viele Variationen in der Hardware gibt und für jedes Bauteil spezielle Softwarekomponenten zum Einsatz kommen müssen. Weil jedes Feature kleinteilig eingebaut werden muss, kann das Probleme verursachen.

Ein weiteres Problem steckt in den Oberflächen. Jeder Hersteller bietet seine eigene, die sich oft von der Standardnutzeroberfläche von Android unterscheidet. Die Anpassung auf neue Systeme kostet Zeit. Im Vergleich macht das aber nur einen sehr geringen Teil der Gesamtzeit aus.

Welche Hersteller am schnellsten auf Updates reagieren

Das Google Nexus 4 wurde zwei Wochen nach der offiziellen Veröffentlichung mit Kit Kat beliefert, Motorolas Moto X folgte kurze Zeit später. Beim Samsung Note dauerte es zehn Wochen. Noch länger mussten Nutzer von Samsung Galaxy S4 und LG G2 warten: Hier dauerte es dreieinhalb beziehungsweise viereinhalb Monate, bis das Update bereitstand. Dem Nexus kommt die Herkunft zugute: Da es sich um ein Google-Gerät handelt, kann das Update schneller in die Probephase gehen.

So ist neben Google Motorola einer der Hersteller, der am schnellsten auf Updates reagiert. Zudem werden Softwarefeatures nicht ins Android-System eingebunden, sondern über Apps ausgeliefert, die unabhängig vom System überarbeitet werden können und über den Google App Store Updates bekommen.

HTC ist ebenfalls weit vorn: Das liegt daran, dass HTC weniger Geräte anbietet, so dass weniger Updates angepasst und getestet werden müssen. Ebenso wie Motorola setzt HTC auf Anpassungen, die durch Apps heruntergeladen werden können. Aktuelle Statusupdates von HTC können auf einer Infoseite abgerufen werden.

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