Social Games: Zynga schreibt rote Zahlen

Social Games: Zynga schreibt rote Zahlen

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Jahresabschluss in den roten Zahlen: Der Internetspiele-Produzent Zynga verbuchte im letzten Quartal 2011 Verluste in Höhe von 425 Millionen Dollar.

von Katja Joho

Der US-amerikanische Onlinespiele-Spezialist machte Ende 2011 Millionen-Verluste. Gründe dafür waren hohe Entwicklungskosten und der Börsengang.

Der Internetspiele-Produzent Zynga rutscht in die roten Zahlen. Für das letzte Quartal 2011 musste der "Farmville"-Anbieter Verluste von 425 Millionen Dollar in Kauf nehmen. Als Gründe für diesen Absturz nannte das Unternehmen die gestiegenen Entwicklungsausgaben und die Folgekosten durch den Börsengang.

Erst kurz vorher hatte das Unternehmen seine Umsatzzahlen bekannt gegeben. Die sahen deutlich rosiger aus: Der Umsatz zog im Jahresvergleich um 59 Prozent auf 311,2 Millionen Dollar an, aber die Kosten zum Jahresende waren einfach zu hoch und steuerten das Quartalsergebnis ins dicke Minus.

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Die hohen Entwicklungsausgaben von 444,7 Millionen Dollar im vergangenen Jahr - 2010 waren es lediglich 51,5 Millionen gewesen - steckte der Onlinespiele-Spezialist in mehrere neue Spiele, die 2011 auf den Markt kamen.

Mit den neuen Produkten wie dem Spiel "Castleville" sollte Zynga unabhängiger werden. Bisher erzielt das Unternehmen beinahe seinen gesamten Umsatz über das Online-Netzwerk Facebook, wo Nutzer "virtuelle Güter" für ihre Zynga-Spiele kaufen können. Diese Abhängigkeit soll in Zukunft verringert werden.

Börsengang brachte eine Milliarde

Durch den Börsengang im Dezember 2011 konnte der Internetspiele-Produzent etwa eine Milliarde Euro Gewinn machen, was der größte US-Börsengang eines Internetunternehmens seit dem IPO von Google war. Die Aktie hielt aber zunächst ihren Preis von zehn Dollar nicht.

Allein die mit dem Börsengang fällig gewordenen Aktien für Mitarbeiter kosteten Zynga rund 510 Millionen Dollar. Inzwischen stehen die Zeichen aber auf Aufschwung: Mittlerweile sind die Aktien bei mehr als 14 Dollar.

Zynga-Spiele wie "Hidden Treasures", "Cityville" oder "Farmville" werden als "Social Games" bezeichnet und können kostenlos über Facebook gespielt werden.

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Auch wenn Nutzer für das Spiel an sich nicht zahlen müssen, ist es für Zynga ein Milliardengeschäft, denn zusätzliche Funktionen innerhalb der Spiele kosten Geld und Fans zahlen dafür gerne und breitwillig.

Das neue Computerspiel „Hidden Treasures“ war zuletzt das große Erfolgsprodukt des US-amerikanischen Internet-Unternehmens. Innerhalb kürzester Zeit gewann das Spiel mehrere Millionen Benutzer und belegte Topplatzierungen bei entsprechenden Hitparaden.

Täglich nutzen rund 54 Millionen Spielebegeisterte die Angebote von Zynga. Zu den Konkurrenten zählen unter anderem Electronic Arts, Woola, Disney und Nexon aus Südkorea.

Mit Material von dpa und Reuters

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