Social Media: Instagram darf User-Bilder künftig zu Werbezwecken nutzen

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Social Media: Instagram darf User-Bilder künftig zu Werbezwecken nutzen

von Meike Lorenzen

Die Synergien zwischen Instagram und Facebook werden weiter ausgebaut. Künftig teilen die beiden Unternehmen die Nutzerdaten. Außerdem plant Instagram Fotos von Usern ungefragt an Dritte zu verkaufen.

Instagram ist eine der beliebtesten Photosharing-Anwendungen im Internet. Seit 2010 ist die Anwendung, die Bilder im coolen Retrolook ausspielt, in den App-Stores erhältlich. Stars wie Rihanna, Jessica Alba und Teenieschwarm Justin Bieber sind regelmäßige Nutzer und haben die App durch ihren Promifaktor seitdem nach vorne gebracht. Mehr als eine Million Nutzer sind inzwischen bei Instagram registriert. Vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist die Plattform beliebt. Wer sich dort anmelden will, muss gerade einmal 13 Jahre alt sein. Marc Zuckerberg erkannte das Potential und schlug zu. Erst im April dieses Jahres übernahm Facebook Instagram. Geplant war ursprünglich ein Preis von einer Milliarde Dollar. Wegen der fallenden Facebook-Aktie reduzierte sich der Preis am Ende auf 715 Millionen Dollar.

Anfangs änderte sich bei Instagram kaum etwas. Bilder ließen sich weiter normal auf der Plattform hochladen, liken, teilen und auch auf Facebook und Twitter verbreiten, sogar die Nutzerfreundlichkeit verbesserte sich. Doch seit ein paar Tagen funktioniert die Twitter-Bildvorschau nicht mehr. Ein erster Schritt, die Synergien im Netz auf Facebook zu beschränken.

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Nun kommt der zweite Schritt: Instagram hat am Montag seine Datenschutzerklärungen und Nutzerbedingungen aktualisiert und veröffentlicht.

In Kraft treten werden sie am 16. Januar. Danach darf das Unternehmen künftig alle Nutzerdaten eins zu eins an Facebook weitergeben. Hinzu kommen Daten aus Cookies, Logfiles, Geräte-IDs und auch Geodaten. Außerdem kommen im Bereich der Klarnamen Änderungen auf die Instagram-User zu. Sie werden – wie bei Facebook – verpflichtet, wahre, fehlerfreie, aktuelle und komplette Angaben zum jeweiligen Account zu machen. Die Änderungen sollen helfen, die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen zu erleichtern, heißt es in einem Blog-Eintrag.

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Außerdem hat sich Instagram mit den neuen Nutzerbedingungen das Recht eingeräumt, Namen, Texte, Fotos und andere Inhalte zu Marketingzwecken an Dritte weiterzugeben. Unter dem Punkt „Rechte“ heißt es: „Sie stimmen zu, dass wir ihren Usernamen, ihre „Likes“, ihre Fotos (inklusive sämtlicher Metadaten) und/oder ihre Aktivitäten gegen Geld von Unternehmen für bezahlte oder gesponserte Inhalte oder Werbung ausspielen dürfen, ohne Sie dafür zu entschädigen.“  

Der Aufschrei über die Änderungen der Datenschutzerklärungen und Nutzerbedingungen ist innerhalb der Netzgemeinde groß. Dabei sind sie kaum verwunderlich. Mit Facebook-Übernahme war damit zu rechnen, dass die Privatsphäre der User früher oder später in Richtung der Facebook-Bedingungen angepasst werden würde.

Wer nicht möchte, dass seine Bilder zu Werbezwecken genutzt werden, dem bleibt keine andere Möglichkeit, als den Instagram-Account zu löschen. Wer im Vorfeld seine Bilder herunterladen möchte, dem stehen dazu Tools wie der Instagram Downloader oder Instaport zur Verfügung.

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