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Softwarespezialist Stallman: "Ich bin froh, dass Steve Jobs weg ist"

von Achim Sawall (golem.de)

Einer der bekanntesten Aktivisten für freie Software hat sich in seinem Blog knapp und provokant zum Tod des Apple-Gründers Steve Jobs geäußert. In der Open-Source-Szene wird aus Ärger darüber nun zum Austritt aus der Free Software Foundation aufgefordert.

Steve Jobs verlor den Kampf Quelle: Reuters
Steve Jobs verlor den Kampf gegen seinen Bauchspeicheldrüsenkrebs REUTERS/Kimberly White Quelle: Reuters

Richard Stallman, Gründer und Chef der Free Software Foundation, hat in seinem Blog sehr provokante Aussagen zum Tod des Apple-Gründers gemacht. "Steve Jobs, der Pionier, der Computer zu einem coolen Gefängnis gemacht hat, um Narren von ihrer Freiheit zu trennen, ist gestorben. Und wie der Chicagoer Bürgermeister über den korrupten Vorgänger Daley sagte: 'Ich freue mich nicht darüber, dass er tot ist, aber ich bin froh, dass er weg ist.'"

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Niemand verdiene zu sterben, auch nicht Jobs und nicht einmal Menschen, die an noch größeren Übeln schuld seien, erklärte Stallman. "Aber wir alle verdienen das Ende des unheilvollen Einflusses von Jobs auf die Computernutzung der Menschen. Leider bleibt dieser Einfluss trotz seiner Abwesenheit. Wir können nur darauf hoffen, dass seine Nachfolger, die versuchen, sein Vermächtnis weiterzutragen, weniger erfolgreich sein werden."

Stallmans Ausführungen wurden in der Open-Source-Szene und in den Medien kontrovers diskutiert und Stallman zum Teil massiv kritisiert. Der Open-Source-Aktivist Larry Cafiero ruft in seinem Blog "Larry the Free Software Guy" dazu auf, die Free Software Foundation zu verlassen. "Seine unüberlegte Reaktion hilft der Sache der freien Software nicht, sondern richtet nur viel Schaden an", schrieb der Technikjournalist Joe Brockmeier bei Readwrite Enterprise. Adrian Kingsley-Hughes nennt den Beitrag bei ZDnet "mit Abstand das Verrückteste", was er zum Tod von Jobs gehört habe.

Weltweit trauern viele Menschen um Jobs, der am 5. Oktober 2011 um 3 Uhr nachmittags starb, wie der jetzt ausgestellte Totenschein belegt. Die Todesursache war Atemstillstand, weil sich der Bauchspeicheldrüsenkrebs in andere Organe ausgebreitet hatte. Jobs wurde am 7. Oktober 2011 auf einem konfessionslosen Friedhof im Santa Clara County begraben.

Bei Apple findet im Hauptsitz des Unternehmens am 19. Oktober 2011 eine Gedenkveranstaltung für Jobs statt, zu der nur Mitarbeiter zugelassen sind. Das teilte Firmenchef Tim Cook in einer E-Mail an die Beschäftigten mit.

Dieser Artikel ist auf Golem.de erschienen

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9 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 14.10.2011, 13:32 UhrMater

    @Stallman:" zustimm !" x 10
    @Presse/Journalisten/Politik: "lass Hirn regnen !"
    @Hägar Schmidt: "lass Hirn regnen" x 10

  • 13.10.2011, 12:57 UhrKern

    Jobs war ein genialer Geschäftemacher. Nichts weiter. Theo Albrecht war das auch. Jedoch machte niemand viel Aufhebens von dessen Tod. Dagegen wird Jobs zur ikone hochstilisiert. Wegen ein paar erfolgreichen Elektonikgeräten. Die Leistung von Aldi und Lidl ist viel bedeutender als die von Apple. Sichert sie doch bezahlbare Lebensmittelpreise. Was wird wohl los sein, wenn Gates stirbt? Wieso sind viele Menschen nur so verbogen?

  • 13.10.2011, 02:19 UhrHägar Schmidt

    [Flame on]
    @0815 Armer Kerl, versteht noch nicht einmal solch eine einfache Anspielung.

    @asiosfjuioer: Sie Anfänger, ich habe verschiedene Linux-Distros seit Version 0.95 und natürlich alle erdenklichen Windows-Server/Clients, Exoten wie OS2 etc. seit 1992 auf zahllosen Rechnern inklusive aller Variationen installiert und fette Systeme darauf entwickelt. Auf einigen meiner Server läuft auch heute noch Linux, denn für sowas ist es ja auch gut (da billig, danke für die kostenlose Zuarbeit, Trottelchen).

    Da sieht man es: diese Opensource-Trottelchen kommen damit nicht klar, dass es Leute gibt, die mehr Ahnung haben.
    [Flame off]

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