Soziale Netzwerke: Kinofilm "The Social Network" tut Facebook nicht gut

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Facebook-Gründer Mark Zuckerberg bei einer Konferenz

Kolumne

Facebook und andere Online-Netzwerke genießen in Deutschland derzeit keinen guten Ruf. Der neue Kinofilm "The Social Network" über Facebook-Gründer Zuckerberg könnte diese Situation verschärfen, zeigt eine Markenuntersuchung von YouGovPsychonomics.

Die Nutzung von sozialen Netzwerken ist für viele Deutsche mittlerweile so selbstverständlich wie Telefonieren - und das, obwohl die Online-Netzwerke  wegen ihres laxen Umgangs mit dem Datenschutz heftig kritisiert werden. Erst vor wenigen Tagen wurde in den Medien intensiv über ein Datenleck bei Network-Pionier Facebook berichtet, das in Zusammenhang mit der beliebten Anwendung (App) „Farmville“ steht.

Dabei kann sich Facebook derzeit ohnehin nicht über mangelnde Aufmerksamkeit beschweren: Seit dem Start des Kinofilms „The Social Network“ Anfang Oktober wird in Deutschland heftig über das Unternehmen und dessen Gründer Marc Zuckerberg diskutiert. Wie eine aktuelle Imageanalyse auf Basis des Markenmonitors YouGov BrandIndex zeigt, haben sich die Imagewerte der Marke Facebook seit dem Kinostart am 7. Oktober deutlich eingetrübt.

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So erreicht Facebook aktuell -20 BrandIndex-Punkte und damit etwa 10 Punkte weniger als noch zu Beginn des Monats. Damit liegt Facebook derzeit wieder hinter dem Rivalen StudiVZ, der mit -15 zwar etwas besser, aber ebenfalls sehr schwach abschneidet. Der auf Geschäftskontakte spezialisierte Anbieter Xing bewegt sich auf einem Niveau von -6 BrandIndex-Punkten.

Verluste in allen Altersgruppen

Nach zum Teil heftiger Kritik seitens der Politik – allen voran von Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner – und schlechten Testergebnissen der Stiftung Warentest waren die Imagewerte von Facebook im Jahresverlauf zeitweise auf -40 Punkte gesunken. In den vergangenen Monaten hatten sich der BrandIndex-Werte dann zunächst wieder erholt.

Vergleicht man die Entwicklungen in Deutschland mit denen in den USA, werden große Unterschiede deutlich. So scheinen die Amerikaner weit weniger empfindlich auf negative Berichte zum Thema Datenschutz zu reagieren: Die Entwicklung der Imagewerte ist dort vergleichsweise stabil. Ohnehin ist die Marke Facebook in den USA wesentlich stärker als etwa in Deutschland.

Interessant ist, dass die jüngsten Imageverluste von Facebook in allen Altersgruppen zu beobachten sind. So bewerten aktuell nicht nur ältere Verbraucher Facebook heute skeptischer als noch vor vier Wochen, auch unter 30-jährige Konsumenten haben eine kritischere Meinung zu dem sozialen Netzwerk.

Dabei beurteilen die Deutschen bei weitem nicht alle Online-Marken so negativ wie Facebook oder StudiVZ: Der Suchmaschinenanbieter Google, der Online-Shop Amazon oder auch die Online-Enzyklopädie Wikipedia erreichen exzellente BrandIndex-Werte. Sogar noch schwächer als Facebook schneiden aus Verbrauchersicht derzeit hingegen MySpace, Bing oder auch Twitter ab.

Zur Untersuchung: Der YouGov BrandIndex ist ein Markenmonitor. Auf der Basis einer täglichen Befragung von 1000 Personen ermöglicht dieses forschungsbasierte Tool zur Markenführung tagesaktuelle Imageanalysen von über 500 Marken aus 20 Branchen.

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