Soziale Netzwerke: Twitter als Wahrsager-Medium

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Soziale Netzwerke: Twitter als Wahrsager-Medium

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Twitter kann mehr als nur Nachrichten verschicken.

von Clare Devlin

5000 Tweets pro Sekunde und 230 Millionen aktive Nutzer - damit häuft Twitter massenhaft Daten an und verdient immer mehr Geld. Aber Twitter kann mehr: Es könnte zum Beispiel bald dem Katastrophenschutz dienen.

Ob Politiker, Prominenter, Student oder Hausfrau - wer der Welt etwas mitzuteilen hat, der twittert. Mittlerweile hat das Netzwerk einen Datenberg von 300 Milliarden Tweets angehäuft. Kein einziger ist verlorengegangen.

Am 21. März 2006 ging der erste Tweet online. Veröffentlicht von Twitter-Mitbegründer Jack Dorsey. Seitdem versucht Twitter die Datenmenge zu barem Geld zu machen. Seitdem Twitter die Daten lizensiert, ist diese Einnahmequelle auf 13 Prozent angestiegen. Das ist mehr als doppelt so viel wie noch 2011.

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Zugriff auf die Datenmengen haben nur exklusive Partner - so zum Beispiel die Data-Reseller Gnop, Dataminr, Datasift oder Crimson Hexagon.

Kunden können Twitter dann zu Marketingzwecken nutzen. Indem sie die Daten auswerten, können Banken und Fondsmanager Stimmungsänderungen erkennen und Aktienkursentwicklungen hervorsagen. Die Online-Nachrichtenseite Heise berichtet, dass es Dataminr im November 2013 gelang, seinen Kunden einen dreiminütigen Vorsprung zu verschaffen, um ihre abstürzenden Blackberry-Aktien abzustoßen.

Aber nicht nur in diesem Fall ist Twitter schneller als alle anderen: 2011 verkündete das Netzwerk 20 Minuten vor der ersten Nachrichtenagentur den Tod Osama Bin Ladens.

Das Twitter nicht nur in der Finanzwelt Gold wert ist, zeigt die Naturkatastrophe auf den Philippinen. „Nach dem letzten großen Erdbeben auf den Philippinen im Oktober wurde Twitter quasi als Sensor genutzt“, sagt Alex Rutherford, Data Scientist beim UN-Projekt Global Pulse, Heise Online. „Anhand der Geodaten und Berichte konnte schnell Hilfe dorthin geschickt werden, wo sie dringend benötigt wurde.“ Tweets könnten sogar künftig in der Lage sein Katastrophen anzukündigen und auf sie aufmerksam machen.

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Im Zuge eines Forschungsprogramms in Indonesien untersuchte Global Pulse 2010 alle indonesischen Tweets, die sich mit dem aktuellen Reispreis beschäftigt haben. Das Ergebnis: Die Twitter-Frequenz zu diesem Thema ist parallel zum Preis gestiegen. Es ging uns darum zu zeigen, dass Twitter-Daten geeignet sind, wichtige Krisen-Indikatoren zu erkennen – in Echtzeit“, sagt Rutherford Heise Online.

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