Soziales Netzwerk: Facebook holt Paypal-Chef

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Soziales Netzwerk: Facebook holt Paypal-Chef

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David Marcus auf einer Pressekonferenz in Tokio: Der Paypal-Chef will jetzt dem „Facebook Messenger“ das Geldverdienen beibringen.

Die milliardenteure WhatsApp-Übernahme war nur der Anfang. Mit einer spektakulären Personalie zeigt Facebook-Chef Mark Zuckerberg, dass er jetzt auch Geld mit Kurznachrichten verdienen will.

DüsseldorfDer zum Internetauktionshaus Ebay gehörende Onlinebezahldienst Paypal verliert seinen Chef David Marcus an das soziale Netzwerk Facebook. Der 41-Jährige solle ein Geschäftsmodell für den Facebook-Kurznachrichtendienst „Messenger“ entwickeln, so die Nachrichtenagentur Bloomberg.

Der „Facebook Messenger“ wurde kürzlich in eine separate App ausgelagert und hat Facebook zufolge bereits 200 Millionen Nutzer. „Kurznachrichten gehören zum Kern unseres Angebotes“, hieß es gestern in einer Unternehmens-Mitteilung.

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Zum Personalwechsel schreibt Facebook unter anderem, dass Marcus in der Vergangenheit Wege gefunden habe, „großartige Produkte zu entwickeln und sie in großartige Geschäftsmodelle zu verwandeln“. Facebook hatte bereits in der Vergangenheit angekündigt, dass es ab einer Nutzerzahl von 100 Millionen anfangen werde, Geschäftsmodelle für den Messengerdienst zu entwickeln. Diese Schwelle ist nun überschritten.

Wie genau sich damit Geld verdienen lässt, ist unklar. Aber bereits im April hatte die „Financial Times“ berichtet, dass Facebook in Irland eine Genehmigung für elektronische Geldgeschäfte, unter anderem für Paypal-ähnliche Bezahlsysteme, beantragt hat.

Der gebürtige Franzose Marcus selbst erklärte die Gründe für seinen Wechsel in einem Facebook-Post. Der Job als Paypal-Chef sei „hart“ für ihn gewesen: „Auf einmal war ich für 14.000 Mitarbeiter zuständig“. Der Geschäftsführerposten habe sich immer mehr zu einer reinen Management-Aufgabe entwickelt. Deshalb habe er schon seit einiger Zeit über einen Job nachgedacht, in dem er der Produktentwicklung wieder näher wäre - und sei mit Mark Zuckerberg schnell einig geworden.

Laut Bloomberg soll Marcus zukünftig nur für den „Facebook Messenger“ zuständig sein, nicht für den im Februar zugekauften Kurznachrichtendienst WhatsApp.

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Bei Paypal wird Ebay-Chef John Donahoe die Geschäftsführung fürs erste übernehmen. Donahoe schrieb in einer Pressemitteilung, dass der scheidende Marcus sich nach dem Wechsel wieder seiner Lieblingsbeschäftigung widmen könne: „Kleine Teams anführen, um großartige Produkte zu entwickeln.“

Paypal war unter Marcus Führung durchaus erfolgreich. Seit er 2012 die Leitung des Anbieters für Internetzahlungen übernahm, stieg die Nutzerzahl um mehr als 30 Prozent, das Zahlungsvolumen nahm um etwa die Hälfte auf 52 Milliarden Dollar zu. Marcus war vor rund drei Jahren mit dem Kauf seines Bezahl-Startups Zong zur Ebay-Tochter PayPal gestoßen. Er verlässt das Unternehmen zum 27. Juni.

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