Soziales Netzwerk: Facebook-Nutzer sollten Passwort ändern

Soziales Netzwerk: Facebook-Nutzer sollten Passwort ändern

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Blick durch eine Lupe auf das Logo des sozialen Netzwerkes Facebook

Werbekunden von Facebook konnten jahrelang auf die Profile von Nutzern zugreifen, deren Fotos sehen und Chats mitlesen. Das Sicherheitsleck wurde zwar geschlossen, doch Facebook-Nutzer sollten vorsichtig sein.

Millionen Menschen tummeln sich jeden Tag bei Facebook, dem größten sozialen Netzwerk im Internet. Sie veröffentlichen Fotos, spielen online oder tauschen sich mit Freunden aus – stets in dem Glauben, dass sie unter sich sind. Ein Trugschluss, wie sich jetzt zeigt. Denn Experten der IT-Sicherheitsfirma Symantec haben ein Datenleck entdeckt, das viele Nutzer beunruhigen wird.

Über Jahre hinweg konnten unbefugte Dritte auf persönliche Daten der Facebook-Nutzer zugreifen, heißt es in einem Blog von Symantec. Theoretisch konnten Werbekunden des sozialen Netzweks nicht nur private Fotos sehen, sondern auch Nachrichten lesen und schreiben. Betroffen von der Datenpanne sind nach Angaben von Symantec Nutzer von Facebook-Anwendungen, zu denen etwa das beliebte Onlinespiel FarmVille gehört.

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Facebook hat das Datenleck beseitigt

In ihrem Blog schildern die Symantec-Sicherheitsexperten, wie es zu der Datenpanne kommen konnte: Werbekunden von Facebook wurden versehentlich sogenannte access token übertragen - eine Art Generalschlüssel für den Zugriff auf Profildaten. Bis April hätten durch den Fehler etwa 100.000 Facebook-Anwendungen Zugang zu den access token gehabt. Nach Angaben von Symantec bestand das Problem seit 2007.

Facebook hat das Datenleck mittlerweile bestätigt und begonnen, es zu stopfen. Bei einer internen Untersuchung sei jedoch kein Datenmissbrauch festgestellt worden, erklärten die Betreiber. Es gebe keine Hinweise darauf, dass private Informationen von unbefugten Dritten genutzt worden seien. Zudem beklagten sich die Betreiber von Facebook über „einige Ungenauigkeiten“ in dem Symantec-Bericht. So gebe es etwa vertragliche Vorgaben, nach denen der Gebrauch von privaten Daten verboten ist, sagte Facebook-Sprecherin Malorie Lucich.

Auch Sony hatte eine Datenpanne

Zur Sicherheit sollten Facebook-Nutzer ihr Passwort ändern, empfehlen die Sicherheitsexperten von Symantec. Dadurch würde der access token unbrauchbar – ähnlich wie bei einem Haustürschlüssel, nachdem das Schloss an der Haustür ausgetauscht wurde.

Facebook ist mit mehr als 500 Millionen Nutzern das weltweit größte soziale Netzwerk im Internet. In der Vergangenheit stand das Unternehmen wegen seines Umgangs mit persönlichen Daten schon öfter in der Kritik. Aber auch andere Internetplattformen gerieten in jüngster Zeit mit großen Datenpannen in die Schlagzeilen. Zuletzt wurden sensible Nutzerdaten einer beliebten Sony-Plattform gestohlen, darunter auch die Kreditkarteninformationen von bis zu 50 Millionen Nutzern.

(mit Reuters)

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