Soziales Netzwerk hat ein Problem: Facebook verliert seine Innovationsfähigkeit

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KommentarSoziales Netzwerk hat ein Problem: Facebook verliert seine Innovationsfähigkeit

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Facebook ist schnell zum meistgenutzten sozialen Netzwerk aufgestiegen. Nun fehlt es an Innovationen

Quelle:Netzwertig.com

Facebook ist nicht faul, was die teilweise schnelle Konzeption und Veröffentlichung neuer Features und Produktinitiativen angeht. Doch große Erfolge bleiben aus. Woran liegt das?

Facebook, das weltweit führende soziale Netzwerk, hat ein Problem: Dem Unternehmen ist die einstmals so beachtliche, stetiges Neuerfinden ermöglichende Innovationsfähigkeit abhanden gekommen. Dies äußert sich auf zwei Arten: Potenzielle "Volltreffer", bei denen CEO Mark Zuckerberg und sein Team sich nicht komplett beim Wettbewerb inspirieren lassen, kommen bei den Nutzern nicht mehr an. Und ansonsten kopiert das Unternehmen nur noch die Services der Konkurrenz – mit mäßigem Erfolg.

Beispiele gefällig?

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Facebooks Android-Launcher Home ist zwar eigentlich keine schlechte Idee, hat aber bisher nicht den erhofften Erfolg gebracht. Die Downloadzahlen halten sich in Grenzen, die Bewertungen im Play Store sehen schlecht aus. Das "Facebook Smartphone" HTC First kommt gar nicht erst nach Europa. Wenn das noch etwas werden soll, muss Facebook radikal nachbessern.

Nichts Neues

Facebook Kontextsuche Graph Search wurde Anfang des Jahres unter massiver Pressebewachung vorgestellt und nach und nach einem Teil der Nutzer verfügbar gemacht. Ich habe bisher keinen Zugang, doch ist die allgemeine Stille von Tech-Presse und Bloggern in Bezug auf das groß angepriesene Feature ein klares Zeichen dafür, dass es weit hinter den wahrscheinlich viel zu hohen Erwartungen zurückgeblieben ist. Lobeshymnen sind mir bisher noch gar keine untergekommen, deutliche Kritik dagegen schon.

Und Facebooks neuer, im März vorgestellter Newsfeed? Obwohl er wie alle größeren Produktlancierungen von Facebook auf einer eigens einberufenen Presseveranstaltung präsentiert wurde, erwies er sich nach längerem Testen als simple kosmetische Überarbeitung. Innovation ist das nicht.

Was bleibt, sind die diversen bereits erfolgten oder kolportierten Imitationen bestehender Konzepte von Kontrahenten, die das soziale Netzwerk in Windeseile nachbauen lässt. Facebook Camera sollte Instagram in die Quere kommen, bevor sich Zuckerberg zum spontanen Kauf des Wettbewerbers entschloss. Die App dümpelt seitdem vor sich hin. Mit Poke bastelte das Social Network innerhalb von zwölf Tagen eine Kopie des Shooting-Stars Snapchat – die sich als völliger Reinfall entpuppte.

Neuerungen werden ignoriert

Aktuellen Medienberichten zufolge feilen die Kalifornier derzeit sowohl an einem Pendant zu Twitters Video-Dienst Vine als auch an einem Konkurrenten für den populären, nun unter der Obhut von Yahoo befindlichen Minibloggingdienst Tumblr.

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Wer innovativ sein möchte, muss Risiken eingehen und Experimente wagen. Diese führen zu gelegentlichen Misserfolgen, und manchmal ist auch einfach etwas Geduld erforderlich, bis ein Vorstoß sein Potenzial entfaltet. Gefährlich wird es aber, wenn nahezu alle wichtigen Produktinitiativen zu Enttäuschungen bei den Anwendern führen oder bei ihnen erst gar nicht auf Interesse stoßen.

In der Vergangenheit haben Facebooks Neuerungen regelmäßig zu ausartenden Nutzerprotesten und Boykottdrohungen geführt. Heute dagegen werden sie ignoriert. Das ist kein gutes Zeichen. Kurzfristig ändert dies nichts am Momentum des sozialen Netzwerks mit seinen 1,11 Milliarden aktiven Mitgliedern. Doch wenn Facebook auf Dauer nicht mehr in der Lage ist, erfolgreiche Produktinnovation zu betreiben, erinnert das stark an das Schicksal vieler anderer einstiger Vorzeigefirmen der IT-Branche, deren Evolution irgendwann ein Ende nahm.

Quelle:  Netzwertig.com
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