Soziales Netzwerk: Nähert sich die Ära Facebook dem Ende?

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Soziales Netzwerk: Nähert sich die Ära Facebook dem Ende?

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Daumen hoch? Facebook ist für Teenies nicht mehr die erste Anlaufstelle in den sozialen Medien.

von Marcel Berndt

Bei Facebook mit Lehrern und Eltern befreundet zu sein, finden Teenager uncool. Der gesellschaftliche Siegeszug des Netzwerks verschreckt die jungen Mitglieder. Hat Facebook seine erfolgreichsten Zeiten hinter sich?

Facebook brechen in den USA die jugendlichen Nutzer weg, meldete vor zwei Tagen die US-Unternehmensberatung iStrategyBlabs. Mit 9,8 Millionen 13 bis 17-jährigen Nutzern, seien dort ein Viertel weniger aus dieser Altersklasse unterwegs als noch vor drei Jahren. Trotz einer sachlich falschen Darstellung, bestätigt die Veröffentlichung einen sich abzeichnenden Trend.

Streng genommen sind nicht die Nutzer weniger geworden, sondern die Reichweite in dieser Werbezielgruppe. IStrategyBlabs hat für die Auswertung das Ads Tool, also die Werbefunktion des Internetportals, benutzt. Darin können Werbekunden ihre Zielgruppen nach Alter und Staaten erfassen. Das Programm gibt allerdings keine konkreten Nutzerzahlen an, sondern nur die geschätzte Reichweite, die sich mit einer Anzeige erreichen lässt.

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Doch auch mit der anderen Begrifflichkeit, ändert sich das Resultat nicht – schließlich hängen Reichweite und Nutzerzahlen zusammen: Facebook verliert bei den US-Teens an Boden. Schon bei der Vorstellung der Unternehmenszahlen für das dritte Quartal 2013 im Herbst gestand Facebook-Finanzchef David Eberman: „Wir haben einen Niedergang an täglichen Nutzern verzeichnet, vor allem unter jüngeren Teenagern.“ Immerhin sieht es  bei den Monatszahlen besser aus: „Unsere monatlichen Nutzerzahlen bleiben konstant und das allgemeine Engagement auf Facebook bleibt stark.“

Keine Panik bei Facebook

Auch Soziologe Jan-Hinrik Schmidt, der zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten über das Web 2.0 veröffentlicht hat, warnt davor, diese Zahlen zu dramatisieren: „Man kann daraus keinen Trend schließen, dass junge Leute Facebook verlassen“, sagt er. „Facebook wird für Teenager weiter eine wichtige Rolle spielen, weil sie hier das vorfinden, was ihre Lebensphase prägt.“ Dazu gehört, sich mit Freunden auszutauschen und sich selbst zu inszenieren. „Hier können sie sich ausprobieren und herausfinden, wie sie auf andere wirken.“

Einstige Achillesferse des Unternehmens Facebook wächst - dank Smartphone-Werbung

Plötzlich ist die mobile Werbung der wichtigste Wachstumstreiber für Facebook. Doch trotz steigender Umsätze und Nutzerzahlen wächst Facebook nicht stark genug, um seinen derzeitigen Börsenwert zu rechtfertigen.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg Quelle: REUTERS

Einen Makel hat Facebook jedoch für die 13- bis 17-Jährigen: „Das ist nicht mehr der Ort, an dem die jungen Leute unter sich sind.“ Doch dies ist Pubertierenden besonderes wichtig.  Dass Facebook bei älteren Nutzern immer beliebter wird, macht ihnen dabei einen Strich durch die Nutzung. Die Auswertung von iStrategyBlabs zeigt bei den über 55-Jährigen mit 80,4 Prozent die größte Reichweitenzunahme auf 28 Millionen Menschen.

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