Spionage-Skandal: London spionierte G20-Mitglieder aus

Spionage-Skandal: London spionierte G20-Mitglieder aus

Die geheimen Dokumente, die der amerikanische Informant Edward Snowden beim Abhördienst NSA mitgenommen hat, liefern weiteren Zündstoff. Just zum G8-Gipfel in Nordirland kommt heraus, dass London vor vier Jahren Delegationen bei G20-Treffen ausspionieren ließ.

Enthüllungen über die Ausspähung der Teilnehmer von G20-Treffen durch britische Geheimdienste im Jahr 2009 werfen einen Schatten auf den G8-Gipfel in Nordirland. Der britische Abhördienst GCHQ habe vor vier Jahren in großem Stil Informationen zu Passwörtern, E-Mails und Telefongesprächen abgeschöpft, berichtete die Zeitung „Guardian“. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bekräftigte, dass sie die Überwachung durch amerikanische Geheimdienste beim Berlin-Besuch von US-Präsident Barak Obama diese Woche zur Sprache bringen werde. Apple legte erstmals Zahlen zu Anfragen von US-Behörden nach Nutzerdaten vor.

PRISM 19.000 Facebook-Profile ausgespäht

Facebook und Microsoft haben bekannt gegeben, wie oft der US-Geheimdienst Zugriff auf Nutzerprofile verlangt hat. Die Behörden gestehen den Firmen mehr Transparenz zu. Google geht das nicht weit genug.

Facebook veröffentlicht erstmals Zahlen zu US-Behördenanfragen. Quelle: dpa

Dem „Guardian“ zufolge sollen die Briten 2009 Computer von G20-Teilnehmern überwacht und Telefondaten ausgewertet haben. Einige Delegationen seien auch dazu gebracht worden, Internetcafés zu nutzen, die zuvor eigens vom Geheimdienst eingerichtet worden waren. So habe man den E-Mail-Verkehr überwachen und Passwörter erbeuten können. Den Geheimdiensten soll es auch gelungen sein, sich Zugang zu BlackBerry-Geräten zu verschaffen und von dort Dokumente abzugreifen. Beim Treffen der G20-Finanzminister im September sollen rund 45 Analysten rund um die Uhr darüber informiert gewesen sein, wer mit wem telefonierte.

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Die Enthüllungen brachten Großbritannien als Gastgeber des Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs der führenden Industriestaaten und Russlands (G8) am Lough Erne in Nordirland unter Druck. Die türkische Regierung bestellte nach Medienberichten als erste Reaktion auf die Enthüllungen den britischen Botschafter in Ankara ein.

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